Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

17.01.2019

Wir lieben es, wenn unsere Hunde über die Wiese flitzen und sich voll auspowern. Wenn es dazu noch zwei Ehemalige sind, die wohl beide Windhundblut haben, dann ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Tatsächlich kann so etwas aber auch mal schief gehen und leider hatten wir heute zwei Hunde, die volle Kanne aneinander gerannt sind. Es gab sogar eine Verletzte mit einer schlimmen, klaffenden Kopfwunde, bei der man große Teile der Schädeldecke sah. So etwas ist, gelinde gesagt, beeindruckend, die Halterin und ihre Tochter haben aber sehr besonnen reagiert und uns direkt dazu geholt. Irie bekam umgehend einen Verband angelegt, Sol haben wir in unser Auto gepackt und dann ging es mit zwei Autos nach Alzey in die Tierarztpraxis Dr. Weber/Thissen. Wir können uns nur immer wieder bei all den Helferinnen und Tierärzten bedanken, bisher waren sie im Notfall immer sofort zur Stelle. Es ist ein unglaublich gutes Gefühl, wenn man den Hund in kompetenten, helfenden Händen weiß und die Angst langsam nachlässt. Ich hoffe, dass auch die Halterin und ihre Tochter das so empfunden haben. Frau Dr. Weber hat sich sofort um Irie gekümmert, sie in Narkose gelegt und ihren Schädel geröntgt. Nachdem zum Glück keine Fraktur vorlag, wurde die große, klaffende Wunde, die vom Oberkopf weit über die Stirn in Richtung Nase zeigte, wieder zugenäht. Es wird sicherlich alles komplikationslos verheilen und Irie wird in 2 Wochen wieder ganz so aussehen wie zuvor. Bis dahin wird sie verwöhnt und darf sich erstmal von ihrer Gehirnerschütterung erholen. Natürlich wurde auch Sol untersucht, denn bei der Wucht des Aufpralls hätte auch sie eine massive Verletzung davontragen können. Zum Glück gab es da Entwarnung. Gegen Nachmittag haben wir dann schon das erste Bild von der noch schlafenden Irie bekommen. Mittlerweile läuft sie wieder durch das Haus. Den Halskragen mag sie nicht anhaben und deshalb wird sie nicht aus den Augen gelassen. An die Wunde darf sie nicht dran, die kunstvolle Naht soll irgendwann nicht mehr zu sehen sein und keine persönliche Note werden! Wir wünschen Irie gute Besserung und sind mehr als dankbar, dass sie einen solch stabilen Dickschädel hat!

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16.01.2019

Heute erreichte mich ein Schreiben des Tierschutz-Shops. Wir haben es fast geschafft, es fehlen noch ca. 400 kg, dann wird das Futter nach Spanien versendet. Das sind nur noch ca. 27 Säcke Hundefutter à 15 kg. Bitte helft mit, dass wir das so schnell wie möglich zusammenbekommen! In 14 Tagen endet die Jagdsaison und dann brauchen die Tierheime wirklich jeden Krümel Futter. Bitte unterstützt uns - 27 Säcke Futter dürften doch eigentlich kein so großes Problem sein :).

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Für Leo hat die Suche nach einem neuen Zuhause heute geendet! Der Bub wird Ende des Monats ins Saarland umziehen und dort in einem Haus mit sehr großem Grundstück leben. Für seine Gesellschaft ist auch gesorgt, er bekommt eine ganz nette Jack-Russell-Dame an die Seite gestellt, mit der er - wovon wir uns schon überzeugen konnten - viel Spaß haben wird. Wir freuen uns sehr für den lieben Jungen!

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15.01.2019

Wir haben es fast geschafft! Beim Tierschutz-Shop haben viele von euch Futter für die Protectora in Villena gespendet und so fehlen uns nur noch ca. 30 Säcke Trockenfutter à 15 kg, dann könnten wieder drei Paletten nach Spanien auf die Reise gehen. Ich hoffe jetzt auf einen Endspurt, denn wenn wir es schaffen, bis Ende des Monats die drei Paletten vollzukriegen, dann hätten die Hunde schon einen Monat früher als geplant das Futter zur Verfügung.

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Es käme damit genau passend zum Ende der Jagdsaison und würde auch den vielen Hunden, die dann von Jägern ausgesetzt und abgegeben werden, zugute kommen. Ihr alle kennt die schrecklichen Bilder der komplett abgemagerten Hunde, die für die Jäger im Februar wertlos geworden sind, sie werden einfach ausgesetzt oder abgegeben und das sind noch die Glücklichen! Andere werden mit Beinbrüchen aufgefunden, verstümmelt oder an Bäumen aufgehängt. Der Fantasie mancher Jäger sind da keine Grenzen gesetzt. Es geht schlicht und ergreifend darum, 'sinnlose Fresser' loszuwerden. 'Nachschub' wird, wenn er gebraucht wird, dann wieder selbst produziert.

Falls jemand von euch gerne am 4. Kölner Galgo-Marsch teilnehmen möchte (es werden natürlich nicht nur Galgos erwartet :)), er findet am Samstag, dem 26. Januar 2019 statt. Marschiert wird angesichts des WELT-GALGO-TAGes am 1. Februar, der anlässlich des Endes der Jagdsaison in Spanien ins Leben gerufen wurde. Dieser Tag macht auf die schockierenden Haltungsbedingungen der spanischen Windhunde aufmerksam und wendet sich gegen das grauenvolle 'Aussortieren' nach Beendigung der Jagdsaison. Informationen dazu findet ihr hier.

Gleichzeitig möchte ich euch auf die Gründung einer neuen Partei aufmerksam machen. Zur Zulassung der PARTEI FÜR DIE TIERE bei der Wahl des 9. Europäischen Parlaments werden noch einige Unterschriften benötigt. Ob man die Partei letztendlich auf seinem Wahlzettel ankreuzt, bleibt jedem selbst überlassen, tatsächlich geht es hier erstmal um die Zulassung. Die Ziele der neuen Partei dürften uns aber alle interessieren. Es geht hier hauptsächlich um den Tierschutz und nachdem wir nun leider erleben mussten, wie das Kastrationsverbot von Ferkeln ohne Betäubung ausgehebelt wurde, die Haltung von Sauen, die in indiskutable und viel zu kleine Abferkelbuchten gesperrt werden, trotz Gerichtsurteil noch immer nicht umgesetzt wurde und wie mit dem angestrebten Verbot von Glyphosat verfahren wurde, sollten wir uns überlegen, ob nicht wenigstens die Gründung einer Partei für die Tiere Sinn macht. Hier kann man seine Stimme abgeben und sich genau informieren.

