Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

29.06.2022

Nachdem nun Leonie (Cruz) ein tolles neues Zuhause gefunden hat, haben wir einen weiteren Schatz ausgesucht. Tomas darf bald schon Spanien verlassen und wird bei Renate und Gabi - wenn ich mich nicht sehr irre, Pflegi Nummer 27 werden. Unsere Pflegestelle in Polch ist wirklich der absolute Spitzenreiter und die beiden Pflegefrauchen sind die erfahrensten Hundemütter, die wir haben. Auch die neuen Halter von Leonie haben die beiden ganz doll gelobt. Beratung, Pflege des Hundchens auf der Pflegestelle und natürlich die Einweisung der neuen Halter sind top. So etwas ist nicht selbstverständlich und deshalb sind wir auch sehr stolz auf unsere Pflegestellen, die das alle ganz großartig machen. Ganz herzlichen Dank an euch alle! Ihr seid es, die die Hunde auf ihr Leben in Deutschland vorbereiten und ihr seid die wichtige Schnittstelle zwischen Spanien und Deutschland. Mit eurem Tun repräsentiert ihr die Tierhilfe Phönix und das macht ihr wirklich toll! Die neuen Halter, wir und natürlich die ganzen Hundchen, die ihr in ein neues, tolles Leben entlassen habt, sind euch sehr, sehr dankbar!

Wir freuen uns jetzt schon auf Tomas, er soll ein absoluter Schatz sein und wir sind sicher, dass wir auch für ihn ein wunderschönes Zuhause finden!

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Mimi ist auch noch bei uns, wahrscheinlich findet sie ihr neues Zuhause erst nach den Sommerferien... Auf jeden Fall haben wir sie schon einmal mit zum Frisör genommen, sie soll ja ganz besonders hübsch aussehen und so hat unsere liebe Sigrun Hunschok aus Seibersbach Mimi und Mickey einen tollen Sommerschnitt gemacht. Wir lieben Sigrun dafür, dass sie unglaubliche Geduld mit den Hunden hat. Wir haben noch nie ein lautes Wort bei ihr gehört oder gesehen, dass sie mal etwas fester zugefasst hätte. Mimi war wirklich unruhig und wollte erstmal gar keine neue Frisur haben, doch Sigrun hat sie wunderbar ausgetrickst und dann sogar eine tolle Frisur hingezaubert.

Ihre Geduld ist unfassbar und sie ist grundsätzlich wahnsinnig liebevoll mit den Hunden. Mickey freut sich immer schon auf seinen Termin, er weiß, dass er die ganze Zeit verwöhnt wird und Sigrun auch mal ein Leckerchen springen lässt. Ich habe mal ein paar Bilder während des Frisörbesuchs gemacht, die Hunde sehen echt relaxt aus.

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Mickey ist jetzt wieder so kurzhaarig wie ein Veloursteppich und Mimi hat einen hübschen Sommerschnitt. Jetzt sieht man endlich mal ihr niedliches Frätzchen und Mickey ist ganz stolz, dass man jetzt seine dicken Muskeln an den Hinterbeinen wieder sieht!!! :) Er ist schon ein stattlicher Rüde geworden und hat keine Ähnlichkeit mehr mit dem Häufchen Elend, das wir damals aus der Tötung geholt haben.

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27.06.2022

Cruz ist vermittelt! Wir sind ganz begeistert von dem neuen Zuhause und würden dort gerne mal Urlaub machen. Cruz heißt jetzt Leonie und wohnt auf einem Berg. Die Straße schlängelt sich nach oben und in jeder Kurve geht eine kleine Sackgasse ab, in der ein Haus steht. Der Blick über Weiden und Wälder ist herrlich. Keine Hochspannungsmasten und Windräder, kein Fluglärm und eine Ruhe, von der wir hier nur träumen können. Die Hessen haben zwar den Flughafen, aber wir haben den Krach abbekommen, irgendwie ungerecht... Leonie ist auf jeden Fall super vermittelt und wir können ganz sicher sein, dass sie ein wunderbares Leben führen wird. Hoffen wir mal, dass sich auch noch jemand für ihr Töchterchen findet!

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25.06.2022

Wir haben nette Interessenten für die kleine Cruz und wir hoffen, dass sich auch bald jemand für ihr Töchterchen Mimi melden wird. Es ist kaum zu glauben, aber Mimi hatte in den letzten Wochen nur 2 Interessenten, beide kamen leider nicht in Frage.

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass die beiden kleinen Hundchen blitzschnell vermittelt sein werden. Vielleicht liegt es an der Urlaubszeit, aber bisher konnten wir die Anfragen für beide an einer Hand abzählen. Es sind perfekte kleine Hündchen, keine Problemtiere. Trotzdem war noch nicht das passende Zuhause dabei. Warten wir mal das Vorgespräch für Cruz ab, wir fahren dafür in die Aschaffenburger Ecke und sind wirklich mal gespannt.