 

14.01.2019

Der kleine Leo hatte Besuch auf seiner Pflegestelle und seine Interessenten finden ihn ganz toll. Das freut uns sehr und am Mittwoch wird Uwe schon das Vorgespräch führen, dann werden wir sehen, ob der Bub demnächst in ein neues Zuhause umziehen darf. Wir drücken ihm ganz feste die Daumen. Leo ist ein wirklich lieber Kerl, eigentlich hätte er schon längst vermittelt sein sollen. Manchmal weiß man nicht, wieso manche Hunde es so schwer haben und sich eine Vermittlung hinzieht - andere dagegen haben sofort eine Familie und es kam sogar schon vor, dass wir gleich mehrere Interessenten für einen Hund hatten. Für uns geht es aber in keinem Fall darum, nur Hunde aus den Perreras und Protectoras zu holen, die besonders niedlich, extrem jung oder hübsch sind - davon abgesehen hat jeder Interessent einen anderen Geschmack - wir holen die Hunde, die dringend Hilfe brauchen und/oder direkt von Tötungen bedroht sind. Ich finde es immer sehr schade, dass wir ständig Nachfragen nach Hunden haben, die am besten dreifarbig, kniehoch sind und halblanges Haar haben. Manche Menschen wollen regelrechte Bestellungen bei uns abgeben: "Wenn sie mal einen ganz jungen, maximal 5 Monate alten braunen Rehpinscher haben, dann hätte ich Interesse - aber nur wenn er nicht kastriert ist..." Natürlich hat so etwas bei uns keine Chance, aber es zeigt doch, was sich manche Leute unter einem Tierschutzverein vorstellen. Wir vollführen kein Wunschkonzert und unsere Hunde werden nicht nach den Vorstellungen dieser 'Komiker' gebacken. Wir geben denjenigen Tieren eine Chance, die chancenlos geboren wurden oder, aus welchen Gründen auch immer, ihr Zuhause verloren haben. Kriterien wie Rassezugehörigkeit, Alter, Länge der Haare, kupiert oder nicht usw. stehen für uns nicht zur Debatte. Wer einen Hund aus dem Tierschutz übernimmt, muss sich darüber bewusst sein, dass das Tier ein Vorleben hatte, dass es vielleicht schlimme Dinge erlebt hat, schüchtern oder schreckhaft ist, vielleicht ist es geschlagen oder irgendwo ausgesetzt worden. Es gibt Hunde, die hatten noch nie ein warmes Körbchen, manche kennen nur Tritte und Schläge oder wurden von Vermehrern missbraucht... die Liste der menschlichen Verfehlungen an Tieren ist lang. Die Tierhilfe Phönix, genauso wie viele andere Tierschutzvereine, gibt sich alle Mühe, auch solchen Tieren ein neues Zuhause zu suchen, ihnen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen und Menschen für sie zu finden, die wissen, dass man mit ein wenig Verständnis die Welt eines solchen Tieres total verändern kann. Alle, die einen Hund aus dem Tierschutz übernommen haben, wissen, von was ich schreibe und ich bin ganz sicher, dass sie auch wissen, wie es sich anfühlt, wenn der Schützling die ersten Fortschritte macht, wenn uns aus ängstlichen und verunsicherten Gesichtchen plötzlich glückliche und strahlende Augen dankbar ansehen. Ich werde mich immer wieder für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden, vielleicht ist es manchmal etwas mehr Arbeit, auf jeden Fall aber bedeutet es, ein festes Band zu knüpfen, Vertrauen zu geben und unerschütterliche Zuneigung zu bekommen. So etwas ist immer der Beginn einer großen Freundschaft und mit der Zeit wird mehr daraus. Auf Menschen, die das so empfinden wie wir, warten wir manchmal etwas länger, aber wieso sollten sich unsere Hunde mit weniger zufrieden geben müssen?

In diesem Sinne danke ich all unseren Pflegestellen und Adoptanten für die Zeit, die Nerven und die vielen guten Worte und Streicheleinheiten, die sie in unsere Hunde investiert haben - ich bin ganz sicher, dass ihr jetzt einen unerschütterlichen Freund an eurer Seite habt, der euch aus ganzem Herzen liebt!

Auch auf Trosky, Pitin und Lolon warten irgendwo bestimmt schon ihre Familien - wir müssen sie nur noch finden!

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13.01.2019

Leider hat es unseren kleinen Gulliver wieder erwischt. Wir waren mehr als dankbar, dass wir ihn auch am Sonntag in der Tierarztpraxis vorstellen durften, denn unserem kleinen Schatz ging es wirklich schlecht. Seit wir Gulliver haben, leidet er an IBD - das heißt 'Innflammatory Bowel Disease' und bedeutet entzündliche Darmerkrankung. Es gibt ganz viele Ausprägungen der Darmentzündung und tatsächlich weiß man über die Ursachen nur, dass das Immunsystem die Nahrung offensichtlich als 'Feind' behandelt. Die Erkrankung verläuft schubweise, es kommt zu schleimigem und oft auch blutigem Durchfall. Leider kann sich die Darmentzündung auch auf andere Organe ausweiten und so hatte Gulli schon mehrfach Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Ob Gulliver nun eine genetische Veranlagung hat und damit einfach anfälliger für IBD ist, ob eine Fehlbesiedlung des Darms eine Rolle spielt oder ob er überempfindlich oder gar unverträglich auf manche Inhaltsstoffe im Hundefutter reagiert, können wir nicht sagen. Manchmal kommt auch noch eine psychische Komponente dazu und so kann man feststellen, dass schreckhafte und ängstliche Hunde häufiger betroffen sind als entspannte Artgenossen. Im Prinzip ähnelt die Erkrankung dem Morbus Crohn beim Menschen. Allerdings konnte, anders als bei Menschen, die an Morbus Crohn leiden, bei Vierbeinern kein Gendefekt, der den Krankheitsausbruch begünstigt, nachgewiesen werden. Trotzdem wird aber eine genetische Komponente vermutet.

Im Augenblick bekommt Gulli wieder einmal Kortison und wir können nur hoffen, dass es ihm bald wieder besser geht. Heilen kann man IBD nicht.

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12.01.2019

Wir möchten euch heute nur darum bitten, auf der Seite von SABRO die Tierhilfe Phönix e.V./Armsheim zu erwähnen und damit dafür zu sorgen, dass eure Stimme bei der Abstimmung gezählt wird. SABRO wird pro abgegebener Stimme eine Euro spenden, das heißt, es geht um eine ganze Menge Geld! Der Erlös kommt den drei Vereinen zugute, die die meisten Stimmen bekommen haben. Wir hoffen, dass ihr uns tatkräftig unterstützt und wir mit zu den Gewinnern gehören. Das Geld würde dann unserem Projekt auf den Azoren zufließen und dort helfen, ein kleines Tierheim aufzubauen. Wir hoffen so sehr, dass das sinnlose Töten der Hunde und Katzen auf den Azoren bald der Vergangenheit angehören wird. Bitte unterstützt uns jetzt! Die Aktion läuft schon am Sonntag Abend (13.01.19) aus!

>>> Tierschutzspenden-Aktion 'SABRO hilft helfen' <<<

 

11.01.2019

Nicht jeder Hund kann oder darf bei seinem Gassigang auch mal ohne Leine die Gegend erkunden. Manche Hunde gehen grundsätzlich angeleint spazieren und scheinen oft auch nur ausgeführt zu werden, um ihr Geschäft zu verrichten oder müssen am Fahrrad mitlaufen, um "müde" zu werden. Hunde erleben ihre Welt anders als wir. Während die Riechschleimhaut des Menschen eine Größe von fünf Quadratzentimetern besitzt, ist sie beim Hund 150 Quadratzentimeter groß. Es befinden sich dort rund 200 Millionen Riechzellen, auf der des Menschen gerade einmal fünf Millionen.

Hunde nehmen ihre Welt vor allen über den Geruch wahr, es ist eine ganz andere Art, die Welt zu erfahren, als wir das von uns kennen. Hunde sind Nasentiere (Makrosmatiker) und nehmen Gerüche als 'Bilder' wahr. Für Hundebesitzer heißt das, dass sie den Vierbeinern grundsätzlich die Möglichkeit geben müssen, lang und ausgiebig zu schnüffeln. Unsere Hunde stehen manchmal minutenlang an einem Mauseloch und inhalieren den dortigen Duft, sie erschaffen sich mit dem aufgenommenen Geruch ein Bild und 'sehen' das, was sie riechen. Das einfach zu unterbrechen und sie weiterzuzerren, wäre so, wie uns beim Fernsehen ständig das Progamm umzuschalten. Irgendwann hätten wir auch keine Lust mehr darauf und würden nicht mehr nach den Bildern sehen. Genauso geht es den Hunden. Ein Hund, der seinen Geruchssinn nicht mehr ausleben darf, verliert einen großen Teil seiner Wahrnehmung. So etwas macht Hunde regelrecht 'blind'. Da der Gassigang ja eigentlich für den Hund gedacht sein soll, muss es selbstverständlich sein, dem Hund die Gelegenheit zu geben, sich mit Gerüchen auseinanderzusetzen.