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Jetzt haben wir einen zweiten Alexandersittich gebracht bekommen, der arme Kerl ist mit einem Auto kollidiert und hat einen Riss im Schnabel. Das wird wieder herauswachsen, braucht allerdings Zeit. Auch diesen Vogel wollte keiner aufnehmen. Man sei voll belegt, man solle ihn einfach sitzen lassen, man könne da sowieso nichts machen usw... Irgendwie schade! Es ist ein Wildvogel und auch die Klinik hat direkt darauf hingewiesen, dass die Behandlung Geld koste und man bei den Behörden bescheid sagen solle, sonst bliebe man selbst auf den Kosten sitzen. Wenn bei der Kreisverwaltung allerdings niemand mehr da ist und sich auch die Polizei nicht für einen Vogel interessiert, das Tierheim überfüllt ist und man überall nur abgewiesen wird, was ist dann der nächste Schritt? Richtig - die Leute lassen das Tier sitzen und fahren einfach weg. Man darf es den netten Findern nicht so schwer oder gar unmöglich machen, sonst werden immer mehr Wildtiere sinnlos verenden, die man mit wenig Aufwand wahrscheinlich hätte retten können. Immer nur aufs Geld zu sehen, hat wenig mit Tierschutz zu tun und gerade eine Tierklinik sollte eine kleine Reserve für Wildtiere übrig haben. Unser Finder war jedenfalls sehr nett und motiviert, er hat den Sittich zu uns gebracht und hier wird er so lange versorgt, bis er wieder alleine zurecht kommt und dann natürlich ausgewildert wird. Im Augenblick findet er seine Pflegerin echt doof und macht ein riesen Tamtam, wenn sie sich dem Käfig nahert. So muss es bleiben, denn nur ein Vogel, der wild geblieben ist, kann in der freien Natur wieder seinen Platz einnehmen.

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23.06.2022

Die letzten Tage waren wirklich stessig, der ganze Schreibkram und das ständig klingelnde Telefon machen uns langsam mürbe. Ich wünsche mir einige Tage Urlaub ohne Katastrophen. Irgendwie gibt es täglich Notfälle, die oft genug überall abgewiesen wurden und dann bei uns hängengeblieben sind. Ich versuche wirklich, jedem Tier zu helfen, und sei es nur mit dem Herausfinden der Telefonnummer einer Greifvogelstation oder einer dienstbereiten Klinik. Manchmal sind es aber auch Igel, die in einem Elektrozaun hängengeblieben und verendet sind, dann muss man hinfahren und nachsehen, ob der Schäfer den richtigen Zaun verwendet hat und die unterste Litze wirklich nicht stromführend ist, überhaupt eine Genehmigung vorliegt und, und, und. Viele Fahrten stellen sich im Nachhinein als unnötig heraus, trotzdem darf man es sich hier nicht zu leicht machen und immer nur abwiegeln. Viele Tierschutzvereine machen sich nicht einmal die Mühe rauszufahren und nachzusehen. Manchmal stellen wir solchen Kontrollen Dinge fest, die wirklich tierschutzrelevant sind und sofort abgestellt werden müssen. Ziegen, die in praller Sonne ausharren, kein Wasser haben und wo auch kein Unterstand vorhanden ist, gehören genauso dazu wie Pferde, bei denen nicht einmal ein Baum auf der Weide wächst und die ebenfalls der brennenden Sonne schutzlos ausgeliefert sind. Da sind wir dankbar, dass so mancher Bürger wirklich ein waches Auge hat und uns informiert. Andererseits werden natürlich auch blöde Nachbarschaftsstreitigkeiten oft auf unserem Buckel ausgetragen. So etwas ist lästig, unschön und natürlich unnötig!

Die Hitze hat in den letzten Tagen viele Jungvögel aus dem Nest getrieben. Im Augenblick haben wir täglich Anrufe wegen Ästlingen und auch wirklich hilfsbedürftigen Küken. Am Telefon ist das schwer zu unterscheiden. Die Leute differenzieren bei den Vögeln oft nicht und sprechen bei einem herumhüpfenden Ästling, der seine ersten Flugversuche macht, oft von einem angefahrenen oder vermeintlich verletzten Vogel. Manchmal sind auch die Beschreibungen der Tiere merkwürdig, zum Beispiel sprach letztens jemand von einem offensichtlichen Exoten, einem bunten Vogel mit blauen Federn, ganz sicher kein einheimischer Vogel. Beim genauen Hinsehen war es ein Eichelhäher.

Auch wenn es für manche Menschen eine Neuigkeit ist, in Deutschland leben wilde Papageien. Zur Zeit haben wir sogar einen in Pflege. Es sind Alexandersittiche (auch: Halsbandsittiche), die vor vielen Jahren entflogen sind und sich hier wunderbar vermehren konnten. Wer schon einmal in Mainz am Rhein spazieren war oder auch am Schiersteiner Hafen, könnte Schwärme von ihnen gesehen haben. Es sind wunderschöne grüne Sittiche, die wir mittlerweile sogar recht oft gebracht bekommen. Trotzdem gibt es natürlich auch Papageien, die entfliegen und eine Beringung tragen. Das macht es dann ganz leicht, sie dem Besitzer wieder zuzuordnen.

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21.06.2022

Wir wundern uns immer wieder, dass manche Menschen offenbar einfach nichts dazulernen. Eine Beschlagnahmung von Wildtieren und ein Verbot der Aufnahme und des Haltens solcher Tiere sollte doch ausreichend sein, um zu verstehen, was die untere Naturschutzbehörde und das Veterinäramt damit vermitteln möchten. Die sogenannte 'Wildtierhilfe Löwenherz' in Gundersheim scheint aber etwas länger als andere zu brauchen und so gab es jetzt tatsächlich eine zweite Beschlagnahmung von Wildtieren, diesesmal war dann auch noch das Sondereinsatzkommando mit dabei. Mir ist so etwas wirklich unverständlich, aber wir haben uns ja an diesem Herren auch schon zur Genüge abgearbeitet. Ganz offensichtlich hat es ja ebenfalls nichts genutzt.

Da natürlich auch weiterhin um Spenden gebettelt wurde, die für die 'Wildtierhilfe Löwenherz' sein sollten - diese aber gar nicht existent ist, dürfte es sich auch noch um einen Spendenbetrug handeln. Das Finanzamt wird sich so etwas auch nicht ewig gefallen lassen und, ehrlich gesagt, empfinden auch wir so etwas schlichtweg als Betrug und haben deshalb Schritte eingeleitet.