Gerade weil wir heute für unsere Hunde das Futter bereitstellen, sogar über seine Geschlechtspartner entscheiden und ihn vor allen möglichen Gefahren schützen, schränken wir das 'Sehen' und Wahrnehmen unserer Hunde massiv ein. Der ehemals überlebenswichtige Geruchssinn, der den Hund bei der Nahrungsfindung und der Suche nach einem Geschlechtspartner geleitet hat, wird heute bei vielen Hunden nicht mehr benötigt. Er warnte ihn vor Feinden oder Feuer und half ihm, alle für ihn wichtigen Informationen seiner Welt zu 'sehen'. Wir haben unseren Haushunden viel Gutes getan, aber auch vieles genommen. Lassen wir sie doch wenigstens an allem und jedem herumschnüffeln, es kostet uns doch nur etwas Zeit, für den Hund aber macht es seine Umgebung 'sichtbarer' und interessant.

Mit kleinen Suchspielen daheim oder auch auf einem Spaziergang helfen wir unseren Vierbeinern, ihre Fähigkeiten zu mobilisieren, auch Schnüffelteppiche machen unseren Hunden Freude. Hundeschulen bieten tolle Kurse an, so ist zum Beispiel das 'Mantrailing' eine Hundesportart, die den Hund auf natürliche und artgerecht Weise auslastet und seinen Riechsinn fördert. Wer sich darüber schlau machen möchte, dem empfehlen wir die Bücher von Alexandra Grunow und ‎Rovena Langkau - bestimmt gibt es auch andere empfehlenswerte Autoren... :)

Unsere Vierbeiner bewerkstelligen mit ihrer Nase Dinge, die wir uns kaum vorstellen können. Sie warnen Diabetiker vor einer Unterzuckerung und bewahren Epileptiker vor einem drohenden Anfall. Hunde können auch lernen Eierstock-, Lungen-, Darm-, Blasen- oder Brustkrebs zu erkennen. Trefferquoten von mehr als 90 Prozent sind bei ausgebildeten Hunden üblich! Polizei oder Zoll setzen die Vierbeiner bei der Suche nach Menschen, Drogen oder sogar Falschgeld und Sprengstoff ein. Aber auch nach Lawinenunglücken oder Erdbeben verlässt man sich auf sie.

Geben wir doch auch unseren privaten Hunden die Chance, ihre Fähigkeiten zu nutzen! Einen Hund beim Schnüffeln wegzuzerren, bedeutet wenig von seinem Tier zu wissen und seine Bedürfnisse nicht zu respektieren!

 

10.01.2019

Ganz herzlichen Dank für eure Futterspenden, die über den Tierschutz-Shop für die Protectora Villena eingegangen sind! Mittlerweile haben wir fast 1200 kg erreicht und es fehlen nur noch ca. 40 Hundefuttersäcke à 15 kg! Das ist eine großartige Leistung und deshalb sind wir uns auch ganz sicher, dass die letzten Kilos kein unlösbares Problem mehr sein werden.

Im Augenblick ist die Protectora recht voll und in den nächsten Wochen werden zusätzlich noch viele Galgos, Podencos und Jagdhunde dazu kommen. Gerade diese Hunde sind immer in einem katastrophalen Zustand. Viel zu mager und oft schwerst verletzt, verursachen sie enorme Kosten. Zudem sind diese Tiere nicht einfach zu vermitteln - gerade Windhunde sitzen oft monatelang in den Zwingern der Protectora. Für sie, die einen viel höheren Bewegungsbedarf haben, keinen Winterpelz entwickeln und dann in einem kleinen Zwinger sein müssen, ist das Leben in der Protectora nicht leicht. Wir haben, um den klapperdürren Hunden wenigstens die Kälte ersparen zu können, im letzten Winter über 100 Wintermäntelchen in unterschiedlichen Größen nach Spanien geschickt.

Trotzdem ist natürlich ein voller Napf das wichtigste für alle Tiere. Der Hunger ist noch immer mit das größte Problem. Es schnürt mir jedesmal das Herz zusammen, wenn ich oft von kleinen und ganz unbekannten Organisationen Hilfsanfragen bekomme. Gerade diese kleinen und meistens sogar ganz privaten Zusammenschlüsse tierlieber Menschen bewegen extrem viel. Sie decken die Gebiete ab, die zu weit von den grundsätzlich überfüllten Protectoras entfernt liegen. Sie sammeln die Tiere auf, die sonst ganz sicher in den Tötungen gelandet wären und sie bekommen keinerlei Hilfe von staatlicher Seite. Futter bezahlen sie aus der eigenen Tasche und die Tierarztkosten können sie eigentlich gar nicht stemmen. Solchen Menschen, die ihr letztes Hemd für die Tiere geben, zu helfen, ist etwas ganz besonderes. Ich erinnere mich an Situationen, bei denen bei allen Beteiligten immer wieder Freudentränen flossen und die spanischen Tierschützer ihr Glück gar nicht fassen konnten. Einen kompletten Truck gefüllt mit Futter zu sehen und zu wissen, dass man sich davon mitnehmen kann, was man für die Tiere benötigt, war für viele der wartenden Helfer einfach zu viel. Sie wussten nicht, wie sie sich für unsere Hilfe bedanken sollten und brachten uns abends Steigen mit Orangen und Zitronen aus dem eigenen Garten, um auch uns eine Freude zu machen. Wir haben in den letzten 40 Jahren schon so einiges erlebt, aber bei solchen Gelegenheiten stehen selbst mir die Tränen in den Augen.

Wir sind wirklich dankbar, dass wir in den letzten Jahren auch mit der Hilfe von Großspendern die Not vieler Organisationen und auch die der kleinen privaten Zusammenschlüsse etwas lindern konnten. So vielen Tiere haben überlebt und wurden an liebevolle Familien vermittelt, ihnen konnte ein neues Leben geschenkt werden. Trotzdem ist die Not natürlich noch immer groß und es gibt viel zu wenig Hilfe für all die leidenden Tiere.

Ich weiß, dass viele Menschen mittlerweile über solche Aufrufe hinwegsehen, täglich betteln irgendwelche Organisationen um alles mögliche. Es ist fast nicht mehr möglich, den Überblick zu behalten und natürlich kann man nicht an jeden spenden. Man muss Prioritäten setzen, trotzdem ist Wegsehen ganz bestimmt keine Lösung. Wenn man helfen möchte, dann ist es sinnvoll, sich einen Verein auszusuchen, den man kennt. Es muss möglich sein, den Lauf des Geldes oder der Futterspende nachzuvollziehen. Im Prinzip sollte es möglich sein, bei dem Bespendeten nachzufragen, ob er tatsächlich das für ihn angedachte auch erhalten hat. Wer sein Geld oder seine Sachspende kleinen Organisationen anvertraut, wird damit kaum Probleme haben, bei großen Organisationen ist das oft nicht möglich. Das bedeutet nicht, dass die Spende nicht ankommt, aber letztendlich unterstützt man dort auch die Organisation als solche. Oft verschlingt die Bürokratie einen großen Prozentsatz des gespendeten Geldes. Das ist normal, wenn man bedenkt, dass manch großer Verein Schiffe finanziert, Forschungen unterstützt oder weltweite Aktionen durchführt. Wer aber genau sehen will, wo sein Geld ankommt, der sollte sich einen kleinen, ehrenamtlich und gemeinnützig arbeitenden Verein suchen, der ohne große Bürokratie auskommt und dort hilft, wo die Hilfe nachvollziehbar und sofort sichtbar ist.