Dass es Herr T. K. mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, durften wir schon einige Male miterleben, da wurde uns erzählt, dass sein Haus durch einen Brand im Nachbarhaus schwer beschädigt wurde und er deshalb alles verloren habe, dann erfuhren wir, dass es sich weder um sein Haus handelte, noch dass er etwas verloren hatte. Die von ihm widerrechtlich gehaltenen Füchse wurden auch nicht wieder ausgewildert, sondern müssen nun in einem geschützten Bereich leben, da sie von ihm gezähmt wurden und auch deshalb nicht ausgewildert werden konnten. Er hatte, vielleicht fand er es ja lustig, Bilder von sich auf der Toilette sitzend, mit der Unterhose in den Knieen hängend und einem Füchschen darin sitzend, bei Facebook veröffentlicht. Wir finden, lustig geht anders. Füchse dürfen in Menschenhand nicht gezähmt werden, sonst können sie nicht mehr ausgewildert werden. So etwas hat nichts mit Tierschutz oder gar mit Fachwissen zu tun. So etwas ist schlichtweg dumm. Ein Großteil der von ihm gehaltenen Wildtiere musste nach der Beschlagnahmung eingeschläfert werden, denn sie waren in erbärmlichen Zustand. Natürlich ist jeder, der geglaubt hatte, das es sich bei Herrn T. K. um einen Falkner handelt, ebenfalls angeschmiert gewesen. Wir wundern uns bis jetzt, wieso Herrn K. in einem Gartenhaus ohne Wasser, Strom und Toilette hausen darf. Dass er das gesamte Areal vor einigen Jahren für 500.000 € gekauft hat, halte ich ebenfalls für ein Hirngespinst.

Das Wasser des auf dem Gelände befindlichen Brunnens stinkt erbärmlich und genau mit diesem Wasser werden die noch dort verbliebenen Haustiere versorgt. Hunde, ein Pferd, Schafe, Enten und Hühner, Gänse, Bilche (geschütztes Wildtier, verboten) und leider auch zwei Wildschweine, die, mit Auflagen versehen, dort noch immer gehalten werden, müssen mit dieser stinkenden Brühe vorlieb nehmen. Das Veterinäramt ist natürlich im Bilde und sicher wird es auch irgendwann noch aktiv werden, zur Zeit allerdings hat sich Herr K. nun wohl auf Haustiere verlegt und die müssen jetzt in diesem Elend erstmal weiter ausharren. Das eine Schwein wurde in einem 100 Quadratmeter großen Gehege untergebracht, die zweite Sau vegetiert in einem kleinen Käfig dahin und ist mittlerweile völlig gestört. Die beiden Tiere können nicht vergesellschaftet werden, sie sind nicht kastriert.

Man wundert sich wirklich, wieso die Presse nicht schon längst darüber berichtet hat und die Bevölkerung endlich Kenntnis von diesen schockierenden Zuständen bekommt. Die originäre Aufgabe einer Zeitung sollte es doch wohl sein, die Bürger zu unterrichten und ggf. auch zu warnen. In diesem Fall blieb das aus und so bringen die Menschen, die nicht wissen, dass es weder eine Wildtierhilfe noch eine Tierhilfe an dieser Stelle gibt, munter weiter die Tiere zu diesem Herrn. Er verfügt weder über Fachwissen noch über die erforderlichen Genehmigungen, dass hält ihn ganz offensichtlich nicht davon ab, auch weiterhin Tiere anzunehmen und natürlich gleich die Spenden mit dazu. Wir möchten an dieser Stelle nochmal darauf aufmerksam machen, dass mittlerweile einige Strafanzeigen von uns bei der der Staatsanwaltschaft liegen. Wir hoffen, dass diese jetzt endlich tätig wird!

 

19.06.2022

Aus gegebenem Anlass möchten wir nochmal daraufhinweisen, dass es keine Wildtierstation in Gundersheim gibt. Die 'Wildtierhilfe Löwenherz' hat keine Genehmigung und darf kein Wildtier aufnehmen! Um den Tieren viel Leid zu ersparen, bitten wir darum, Fundtiere nur dort abzugeben, wo die Sach- und Fachkunde vorhanden ist! Es geht nicht darum, ein Wildtier einfach an irgendjemanden loszuwerden, sondern es in fachkundige Hände zu geben, damit es eine Überlebenschance hat. Bitte lasst euch ggf. die Genehmigungen der betreffenden Personen vorlegen! Bitte überlegt auch genau, wem ihr euer schwer verdientes Geld anvertraut. Grundsätzlich kann natürlich jeder um eine Spende bitten, aber denkt immer daran, dass nicht überall, wo Tierschutz draufsteht, auch Tierschutz drin ist! Gemeinnützige Tierschutzorganisationen, die gesetzeskonform arbeiten, dürfen eine Spendenquittung ausstellen. Das Finanzamt stellt hierzu einen Freistellungsbescheid aus. Dieser beruht auf der Prüfung der Steuerunterlagen, wobei darauf geachtet wird, dass die Vereinstätigkeit mit den Zielen der Satzung übereinstimmt. Wer nicht den privaten Lebensunterhalt von irgendwelchen Betrügern bezahlen will, sollte sich diesen Freistellungsbescheid einfach zeigen lassen.

Jemand, der also z. B. keine Genehmigung zur Haltung/Aufnahme von Wildtieren hat, kann sich kaum Wildtierhilfe nennen. Spenden unter diesem Namen einzusammeln, ist also ganz sicher nicht ok. Wie gesagt, privat kann man gerne um Spenden bitten, dann sollte man aber auch so fair sein und dazusagen, dass das Geld sicher nicht für Wildtiere verbraucht wird und man für diese Spendensammlung auch keine Genehmigung hat.