Wir raten jedem davon ab, Gelder an Privatleute zu senden. Immer wieder haben wir erlebt, dass schreckliche Geschichten erfunden wurden, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und damit dann den eigenen Lebensstandard zu verbessern. Wir zeigen so etwas grundsätzlich an, haben aber die Erfahrung gemacht, dass solche Verfahren leider oft im Sand verlaufen und die Betrüger ungeschoren davon kommen. Deshalb ist es wichtig, sich an eine seriöse Organisation zu wenden. Wer als Spender Fragen zur Verwendung seiner Spende stellt, hat das Recht, umfassend informiert zu werden. Für uns bedeutet das, wer uns Sachspenden/Futterspenden oder auch Geldspenden anvertraut, kann jederzeit bei den begünstigten Tierheimen nachfragen, ob auch alles dort angekommen ist.

Der Tierschutz-Shop macht das Spenden von Futter noch einfacher, man sucht sich in unserer Wunschliste einfach etwas aus, bezahlt diese Spende und bekommt vom Tierschutz-Shop die Spendenquittung. Sobald ca. 3 Paletten zusammengekommen sind, wird das Futter versendet und wir veröffentlichen Fotos von der Ankunft des LKWs in der Protectora. Um nicht nur große Protectoras zu begünstigen, haben wir zum Beispiel mit der Protectora Villena vereinbart, dass auch kleine Organisationen sich dort Futter holen dürfen. So ist es möglich, ein größeres Gebiet abzudecken und auch denen zu helfen, die sonst von niemandem Hilfe bekommen.

Wer die Arbeit der Tierhilfe Phönix in den letzten Jahren verfolgt hat, der weiß, wie riesig das Gebiet ist, das wir mit Futter versorgen. Trotzdem können wir natürlich nicht jedes hungrige Mäulchen füttern. Hilfsanfragen ablehnen zu müssen, gehört mit zu den schlimmsten Dingen, die unsere Tierschutzarbeit mit sich bringt. Umso mehr Hilfe wir leisten, desto bekannter wird die Tierhilfe Phönix und umso mehr Anfragen kommen täglich bei uns an. Leider steigt die Anzahl der Spender nicht automatisch mit an - nur unsere Aufrufe nehmen zu. Ich hoffe, dass wir euch nicht damit nerven, aber es ist wirklich schlimm, die verzweifelten Anfragen abzulehnen und die Bilder von hungernden, komplett ausgemergelten Hunden bekommen wir nie wieder aus dem Kopf. Wie ihr wisst, veröffentlichen wir solche Bilder mit Rücksicht auf unsere Leser nicht. Trotzdem sollte jeder wissen, dass es diese Bilder gibt und sie uns massiv auf der Seele liegen. Deshalb entschuldigt bitte unsere ständigen Bitten nach Futterspenden, aber wir können einfach nicht anders...

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09.01.2019

Das warme Wetter lässt bei uns schon die Osterglocken aus dem Boden sprießen, auch die Winterlinge sind schon wieder da und bringen mit dem Winterjasmin die ersten Farbtupfen in den Garten zurück. Unsere Hunde freut es, sie hüpfen draußen herum und brauchen meistens nicht einmal ein Jäckchen. Der Garten, der normalerweise um diese Jahreszeit im tiefen Winterschlaf liegt, wird umgepflügt und so arg strapaziert, dass man nur hoffen kann, dass im Sommer alles wieder nachwächst und wir keinen neuen Rasen einsäen müssen. Die Hundepfoten sind voller Dreck und im Haus ist ständiges Putzen und Waschen angesagt. Hätte ich das vorher gewusst.... nein, natürlich haben wir gewusst, was es bedeutet, Hunde zu halten und eigentlich ist unser Garten auch nicht so wichtig. Ohne unsere Vierbeiner wäre unser Leben gar nicht denkbar und um nichts in der Welt wollten wir sie missen.

Deshalb verstehen wir auch nicht, wenn Interessenten uns fragen, ob der Hund, den man sich vielleicht anschaffen möchte, viel Dreck macht oder gar Haare verliert. Ja, das tut er, unsere Hunde sind weder in Plastiktüten verpackt noch werden sie mit Hygienereiniger gewaschen. Hunde finden Dreck sogar gut, es gibt sogar welche, die werfen sich mit Begeisterung in jedes Dreckloch, manche wälzen sich in dem elendiglichsten Modder und sind danach sogar richtig glücklich.

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Ich könnte ein Buch darüber schreiben, was unsere Tölen schon so alles angestellt haben und dass sich unsere ganze Meute in den Nahewiesen mal in faulem Fisch gewälzt hat, ist noch eine der harmlosen Geschichten. Lustig wurde es erst, als wir auf dem Heimweg von der Polizei angehalten wurden, Uwe seinen Führerschein vergessen hatte und wir mit den stinkenden Hunden und dem verwesten Fisch, der an ihnen und dann später im Auto klebte, fast eine Stunde auf dem Seitenstreifen warten mussten, bis der Polizeicomputer bestätigte, dass Uwe überhaupt einen Führerschein hat. Wie gesagt, es gäbe einiges zu berichten, aber so nett, wie wir sind, erklären wir den Menschen, die Angst vor Dreck und Hundehaaren haben, dass es doch einfacher ist, sich einen Plüsch- oder Porzellanhund anzuschaffen. Die Menschen, die bei jedem Wetter mit ihrem Hund spazierengehen, die gerne unförmige wattierte Jacken und warme Mützen tragen, die meinen, erst dann gut angezogen zu sein, wenn Hundehaare am Pullover kleben und mindestens eine Hundepfote auf der Hose prangt, die haben uns vor der Vermittlung nicht gefragt, ob Hunde Dreck machen oder Haare verlieren und genau die haben einen Hund von uns bekommen. Da passte es einfach! :)

 

08.01.2019

Wir werden immer mal wieder gefragt, ob man etwas dagegen tun kann, dass die Hunde manchmal so aus dem Maul müffeln. Ein kurzer Blick auf die Beisserchen der Vierbeiner lehrt einen da manchmal wirklich das Fürchten. Die eigenen Zähne werden gepflegt und geputzt, natürlich gehört auch der jährliche Gang zum Zahnarzt dazu, aber bei den Hunden, so denken jedenfalls viele Halter, muss man sich um die Zahngesundheit nicht kümmern. Der Wolf kennt auch keinen Zahnarzt, wird dann argumentiert und nicht bedacht, dass wir keine Wölfe an der Leine haben, sondern sein vielen Jahrtausenden domestiziere Haushunde halten. Weder die Ernährung noch die Lebensumstände sind noch mit denen des Wolfs vergleichbar. Die meisten Hunde haben sich auch optisch so weit von ihrem Urahnen entfernt, dass man eigentlich schon auf den ersten Blick sagen kann, ein Vergleich mit dem Wolf hinkt!

Mittlerweile haben Forscher herausgefunden, dass Hunde Kohlehydrate und pflanzliche Nahrung deutlich besser verdauen können als der Wolf. Unsere Hunde haben sich im Laufe der Jahrtausende ein Verdauungssystem angeeignet, das mehr Variationen verträgt und braucht als das ihres direkten Vorfahren. Damit wären die Behauptungen der Premium-Hundefutterindustrie sowie auch die der BARFer erstmal entkräftet. Der Hund ist kein Wolf und auch sein Verdauungstrakt hat sich im Laufe seiner Domestikation verändert. Domestikation ist ein tiefgreifender, genetischer, verändernder Prozeß. Forschungen, die sich damit beschäftigten, wurden von einer völlig unabhängigen Gruppe Genetiker, und zwar Evolutionsforscher, durchgeführt (es stand kein Lebensmittelkonzern dahinter - nur um dieser Argumentation gleich vorzubeugen!). Es wurden beim Hund 30 Kopien des Gens für Amylase entdeckt, dem Protein, das die Aufspaltung von Stärke im Verdauungstrakt beginnt. Wölfe haben nur zwei dieser Gene, auf jedem Chromosom eins. Ein Enzym, das für den weiteren Abbau der Stärke notwendig ist (Maltase-Glukoamylase), fanden die Wissenschaftler sogar ausschließlich im Genom der Hunde. Das ist deshalb so beachtlich, weil dieses Enzym in einer vergleichbaren Ausprägung bisher lediglich bei Pflanzenfressern wie Hasen, Kühen oder Allesfressern wie der Ratte gefunden wurde. Noch nie wurde es bei einem Fleischfresser entdeckt. Mittlerweile geht man davon aus, dass der Hund Stärke (dem Hauptnährstoff in Getreide wie Reis oder Weizen) um ein Fünffaches besser verdauen kann als der Wolf.

Hunde und ihre Ernährungsweise haben sich gleichzeitig mit dem Menschen evolutionär entwickelt. Die Entwicklung bei Menschen gleicht der seines besten Freundes, denn auch beim Menschen variiert die Anzahl der Kopien dieser Gene. Japaner, Europäer und westliche Amerikaner besitzen mehr als zum Beispiel die Mbutis in Afrika. Die ernähren sich nämlich stärke-arm. Europäer haben sich den evolutionären Veränderungen anders angepasst als Asiaten und so kämen wir mit unseren Ernährungsbedürfnissen langfristig nicht mit der Ernährung der Asiaten oder Afrikaner zurecht.

Die Wölfe haben sich während ihrer Domestizierung unserer Ernährung angepasst. Der Hund ist - anders als der Wolf - heute auf gar keinen Fall mehr in erster Linie Fleischfresser. Ein Hund kann mit einer Ernährung, die aus 50 % Fleisch und 50 % Kohlenhydraten besteht, bestens überleben, ein Wolf könnte das nicht. Dieses Wissen über die Ernährung von Hunden und Menschen bedeutet aber auch, dass nicht nur unsere Zähne einer gewissen Pflege bedürfen, sondern auch die Zähne unserer vierbeinigen Freunde - sie sind eben keine Wölfe mehr und können auch so nicht ernährt werden. Wer lauthals über die Zahnpflege beim Hund lacht, hat noch nicht verstanden, dass Zahnerkrankungen beim Hund durchaus häufig sind und natürlich auch schlimme Folgen für das Tier haben können. Im Prinzip wird der Hundezahn von den gleichen Gefahren bedroht wie unser Gebiss. Natürlich haben Süßigkeiten nichts im Maul des Hundes verloren, das ist klar, trotzdem leiden mehr als die Hälfte aller erwachsenen Hunde an schmerzhafte Entzündungen des Zahnfleisches. Das Zahnfleisch zieht sich zurück und bildet Taschen, die Zahnhälse liegen frei und schon ist eine Parodontose entstanden. In den Zahnfleischtaschen und in den Zahnbelägen wachsen Bakterien, diese vermehren sich explosionsartig und bilden Beläge, die schließlich steinhart, also zu Zahnstein werden. Eine veterinärmedizinische Studie zeigte eine signifikante Korrelation zwischen dem Grad der parodontalen Erkrankung und dem Grad histopathologisch nachweisbarer entzündlicher Veränderungen in Niere, Leber und Herzmuskel.

Wer jetzt noch über die Zahnhygiene beim Hund lacht, ist einfach nur verantwortungslos. Zahnkontrolle sollte beim Hund genauso selbstverständlich sein wie bei uns Menschen. Wer seinem Hund frühzeitig Gelassenheit bei der Kontrolle des Mauls beibringt, hat später keine Probleme, seine Zähne zu begutachten und ggf. auch zu reinigen. Sollte der Tierarzt bei einer Kontrolle des Hundegebisses eine professionelle Zahnreinigung - oder auch eine Zahnsanierung vorschlagen, dann sollte man das ernst nehmen und dem umgehend nachkommen. Jeder, der schon einmal Zahnschmerzen hatte, muss einfach wissen, wie weh so etwas tut. Bei seinem Tier die Zähne verrotten zu lassen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es ist einfach emphatielos und auch tierschutzrelevant.

 

07.01.2019

Pitin hat sich, seit er auf der Pflegestelle bei Beate ist, großartig entwickelt. Der Bursche hat wieder eine Figur bekommen und beim Rennen wird er nicht mehr durch seine Speckfalten behindert :). Heute war er mit Harpo und Angelo auf der Wiese, alle drei sind gerannt wie die Hasen. Es macht wirklich Spaß zuzusehen, wie fit und agil Pitin jetzt geworden ist, wie er Haken schlägt und die anderen sogar animiert. Der schlappe und immer müde Hund, den wir vor einigen Wochen übernommen haben, ist Geschichte! Leider hat Pitin bisher noch keinen Interessenten gehabt. Vielleicht liegt es auch an den Bildern, denn so groß, wie er da aussieht, ist er tatsächlich gar nicht. Der Bub hinterlässt den Eindruck eines Labradors, er ist aber viel kleiner und wiegt auch nur ca. 16 kg! Wir drücken Pitin die Daumen, dass er bald eine Familie findet, bei der er der Star sein darf - er hat es so sehr verdient!

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Von Irie hören wir in regelmäßigen Abständen. Die hübsche, windschnittige Dame hat sich in ihrer Familie gut eingelebt. Sie mag die kleinen Möpschen und natürlich auch die fast gleich große Sol. Wir haben bei dieser Vermittlung ganz besonders feste die Daumen gedrückt und gehofft, dass sich die Familie mit Irie nicht übernommen hat. Aber unsere Bedenken waren völlig übertrieben, Sol hat Irie vom ersten Augenblick an gemocht und die Möpse waren ebenfalls extrem cool. Die Familie hat Irie genau beobachtet und gesagt, dass es immer Zeit braucht, bis ein fremder Hund sich in ein bestehendes Rudel und natürlich auch in die Familie einfügt. Bei Fragen hat man sich an eine Hundetrainerin gewendet oder uns angerufen. Nichts war ein Problem und alle anfänglichen 'Holprigkeiten' sind behoben. Aufgeben war nie eine Option und nun ist das Rudel mit Irie komplett. Frauke und ihre Familie waren das Beste, was Irie passieren konnte. Wir sind sehr, sehr glücklich über diese Vermittlung und freuen uns ganz besonders über das tolle Foto von Irie, welches wir natürlich auch euch nicht vorenthalten wollen!

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06.01.2019

Am Samstag waren wir mit Arca nochmal im Notdienst, denn sie konnte nicht einmal Wasser bei sich behalten. Mittlerweile übergibt sie sich nicht mehr und es scheint ihr besser zu gehen, trotzdem haben wir einen Hund, der offensichtlich seit September krank ist und wir wissen nicht, wie wir die immer wieder auftretenden Schübe unter Kontrolle bringen können. Es geht auf und ab und Arca leidet sehr darunter. Zu all den Medikamenten bekommt sie jetzt noch Heilerde... manchmal sind es ja die alten Hausmittelchen, die wider Erwarten gut anschlagen. Wir drücken mal ganz feste die Daumen. So, wie es in den letzten Monaten war, sollte es nicht weitergehen. Gulliver, den wir ja beim Tierarzt mit dabei hatten, scheint sich dafür komplett gefangen zu haben, in seinem Magen und Darm ist wieder Ruhe eingekehrt und es geht ihm gut.