Wer sich nicht sicher ist, ob jemand tatsächlich alle Genehmigungen hat, kann das gerne bei den Behörden erfragen. Für Alzey/Worms sind das Veterinäramt in Alzey und für die Wildtiere das Amt für Naturschutz und Landespflege/Umweltschutz, ebenfalls in Alzey, zuständig. Ein Anruf genügt!

 

17.06.2022

Unsere schon vor Wochen aufgenommenen Entenküken sind nun endlich wieder in freier Natur. Wir hatten anfänglich etwas Sorge, dass sie zu zahm würden und wir Probleme beim Auswildern bekommen könnten. Zum Glück hat sich das als völlig unbegründet erwiesen, die Tierchen hatten nur menschlichen Kontakt, um sie zu füttern und das Schlafhaus zu schließen. Auch wenn die kleinen Federbälle noch so süß sind, man darf sie nicht auf den Menschen prägen. Ein zahmes Tier kann man nicht einfach wieder auswildern. Jetzt sind die beiden ausgewachsene Enten und wie es sich für Enten gehört, leben sie in einem Wasserlauf. Wir hoffen, dass sie sich im nächsten Jahr vermehren und die Population wächst.

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15.06.2022

Die 8 Paletten, die wir nach Spanien auf die Reise geschickt haben, sind endlich angekommen. Das Tierheim-Team von der Protectora Villena bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern und ist natürlich absolut glücklich über die vielen tollen Sachen.

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Gerade jetzt, während der Urlaubszeit ist es ganz besonders wichtig, dass wir ausreichend Futter im Lager haben. Die Monate Mai bis August sind die Zeit, in der die wenigsten Spenden eingehen. Die Menschen sind im Urlaub und kümmern sich eher um sich als um andere. In jedem Jahr müssen wir für diese Zeit ganz besonders vorsorgen. Leider sind auch in 2022 unsere Lager eher leer als voll und es ist wie immer schwierig, über die Sommermonate zu kommen.

Wir haben es nie so gemacht, dass wir euch schockierende Bilder gezeigt haben. Wir wissen, dass so etwas im Gedächtnis haften bleibt und für viele Menschen so belastend ist, dass wir das nicht verantworten wollten. Natürlich wären solche Bilder auf der anderen Seite aber auch sehr einprägsam und würden die Dringlichkeit unserer Bitten um Futter unterstreichen. Andere Vereine schockieren mit wilden Fotos und Videos und haben durchaus Erfolg damit, denn der Mensch ist ein 'Augentier'. Trotzdem denken wir, dass es für die Tierhilfe Phönix ausreichend sein muss, die Situation in Spanien zu schildern, um die Menschen dazu zu bewegen, sich vielleicht doch einmal einzubringen. Selbst kleine Spenden sind hilfreich und da wir keine Administration zu bezahlen haben und alle ehrenamtlich arbeiten, kommt auch jeder Cent dort an, wo er dringend gebraucht wird.

Für die Tiere im Tierheim ist die sommerliche Hitze genauso unerträglich wie für uns alle. Unsere Kollegen versuchen den Hunden mit kleinen Bademöglichkeiten zu helfen und natürlich werden die Beschattungen, die wir schon vor einiger Zeit nach Spanien geschickt haben, genutzt. In dieser heißen Zeit haben wir große Probleme mit kranken Hunden und Katzen, bei 45 °C im Schatten hat ein Tier mit einer Verletzung kaum noch eine Chance. Wenn es nicht sofort an einen schattigen Ort gebracht und mit Wasser versorgt wird, ist sein Schicksal besiegelt.

Dazu sind natürlich die allgegenwärtigen Parasiten im Sommer besonders aktiv. Zecken hängen in Trauben an den Ohren der Hunde, sie saugen sie regelrecht aus. So etwas gibt es in Deutschland zum Glück nicht. Die gefürchtete Sandfliege ist natürlich auch unterwegs und Tiere, die mit Leishmaniose infiziert wurden, haben leider kaum noch eine Chance auf Vermittlung. Viren, Bakterien, Blutparasiten, Verletzungen, Futtermangel und natürlich die allgegenwärtige Ignoranz sind gefährliche Feinde unserer Tiere.

Wir möchten euch nochmal auf unsere Wunschliste bei VETO aufmerksam machen und hoffen inständig, dass wir auch in diesem Jahr wieder zu den Glücklichen gehören, die an einer der tollen Aktionen von VETO teilnehmen dürfen. Ein ganzer LKW voll mit Futter würde uns alle ruhiger schlafen lassen und den Tieren das Überleben sichern.

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13.06.2022

Immer wieder müssen wir uns mit einem Thema auseinandersetzen, das uns allen viel Kopfzerbrechen und Herzschmerz bereitet. Tierquälerei ist etwas, das sich nicht immer auf den ersten Blick nachweisen lässt und natürlich ist die Bandbreite enorm groß. Angefangen von den Qualzuchten, bei denen die Tiere zum Teil nicht mal mehr richtig atmen können über die Herrschaften, die ihre Lieblinge so übergewichtig werden lassen, dass sie kaum noch gehen können bis hin zu dem sogenannten Münchhausen-Stellvertretersyndrom, bei dem Herrchen und Frauchen den Tieren absichtlich Gewalt antun, um sich dann als besorgte Retter zu inszenieren. In England und Amerika gibt es inzwischen Organisationen (National Link Coalition/USA, Links Group/Vereinigtes Königreich), die für interdisziplinäre Zusammenarbeit werben und die Verbindung zwischen Gewalt gegen Tiere und gegen Menschen in Zusammenhang bringen. Hier geht es darum, dass eine Analyse des britischen Sozialarbeiters James Stuart Hutton ergab, dass bei ca. 83 % der Familien, in denen Tierquälerei aktenkundig wurde, die Sozialbehörden die 'Herrschaften' schon kannten. Alleine in Deutschland werden in jedem Jahr mehr als 200.000 Fälle von häuslicher Gewalt erfasst, die Dunkelziffer wird weitaus höher sein, da viele Betroffene sich aus Scham gar nicht erst an die Behörden wenden.

Wer Tiere quält, ist fast immer auch eine Gefahr für Menschen. Im Umkehrschluss könnte die Tierarztpraxis vielleicht der erste Ort sein, an dem Gewalt in der Familie auffällt. Mysteriöse Verletzungen bei Tieren sollten die Ärzte sowie das tierärztliche Personal hellhörig werden lassen. Es sollte zur Ausbildung dazu gehören, solche Verletzungen erkennen zu können. Leider ist es bei uns noch völlig unbekannt, was in anderen Ländern schon Standard ist. Ein Netzwerk von ansprechbaren Hilfsorganisationen gibt es sicherlich beim Humanmediziner, nicht aber beim Tierarzt. Es müssen Schulungen angeboten werden, die Verbindungen zwischen Gewalt gegen Tiere und Menschen müssen bekannt sein und interdisziplinäre Zusammenarbeit darf kein Fremdwort mehr sein.

Tatsächlich erschien im März in einem Fachblatt für niedergelassene Ärzte ein Artikel, in dem es zum Thema hieß: Solche Fälle "kommen auch im tierärztlichen Alltag eines Kleintierpraktikers leider immer wieder vor und können den Tierarzt überfordern".

Es ist uns eine schreckliche Vorstellung, dass Menschen und Tiere in Familien Opfer von Gewalttaten werden und wir finden, es ist an der Zeit, schon während des Studiums die zukünftigen Veterinäre so zu schulen, dass sie in der Lage sind, solche Verletzungen beim Tier zu erkennen. Natürlich sollten alle Tierärzte schnellstmöglich ein Netzwerk an die Hand bekommen, das ihnen bei Verdachtsfällen behilflich ist.

Wie weit die Wut einzelner Menschen gehen kann, konnte man zuletzt an einem Landwirt erleben, der aus Zorn darüber, dass seine Ehefrau aus der gewalttätigen Beziehung flüchtete, 600 Schweine tötete!

Wer Verletzungen bei einem Tier bemerkt, die womöglich nicht durch Unfälle entstanden sind,sollte hellhörig werden. Womöglich sind nicht nur Hund oder Katz, Meerschweinchen oder Pferd in akuter Lebensgefahr!

 

11.06.2022

Für unsere beiden Pferde war es mal wieder so weit. Die Huforthopädin war da und hat sich um die Füße der beiden gekümmert. Unser Stutchen kann nicht mehr so gut auf drei Beinen stehen und braucht manchmal eine kleine Pause. Wir sind froh für jeden Tag, an dem es ihr gut geht. Dieses Jahr beobachten wir zum erstenmal, dass sie trotz Weidegang nicht zunimmt. Es ist das Alter und wir müssen einsehen, dass beide keine jungen Hüpfer mehr sind, sondern sehr alte Pferde. Der Bub hat seit seinem Sturz einen Beckenbruch, er ist sehr eingeschränkt und kann selbst nach 6 Monaten noch nicht richtig laufen. Schmerzen hat er nicht und so lassen wir ihn mit seiner Mutter auf der Koppel. Er ist ein altes Pferd und natürlich wissen wir, dass das nicht ewig so weitergehen wird. Dass die beiden Pferde trotzdem ihr Leben genießen, könnt ihr euch mal in einem Video ansehen. Als es so heiß war, haben die beiden eine Dusche bekommen, sie lieben das und genießen die Abkühlung sehr. Ich finde, man sieht ihnen das Alter nicht an.

 

09.06.2022

In den letzten Tagen überschlagen sich bei uns die Themen, wir haben wahnsinnig viel zu tun und werden ständig durch Notfälle abgerufen. Immer wieder sind es nette und sehr tierfreundliche Menschen, die uns wegen Ästlingen anrufen und nicht verstehen wollen, dass wir diese Vögelchen nicht mitnehmen. Ich kann nicht zählen, wie oft ich dieses Thema nun schon genauestens erklärt habe, trotzdem glaubt man uns oft nicht und meint, wir seien keine Tierschützer, wenn wir den fast schon flüggen Vogel nun den Katzen überlassen würden... Natürlich gibt es auch Anrufe für andere Wildtiere, manchmal sind es Greifvögel, für die der NABU zuständig ist und ab und zu sind es auch Entchen, die von der Mutter zurückgelassen wurden, Schildkröten, die wir bei den Behörden anmelden müssen oder Papageien, die nicht entflogen, sondern mittlerweile bei uns heimisch sind. Igel haben Unfälle mit Mährobotern, sind von Fliegeneiern besiedelt oder müssen aus Lichtschächten gerettet werden. Jedes Tier zählt und natürlich sollen alle eine perfekte Pflege bekommen. Es gibt immer wieder Dinge, die man dazulernen kann und manchmal gehört auch dazu, ein Buch über die Aufzucht bei uns seltner Tierarten zu lesen. Natürlich hänge ich auch oft am Telefon, um mich über die rechtlichen Hintergründe schlau zu machen. Dass wir nicht jedem Tier gerecht werden können, ist klar, allerdings dürfen wir auch nicht alle Tiere unterbringen oder über einen längeren Zeitraum beherbergen. Für alles gibt es Bestimmungen und Gesetze und natürlich versuchen wir, alles richtig und gesetzeskonform zu machen. Manchmal ist das gar nicht so einfach, da es durchaus ganz unterschiedliche Auslegungen der Gesetze gibt oder unterschiedliche Auffassungen Grund zur Nachfrage oder gar zur Diskussion geben. Mit manchen Ämtern kommt man gut klar, mit anderen weniger gut... Trotzdem muss immer eine Lösung her und im besten Fall ist sie auch für das betreffende Tier perfekt.