Vor Weihnachten hatte ich euch von Lilli berichtet, sie leidet unter einer bei Shelties häufiger vorkommenden Knochenerkrankung. Nachdem sie sich die Pfote beim Aussteigen aus dem Auto gleich mehrfach gebrochen hatte, geht auch die Heilung nicht ganz ohne Probleme vonstatten. Mittlerweile musste eine der vier in der Pfote befindlichen Schrauben wieder entfernt werden. Wir hoffen, dass die Wunde jetzt komplikationslos zuheilt und Lilli bald wieder auftreten kann. Wir möchten uns ganz herzlich bei dem Fachtier-Zentrum für Kleintiere in Erfurt, speziell bei Herrn Dr. Bodo Kröll, bedanken. Lilli wurde dort bisher ganz prima betreut und wir sind sicher, dass nun das Schlimmste hinter ihr liegt.

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05.01.2019

Ein Schaf, ein Post und ein Shitstorm. Es ist schon erstaunlich, was dabei herauskommt, wenn man sich öffentlich so seine Gedanken macht. Aus Erfahrung wissen wir, dass viele Menschen auf Internet-Plattformen ihre gute Kinderstube vergessen. Es wird beleidigt, was das Zeug hält, es wird verdächtigt, bezichtigt und verleumdet. Ich bin mittlerweile zum "Todesengel" eines Kamerunschafs mutiert und ganz offensichtlich scheinen sich einige Damen und Herren dazu berufen zu fühlen, sich um Kopf und Kragen zu schreiben. Uns wird die Kompetenz im Tierschutz abgesprochen, wir werden als Hundehändler und "Tiersch(M)utz der schlimmsten Form" tituliert, es werden Unwahrheiten und Verdächtigungen verbreitet. Schon lange geht es nicht mehr um Fakten, darüber könnte man sich mit vernünftigen Menschen ja auch unterhalten, nein es geht um Gefühle. Das Kamerunschaf hat einen Namen und es scheint, dass 'Gina' gegen alles und jeden verteidigt werden muss - selbst gegen einen Tierschutzverein, der einfach nur beobachtet und nachfragt. Wie wild gewordene Wespen kommen die Herrschaften aus allen Ecken und stürzen sich auf einen Feind - der gar keiner ist. Da wird gepredigt, dass "..unser Schaf schon seid Mai von kleinauf unterwegs ist...und alle Widrigkeiten überstanden hat....Nun hat sie Vorort noch Sylvester überstanden und nun kommt ihr Todesengel in Gestallt von Ihnen!? Frau Lied ich bitte Sie! Lassen Sie es einfach gut sein! Wie gesagt...wir Bobenheim-Roxheimer leben gut mit dem Schaf...Sie gehört zu uns!" 

Was kommt als nächstes? FREE GINA?! Ich finde es immer toll, wenn Menschen sich im Tierschutz engagieren, aber bei so manchen Posts habe ich dann doch meine Zweifel. Da geht es schon lange nicht mehr um Vernunft und um einen kompetenten Umgang mit einem Schaf, es wird unter die Gürtellienie geschlagen und das Ziel ist einzig und alleine die Verächtlichmachung seines Gegenübers. Wir werden uns an solchen Geschichten nicht beteiligen. Wenn man sich mal Gedanken über diese Art der Kommunikation macht, dann stellt man fest, dass sich, seit es Steinigungen und Verwünschungen gibt, nicht besonders viel verändert hat. Die Meute hetzt und trotzdem bleibt jeder in seiner sicheren Deckung. Man steinigt den von der Menge ausgemachten Delinquenten aus einer Komfortzone heraus und bewegt sich dabei im Schutz der Masse. Bequemer ist Genugtuung nicht zu haben. Bekannt ist, dass Menschen, die sich derart im Netz produzieren, dabei eine verstohlene Befriedigung verspüren. Einen Menschen zu treffen- ihn betroffen zu machen - und doch unerreichbar zu sein, ist für manche eine lustvolle Erfahrung. Wir werden uns für solche Spielchen nicht zur Verfügung stellen und das Thema nicht weiter öffentlich erörtern.

 

04.01.2019

Dass ein Schaf alleine in der Gemarkung herumrennt, ist ganz bestimmt nicht üblich und so hielten zwei unserer Mitglieder beim Fahren auf der alten B9 in Höhe Bobenheim-Roxheim erstaunt ihren Wagen an, um sich die ganze Sache mal genauer anzusehen. Mitten auf einem Acker stand ein braunes Schaf vor einer provisorischen Einzäunung aus transportablem Schafszaun.

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So etwas ist mehr als ungewöhnlich und deshalb informierten sie die Polizei. Die wusste schon bescheid und war nicht besonders interessiert. Das Schaf stünde dort schon einige Wochen, es hätte Einfangversuche gegeben, die nicht von Erfolg gekrönt gewesen wären und so würde man das Tier jetzt dort belassen. Natürlich riefen uns unsere Mitglieder an und fragten nach, ob das denn so in Ordnung sei und wir trauten unseren Ohren kaum, als wir die Geschichte hörten.

Um uns ein genaueres Bild zu machen, fuhren wir nach Bobenheim-Roxheim und informierten auch gleichzeitig den Wormser Tierschutzverein. Bei unserer Ankunft stellte sich alles so dar, wie es unsere Mitglieder berichtet hatten. Wir packten die Gummistiefel aus und liefen erstmal zu dem provisorischen Pferch. Es gab dort kein Wasser und auch kein Heu, allerdings lagen einige Strohballen dort. Es gab keinen Platz, auf dem das arme Tier trocken hätte schlafen können und keinen Unterstand, der ihm Schutz vor dem Regen gewährt hätte.

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Das Schaf ist sehr scheu und natürlich hatten auch wir keine Chance uns dem Tier zu nähern. Ein weiterer Anruf bei der Polizei machte uns dann etwas schlauer. Das Schaf sei schon einige Wochen an dieser Stelle, es würde aber die Straße meiden und so hätte man beschlossen, es dort zu belassen. Das Ordnungsamt wüsste bescheid und auch das Veterinäramt würde keinen Handlungsbedarf sehen. Wir konnten kaum glauben, dass bei einer so stark befahrenen Straße wie der alten B9 kein Handlungsbedarf bestehen sollte, hauptsächlich, als wir dann mit einer Anwohnerin sprachen, die uns erzählte, dass das Schaf schon vor Monaten bei einem Bauern ausgebüchst sei (laut Facbook ist das Schaf schon seit Mai 2018 unterwegs) und seit der Zeit immer mal wieder im Wohngebiet gesichtet würde. Es würde natürlich die Straße überqueren, aber bisher sei ja noch nichts passiert. Wenn man das allerdings publik machte, dann befürchtete man, dass das Schaf geschossen würde und das gelte es zu verhindern.

Wir sind ein Tierschutzverein und wir wollen ganz sicher nicht, dass das Schaf zu Schaden kommt, aber Untätigkeit und einfaches Wegsehen nutzen niemandem. Natürlich muss das Schaf eingefangen werden (dafür ist normalerweise der Besitzer des Tieres zuständig), immerhin wäre es möglich, dass das Schaf beim Wechseln der Straßenseite eine schlimmen Unfall verursacht, bei dem nicht nur das Tier selbst zu Schaden kommen könnte. Wie uns eine Anwohnerin berichtete, hatte der Bauer wohl schon vor Wochen die Gefahr erkannt und sich ganz elegant des Schafes entledigt. Er soll es an eine Schäferin verschenkt haben. Diese versucht nun ihrerseits, seit längerem das Schaf im Pferch anzufüttern. Irgendwie scheint uns diese Methode recht ungeeignet zu sein, denn das Tierchen steht auf einem abgeernteten Karottenacker, der natürlich vor Möhrenstücken nur so strotzt, auf dem Acker nebenan steht junger Spinat. Kein Schaf der Welt würde sich dann in einen Pferch begeben, in dem nicht einmal Futter liegt... Man sagte uns, dass auch der Versuch, das Tier mit einem Gewehr zu betäuben, fehlgeschlagen sei, außerdem hätte die Schäferin versucht, das Schaf mit zwei ihrer Hunde in den Pferch zu treiben, dieser Versuch sei abgebrochen worden, da das Tier entweder auf die direkt angrenzende Bahnlinie oder eben die alte B9 getrieben worden wäre, den Pferch hatte es geschickt gemieden.

Die ganze Situation ist eigentlich unglaublich. Da rennt ein Schaf wochenlang, vielleicht sogar schon monatelang durch die Gemarkung, es überquert regelmäßig eine vielbefahrene Hauptstraße und bewegt sich direkt an einer Bahnstrecke, was die 'Tierschützer' geflissentlich verschweigen, um einen Abschuss des Tieres zu verhindern. Bisher hat aber offensichtlich niemand von einem Abschuss gesprochen, denn weder das Ordnungs- oder Veterinäramt noch die Polizei wissen davon, dass das Tier regelmäßig im gegenüberliegenden Wohngebiet gesichtet wird. Wir haben mit einer Anwohnerin gesprochen, die uns bat, das Tier in Ruhe zu lassen. Sie war fest davon überzeugt, dass wir keinen "Staub aufwirbeln" dürften, weil wir sonst Schuld daran tragen würden, wenn das Tier letztendlich erschossen würde. Unser Einwand, dass aber doch auch Menschen zu Schaden kommen könnten, wurde abgetan - bisher sei ja auch nichts passiert.... Wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, dann merkt man doch, dass da etwas völlig daneben gegangen ist. Das Schaf hat nichts auf dem Feld zu suchen, es gefährdet den Verkehr und damit Menschenleben, weder das Ordnungsamt, das Veterinäramt oder die Polizei scheinen davon zu wissen und dulden denentsprechen ein wirklich gefährliche Situation. Vermeintliche 'Tierschützer' haben Angst, dass ein Schaf erschossen wird und nehmen billigend in Kauf, dass Menschen verunglücken!? Zu all diesem haarstäubenden Quatsch kommt dann noch, dass das Leid des Tieres komplett ausgeblendet wird, man 'gönnt' ihm die Freiheit und sieht nicht einmal, dass es kein sauberes Wasser, keinen trockenen Schlafplatz, kein Futter und natürlich auch keine Herde hat. Was hat das alles noch mit Tierschutz zu tun? NICHTS! Wir sind mehr als erstaunt, dass auch das Wormser Tierheim sich hier nicht in der Pflicht sieht und uns am Telefon abwimmelt. Na wenn es so ist, dann wird man in Worms/Bobenheim-Roxheim/Frankenthal wahrscheinlich erst wach, wenn es zu einem Unfall gekommen ist - wollen wir mal hoffen, dass dann kein Mensch zu Tode kommt, nur weil niemand sich in der Pflicht sah, einem Schaf zu helfen.

Wie wir heute Abend erfahren haben, hat sich nun auch die Schäferin von dem Gedanken das Schaf noch einfangen zu können, verabschiedet, sie sagte der Rheinpfalz: "Im Hintergrund, vor allem im Internet, in den sozialen Netzwerken, agieren zu viele Leute, die offenbar alles besser wissen." Wieso sie den für am Samstag geplanten nochmaligen Einfangversuch nun aber tatsächlich abgesagt hat, wissen wir nicht. Nur weil irgend jemand im Internet seinen Senf zu dem Thema abgegeben hat, kündigt man ja nicht sein Engagement für ein Tier auf. Stattdessen dürfte mittlerweile wahrscheinlich klar sein, dass man das Schaf nicht anfüttern kann und vielleicht ist man auch nicht mehr bereit, die Verantwortung für das Tier und den Schaden, den es anrichten kann, zu tragen.

Wir werden am Montag beim Ordnungsamt nachfragen, wem dieses Schaf überhaupt gehört und was nun mit ihm passieren soll. Wir denken, die jetzige Situation ist unerträglich und finden es auch mehr als unfair, irgendwelchen Internet-Usern nun den schwarzen Peter und den "Abbruch der Fangaktion"' zuzuschieben. Fakt ist, dass es bisher wohl niemandem gelungen ist, das Schaf einzufangen. Vielleicht hat ja das Ordnungs- oder Veterinäramt eine Lösung parat, auf jeden Fall kann die Situation so nicht weiter toleriert werden- weder für das Schaf noch für die Verkehrsteilnehmer. Vielleicht kann, wenn die Besitzverhältnisse geklärt und die Gefahr erkannt ist, die Berufstierrettung Rhein-Neckar Hilfestellung beim Einfangen des Kamerunschafs leisten. Privatleute und dafür nicht ausgerüstete Tierschutzvereine sind mit einer derartigen Problematik garantiert überfordert. Stellt sich eigentlich nur die Frage, wer so etwas beauftragen muss und wer die Kosten dafür zahlt. Dass es schnell gehen muss, dürfte mittlerweile wohl jedem klar sein.

 

03.01.2019

Unser kleiner Gulliver hat ganz offensichtlich Probleme mit seinem Magen, der macht im Augenblick die wildesten Geräusche. Ob es sich wieder zu einer Dickdarmentzündung auswächst oder diesemal nur auf den Magen beschränkt, wissen wir nicht, deshalb werden wir morgen früh direkt beim Tierarzt auf der Matte stehen und hoffen, dass man ihm gleich helfen kann und es nicht noch schlimmer wird. Arca geht es ebenfalls nicht so gut, wahrscheinlich können wir sie direkt mitnehmen. Sie hat die ganze Zeit Kortison bekommen, da wir den Verdacht hatten, dass sie von ihrem Herzmedikament bricht und mit Darmentzündungen reagiert. Nun ist das Kortison seit 2 Tagen aubgesetzt und schon fängt alles von vorne an. Wenn es eine Alternative zu dem Herzmedikament geben würde, wäre ihr wirklich geholfen - leider gibt es die nicht.

Es gibt aber auch tolle Nachrichten, wir haben beim Tierschutz-Shop mittlerweile 1100 kg Futter für die notleidenden Hunde und Katzen in Spanien gespendet bekommen. 1000 kg hatten wir uns für den Jahreswechsel vorgenommen und tatsächlich sind es sogar 100 kg mehr geworden. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Spendern bedanken! Weit mehr als die Hälfte des Weges liegt nun hinter uns und vielleicht schaffen wir es ja wirklich, bis zum März noch 700 kg zusammen zu bekommen. Wenn man es in Hundefuttersäcke zu 15 kg umrechnet, dann sind es nur knapp 47 Säckchen. :) Das ist garantiert zu schaffen!

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Von Lolon gibt es auch wieder Neuigkeiten, der Bub hat nun fast sein Normalgewicht erreicht. Er sieht jetzt richtig gut aus, nicht mehr so rippig und ausgezehrt, sondern straff, muskulös und sportlich. Mit Angelo spielt er am liebsten, die beiden flitzen wie geölte Blitze durch den Garten und über die Wiese, es macht wirklich Spaß zuzusehen. Lolon bleibt ohne Probleme 2-3 Stunden alleine zuhause, wir haben es ganz langsam angehen lassen und sicher kann man das auch noch etwas ausbauen. Er ist stubenrein und ein total verschmuster, sensibler und ganz besonders liebevoller Hundebub. Für ihn suchen wir eine nette, tierliebe Familie mit 'Hundeverstand'! Vielleicht wäre Lolon ein toller Zweithund, bei uns hatte er mit allen unseren Hunden viel Spaß.