Zu dem normalen Wahnsinn kommt natürlich auch noch unsere eigene Bande. Mimi hat sich mittlerweile supergut integriert und mischt das Rudel auf. Sie hat sich toll entwickelt und aus dem doch eher ruhigen Hundchen ist ein vorwitziger Junghund geworden. Mimi fegt durch unseren Garten und Angelo und Lupine erziehen sie - wir natürlich auch :). Mickey ist total verliebt in das kleine schwarze Mädchen und sie legt ihm tatsächlich die kleinen Pfötchen um den Hals. Sie ist ein Engelchen. Schade nur, dass sie bisher keinen Interessenten hatte, der auch nur annähernd gepasst hätte. Menschen, die uns anschreiben und nur Forderungen an den Hund stellen, sind sicher nicht die Richtigen für die kleine Mimi. Sie sollte stubenrein sein, keine Haare verlieren, alleine bleiben können, mit Kindern perfekt sein, nichts kaputt machen, gut im Auto mitfahren können und natürlich leinenführig sein und keinen Jagdtrieb haben... hallo? Das Hundchen ist 6 Monate alt!!! Manche Dinge muss man tatsächlich mit dem Hund noch selbst erarbeiten und wer das nicht versteht, der bekommt die passende Antwort von uns.

Wir hoffen sehr, dass sich bald eine liebevolle Familie für die Kleine findet. Wier wissen, dass es in der Urlaubszeit nicht einfach ist, einen schwarzen Hund zu vermitteln. Wir wissen aber auch, dass Mimi ein Goldstück ist und dass der, der sie bekommt, einen Hauptgewinn machen wird.

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07.06.2022

Die Paletten sind endlich abgeholt worden. Ich kann euch gar nicht sagen, wie groß der Stein ist, der mir gerade vom Herzen gefallen ist! Ich bedanke mich ganz ganz herzlich bei den netten Mitarbeitern der Spedition, die das für uns und die Tiere möglich gemacht haben! DANKE, DANKE, DANKE!!!

Ein ganz herzliches Dankeschön geht natürlich auch an alle unsere Spender. Ohne eure Hilfe würden die Tiere in Spanien oft genug vor einem leeren Napf sitzen! Ihr seid einfach toll und überrascht uns immer wieder mit großartigen und ganz unverhofften Spenden. Diesesmal haben wir nicht nur viel Futter auf die Paletten packen können sondern hatten Transportboxen, Kratzbäume, Spielzeuge, Leinen und Halsbänder sowie eine halbe Palette Leckerchen und auch noch einige tolle Sachen für die Krankenstation mit dabei. Ganz oben drauf haben wir dann sogar noch einen Infusionsständer gepackt!

Ich bin ganz sicher, unsere Kollegen in Spanien machen Luftsprünge vor Glück.

Danke an alle, die mitgeholfen haben, diese große Spende möglich zu machen!

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05.06.2022

Natürlich passieren immer genau dann, wenn man es nicht gebrauchen kann, Dinge, die nicht vorhersehbar sind und uns wirklich ein Bein stellen. Diesesmal ist es die Waschmaschine, die kaputt und offenbar nicht mehr zu reparieren ist. In meinem Leben habe ich mich noch nicht mit Einspülkästen und Waschtrommelstoßdämpfern beschäftigt, jetzt muss ich es wohl tun. Unsere Msachine ist sehr alt, aber eben auch sehr groß und eine Waschmaschine mit 11 kg Fassungsvermögen und einer riesigen Öffnung findet sich nicht so leicht. Zudem sind wir Verfechter von alten Maschinen und wollen nicht immer alles sofort wegwerfen. Unserer Erfahrung nach halten die alten Dinger oft erheblich länger als die neuen. Das Problem ist nur, irgendwann gibt es keine Ersatzteile mehr und genau da sind wir jetzt angekommen. Dieser verflixte Einspülkasten wird einfach nicht mehr hergestellt und ohne ihn geht es eben nicht. Bisher ist mir noch keine Lösung eingefallen und so lange ich das Problem nicht im Griff habe, muss unsere Ersatzmaschine ran.

Jeder, der viele Tiere hat, der weiß, dass eine kaputte Waschmaschine der Super-GAU ist, doch natürlich hat die kluge Hausfrau deshalb noch ein Ersatzmaschinchen in petto.... :) Trotzdem: Weiß jemand, wie man einen abgerissenen Plastikstutzen wieder absolut dich an einen Einspülkasten dran kriegt. Das muss dicht sein, sonst tropft es auf die Stoßdämpfer und die sind dann die nächsten die kaputt gehen... Ich weiß nicht, ob es möglich ist, Plastik zu verschweißen, mit Silikon kleben geht jedenfalls mal nicht. Kann man einen Einspülkasten in einem 3D-Drucker anfertigen? Was kostet das? Kann mir da bitte mal jemand helfen!!!??? :( (Die Ersatzmaschine ist natürlich eine Notlösung und kann unserer tollen, fast 15 Jahre alten Bauknecht Big nicht das Wasser reichen!)