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Auch Leo sucht noch immer seine Familie. Der hübsche Junge ist nun 2 Jahre alt und wird auf den Fotos offensichtlich immer übersehen. Wer Leo live erlebt, ist grundsätzlich begeistert von dem lieben Kerl. Wieso er bisher noch kein endgültiges Zuhause gefunden hat, wissen wir nicht. Leo fährt gut im Auto mit, geht schön an der Leine, kann auch mal alleine daheim bleiben, ist verträglich mit anderen Hunden und ist eine echte Schmusebacke. Katzen findet er doof... mit ihnen möchte er nicht unter einem Dach leben!

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Dass Trosky auf seiner Pflegestelle noch auf seine Menschen wartet, ist ganz besonders traurig. Er ist positiv auf Leishmaniose getestet, hat aber keinerlei Probleme und ist perfekt auf Allopurinol eingestellt. Ganz offensichtlich gibt ihm niemand eine Chance... Trosky ist ein extrem lieber Hund, er ist verspielt, liebt jeden Menschen und auch jeden anderen Hund, es gibt nicht Schlechtes über ihn zu berichten. Dass 10 € im Monat für Medikamente, die man ihm 2 x am Tag geben muss, der Grund sein sollen, dass er nicht einmal einen Interessenten hat, kann ich kaum glauben. Leishmaniose ist nicht ansteckend und auch kein Todesurteil, mit der richtigen Ernährung und seinen Tabletten hat er gute Chancen, ein alter Hund zu werden. Wir sind doch alle nicht perfekt, ich finde es schlimm, dass selbst im Tierschutz niemand einen Hund mit einem kleinen Handycap übernehmen möchte. Wir drücken Trosky auf jeden Fall mal ganz feste die Daumen! Der Bub ist eine Bereicherung für jede Familie und ganz bestimmt findet auch er 2019 seinen Menschen!

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02.01.2019

Unsere Hunde und die unserer Mitglieder sind an Silvester zum Glück alle sicher untergebracht gewesen. Leider sind andere Nasen trotz Suchaktionen immer noch nicht wieder daheim. Wir können nur hoffen, dass alle wieder gesund gefunden werden oder von selbst nach Hause finden. Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, wie sinnvoll ein Chip ist, immerhin kann so nach dem Auffinden des Tieres sofort der Besitzer informiert werden. Es gibt aber auch etliche Tiere, die zwar gechipt, aber dummerweise nicht registriert sind. So ist es leider nicht möglich, dem Besitzer mitzuteilen, dass sein Tier gefunden wurde. Man hätte sich das Setzen eines Chips in diesem Fall auch sparen können. Viele Leute glauben immer noch fälschlicherweise, dass die Registrierung mit dem Setzen des Chips 'automatisch' erfolgt. Und wer denkt, dass über den normalen Chip eine Ortung des Tieres vorgenommen werden kann, liegt auch komplett falsch.

Dass es eine solche Methode allerdings gibt, spricht sich immer mehr herum. Das Tractive GPS Ortungsgerät ist zwar erheblich größer als ein Chip (der ja bekanntlich unter die Haut des Tieres gespritzt wird), bietet jedoch die Möglichkeit, das Haustier in Echtzeit zu lokalisieren sowie es jederzeit ganz einfach zu verfolgen. Das Ortungsgerät ist in etwa so groß wie ein Autoschlüssel und wird am Halsband oder Brustgeschirr des Hundes befestigt. Der Tractive GPS Tracker funktioniert dank des GPS-Modells, das im Ortungsgerät verbaut ist, problemlos. GPS- und Bluetooth-Tracker können beide zur Ortung verwendet werden. Das heißt, man ist immer selbst in der Lage, seinen Hund per Smartphone zu lokalisieren und ist beim Einfangen nicht unbedingt auf fremde Personen angewiesen, was gerade bei Angsthunden wichtig ist. Gerade für Hunde, die dazu neigen, in Schrecksituationen das Weite zu suchen, empfiehlt sich der Tracker. Wir haben diese Geräte auf den entsprechenden Plattformen schon für ca. 30 - 40 € gefunden und finden, dass es eine durchaus sinnvolle Anschaffung sein kann.

Wie wir schon vor einigen Wochen mitgeteilt haben, möchten wir uns in 2019 verstärkt um die Versorgung der Tiere in Spanien und auf den Azoren bemühen. Das bedeutet auf der einen Seite, ausreichend Futter zur Verfügung zu stellen, aber auch Kastrations- und Bauprojekte zu fördern. Dafür benötigen wir Geld - viel Geld! Da wir nicht hoffen können, diese doch erheblichen finanziellen Mittel gespendet zu bekommen, werden wir versuchen, durch Märkte, Feste und auch durch den Phönix-Shop etwas Geld dazuzuverdienen. Wir möchten euch deshalb nicht nur den Tierschutz-Shop wegen der Futterversorgung der Tiere ans Herz legen, sondern auch auf den Phönix-Shop aufmerksam machen, in dem von tierlieben Menschen gespendete Dinge verkauft werden. Das Angebot ist groß und wird in den nächsten Wochen noch erweitert. Wir hoffen, dass jeder Hunde- und Katzenliebhaber dort etwas für sich und seinen Vierbeiner finden kann. Der Erlös aus dem Phönix-Shop geht zu 100 % an die Tierhilfe Phönix e.V. Ihr erreicht den Phönix-Shop hier oder durch Klick auf das Banner rechts oben auf dieser Seite.

 

01.01.2019

Das neue Jahr ist endlich da und die Knallerei scheint überstanden zu sein. Wir hoffen, dass keiner zu Schaden gekommen ist und auch alle Tiere wohlauf sind. Unsere Hunde hatten bei den ersten viel zu früh losgegangenen Böllern Angst, haben sich aber beruhigt, nachdem ich den Fernseher laut gedreht und die Rollläden geschlossen hatte. Die Pferde sind zum Glück auch recht cool geblieben. Ihnen machen die Böller weniger aus als die blitzenden Lichter am Himmel. Ich hoffe wirklich, dass dieser Quatsch bald verboten wird, wenn nicht, dann haben wir ab jetzt trotzdem wieder 364 Tage Ruhe!

Wie in jedem Jahr wird das neue Jahr oft mit guten Vorsätzen begonnen. Nehmt euch nicht so viel vor, oft werden allzu hoch gesteckte Ziele schnell als nicht erreichbar wieder verworfen. Trotzdem schadet es gar nichts, sich vorzunehmen, bei alltäglichen Handlungen wenigstens gelegentlich bewusst zu entscheiden, was man tut. Vielleicht nehme ich so öfters mal das Rad oder laufe, statt mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke zu fahren. Bestimmt wäre es auch sinnvoll, auf die Verpackung der Lebensmittel zu achten. Es kostet bestimmt oft nicht einmal mehr, die Gurke ohne Plastikhülle zu kaufen und bestimmt kann man zum Einkaufen einen Leinenbeutel mitbringen statt eine Plastiktüte zu benutzen. So werden es wohl die kleinen Dinge sein, die ich eher ändern kann als die wirklich großen und man sollte auch die Wirkung der Kleinigkeiten nicht unterschätzen. Wir können unser Leben, unsere Umgebung und unsere Umwelt allemal mitgestalten. Man kann seiner Meinung eine politische Stimme geben oder sich in Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen und Vereinen engagieren. Je mehr Menschen deutlich machen, dass sie etwas ändern wollen, desto größer ist ihre Macht. Es geht aber auch darum, dass ich als Individuum wahrgenommen werde, dass ich mich erkläre und meine Haltung vorlebe. Dann ist schon viel erreicht. Daheim zu sitzen und zu denken, dass wir sowieso nichts ändern können, ist ganz bestimmt der falsche Weg. In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches 2019!

 

Hier geht’s zum Tagebuch-Archiv!

 

 

 

 

 

 

 

 

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aktualisiert am 18.01.2019

 

 

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