 

03.06.2022

Ich bin wirklich viele Tage damit beschäftigt gewesen, eine Spedition zu finden, die unsere mittlerweile 8 Paletten nach Villena bringt. Man hört es ja tatsächlich überall - es ist problematisch, etwas per LKW liefern zu lassen. Wenn selbst die Regale in den Supermärkten leer bleiben, dann scheint es ein großes Problem zu geben. Nun leidet die Branche nicht nur an mangelnden Rohstoffen, sondern auch an Fahrern, die die Sachen - wenn dann verfügbar - durch die Lande schippern.

Dass wir so schnell nicht aufgeben, wenn es um hungernde Tiere geht, das weiß jeder, der uns kennt und so habe ich es tatsächlich doch noch geschafft, einen Transport zu ergattern. Wenn alles gut geht, werden die Paletten am Dienstag abgeholt und könnten schon Ende der Woche in der Protectora sein.

Uwe hat direkt begonnen zu packen und die ausgelagerten Sachen wieder nach Armsheim zu holen. Bis alles aufgestapelt und anständig verpackt und foliert ist, wird einige Zeit vergehen. Hoffen wir mal, dass es nicht regnet! Leider haben wir keine Halle und unsere Garage ist auch schon voll...

 

01.06.2022

Leider waren die ersten Interessenten für unsere Hundchen nicht die Richtigen. Wir hoffen, dass sich in den nächsten Tagen noch weitere Hundfreunde melden werden. Auch wenn es vielleicht bei einigen Menschen Unverständnis hervorruft - wir vermitteln die Hunde nicht an voll berufstätige Menschen. Wir möchten, dass unsere Tiere nicht den ganzen Tag alleine sind, sondern als Familienmitglied leben und so oft wie möglich mit dabei sein dürfen. Da wir Vorkontrollen machen, haben wir den Vermittlungsradius auf max. 100 km beschränkt, weiter können wir einfach nicht fahren. Wir beauftragen auch keine uns fremden Menschen mit Vorkontrollen, das heißt, wenn jemand aus Bayern sich für unsere Hunde interessiert, dann klappt das mit der Vermittlung nicht. Wir bitten dafür um Verständnis!

 

31.05.2022

Wir bekommen täglich Anrufe wegen Ästlingen und natürlich auch hilfsbedürftigen Nestlingen. Wir sind leider nicht in der Lage, diese Tiere alle aufzunehmen und möchten hier mal einen Link auf eine Seite des Projekts "Wildvogelhilfe" veröffentlichen. Dort werden Auffangstationen für Wildvögel nach Postleitzahl aufgelistet. Vielleicht gibt es dort noch Kapazitäten.

>>> wp.wildvogelhilfe.org/de/auffangstationen

Es ist schlimm für uns, dass leider manch einer meint, es sei lustig, die Tierhilfe für Fake-Anrufe zu missbrauchen. Wir möchten deshalb aus gegebenem Anlass ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass wir keine Anrufe mehr annehmen, deren Rufnummer unterdrückt ist. Schade, dass wir das hier anmerken müssen...

 

29.05.2022

Mimi und ihre Mutter Cruz sind jetzt in der Vermittlung. Wir hoffen auf nette Familien, die Spaß an einem so kleinen zarten Wesen haben. Dass beide Hundchen keine Spielzeuge sind oder den ganzen Tag herumgetragen werden wollen, versteht sich von selbst. Draußen sind die Wichte sogar sehr robust, sie halten bei Spaziergängen gut durch und sind bis zum Schluss immer vorne mit dabei. Wir würden beide gerne an Familien vermitteln, die vielleicht schon einen Hund haben, sie sind sehr verspielt und an Hundegesellschaft gewöhnt.

Mimi hat endlich ihren letzten Milchzahn verloren, natürlich juckt der Kiefer noch und deshalb hat sie jetzt viel Spielzeug zur Verfügung, um alles anzukauen und wild zu schütteln. Sie macht das prima und hat sichtlich Spaß dabei. Seit gestern versucht sie sogar, Ronnie und Mickey in ihr Spiel miteinzubeziehen. Ronnie findet das albern und rettet sein Gummihündchen vor ihr, Mickey hüpft manchmal mit ihr herum, sobald er allerdings merkt, dass wir das Treiben beobachten, tut er so, als ob er es nicht ernst gemeint hätte und eigentlich viel zu erwachsen für so einen Quatsch ist. Angelo scheint die Erziehung der Kleinen übernehmen zu wollen. Manchmal höre ich sie quietschen und ihn brummen, dann ist sie immer ganz verliebt in Angelo. Sie zeigt ihm, dass sie alles richtig machen will und er ein echter Macker ist. Angelo gefällt es... :)

 

27.05.2022

Mimi ist ein lustiges Hündchen, die kleine Maus bringt richtig Leben in unsere doch schon ältere Meute. Gulliver ist verliebt und Mickey hat sie als Schatten an sich hängen. Lupine beachtet sie nicht weiter und Ron verteidigt sein Spielzeug. Jeder setzt Prioritäten, bei Angelo geht es natürlich nur darum, ob sie ihm vielleicht sein Essen streitig machen könnte - es geht um jedes Gramm! Mimi bekommt zur Zeit immer mal eine Extra-Mohrrübe oder auch mal einen zusätzlichen Kauknochen, wir hoffen, dass sie bald ihren Milch-Eckzahn verliert und wollen ihr natürlich gerne etwas geben, was die ganze Sache beschleunigt. Die anderen Milchzähnchen sind alle schon ausgefallen und auch der neue Zahn guckt schon unter dem alten hervor. Lange kann es nicht mehr dauern.

So wie alle kleinen Hunde muss auch Mimi noch einiges lernen. Auf ihren Namen hat sie von Anfang an wirklich gut gehört, mittlerweile kann ich sie problemlos aus dem Garten rufen und selbst beim Spielen kommt sie sofort, wenn sie ihren Namen hört. Sie scheint ein sehr schlaues Mädchen zu sein, oft muss ich nur einmal etwas sagen, und schon hat sie es kapiert. Wenn ich da an Angelo denke, ist das ein großer Unterschied. Angelo ist nur schnell, wenn es um ESSEN geht! :)

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25.05.2022

Die Zeit der Jungvögel, der Nestlinge und Ästlinge ist voll im Gange und so erreichen uns ständig Anrufe von besorgten Bürgern, die Ästlinge bei uns abgeben möchten. Auch wenn es schwer zu glauben ist, die kleinen Vögelchen wirken hilflos, werden aber von den Eltern gefüttert. Es ist nicht notwendig und auch nicht richtig, sie einzusammeln und zur weiteren Aufzucht bei uns abzugeben. Ich kann verstehen, dass es für jemanden, der sich nicht besonders gut auskennt, manchmal nach einer Notsituation aussieht, aber auch die Argumentation, dass die kleinen Vögelchen doch sicher von der Katze gefressen werden, ist in dieser Situation nicht besonders hilfreich.

Bei den unterschiedlichen Vogelarten gibt es die, die nach dem Schlupf bereits befiedert sind und das Nest schnell verlassen können, man nennt sie 'Nestflüchter'. Diejenigen, die unbefiedert sind und mit zum Teil sogar anfänglich noch geschlossenen Augen zur Welt kommen, werden als 'Nesthocker' oder 'Platzhocker' bezeichnet.

Als 'Nestlinge' werden gemeinhin junge Vögel aus den Gruppen der Nesthocker/Platzhocker bezeichnet. Im Nest der Eltern sind sie sicher aufgehoben und natürlich auf deren Fürsorge angewiesen. Rund um die Uhr werden sie von den Altvögeln betreut, sie werden liebevoll gefüttert und natürlich auch warm gehalten, bis sie selbst ein wärmendes Federkleid besitzen.

Aus dem ruhigen kleinen Vögelchen wird im Laufe der Zeit ein aktiverer Nestling, der, während er beispielsweise die Flugmuskulatur trainiert, vielleicht auch mal aus dem Nest fallen kann. Jetzt benötigt er dringend Hilfe, denn alleine ist er noch nicht überlebensfähig. Er muss sofort wieder zurück ins Nest gesetzt werden, weil er sonst unterkühlt und natürlich auch verhungert. Auch wenn wir die kleinen Federbündelchen angefasst haben, ihre Eltern nehmen sie problemlos wieder an.

Ist ein Nestling alt genug, um seine Flugfähigkeit und die Nahrungsaufnahme eigenständig zu trainieren, wird er zum Ästling. Er kann oft schon kurze Strecken fliegen, ist aber nicht in der Lage, sich selbständig zu ernähren. Bei Höhlenbrütern ist es normal, dass die Jungvögel voll flugfähig das Nest verlassen (Meisen, Stare, Sperlinge), Amseln verlassen das Nest allerdings oft schon, bevor sie überhaupt richtig fliegen können. Sie flattern und hopsen die ersten Tage recht hilflos aussehend durch die Gegend, erkunden allerdings unter Anleitung der Altvögel die Gegend und werden auch noch einige Tage bis Wochen gefüttert oder doch wenigstens unterstützt.

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Natürlich ist das die gefährlichte Phase ihres Lebens, die Eltern lassen zur Futtersuche die Kleinen alleine und die Ästlinge zeigen durch lautes Rufen an, wo sie sind. Das lockt natürlich auch Fressfeinde an. Ihr einziger Schutz ist dann, sich ruhig zu verhalten und auf das tarnende Federkleid zu hoffen.

Auf keinen Fall sollte man solche Tierkinder mit nach Hause nehmen, die Eltern kümmern sich aufopferungsvoll um die Kleinen und selbst wenn ein Vögelchen einem Fressfeind zum Opfer fallen sollte, so ist das der Lauf der Dinge. Für uns ist es leider auch nicht immer möglich, kleine Vögelchen mit der Hand aufzuziehen, nicht alle überleben und ob sie nach dem Auswildern eine normale Lebenswerwartung haben, ist nicht nachprüfbar. Ganz sicher ist allerdings, dass viele Ästlinge schon durch die unsachgemäße Behandlung mancher 'Tierfreunde' sterben. Deshalb bitten wir immer ganz genau hinzusehen und zwischen Nestling und Ästling zu unterscheiden.

Heute hatten wir ein ganz besonders unbelehrbares Pärchen am Telefon. Sie wollten uns unbedingt zu einem offensichtlichen Ästling rufen. Irgendwann merkten sie, dass wir nicht ausrücken würden und behaupteten frech, dass das Tier einen Flügel gebrochen habe. Natürlich wären sie auch selbst in der Lage gewesen, das Tier zum Tierarzt zu bringen, das sah man aber nicht ein, immerhin seien doch wir "der Tierschutz" und es sei unsere Aufgabe, uns darum zu kümmern.

Nur, um das mal klarzustellen, wir können nicht wegen jedem Ästling viele Kilometer zum Tierarzt fahren und ihn dann in eine Aufzuchtstation bringen. Ganz sicher werden wir das auch nicht tun, wenn wir gerade auf einer Geburtstagsfeier fast 80 km entfernt sind. Wir sind, wenn möglich, rund um die Uhr für Tiere da, allerdings arbeiten wir ehrenamtlich und nehmen uns heraus, auch mal einige Stunden Privatleben zu haben. Wir können dann nur an andere Tierschützer verweisen und hoffen, dass sie noch Kapazitäten haben. Wer deshalb meint, uns beschimpfen zu müssen, hat einiges falsch verstanden und sollte sein Benehmen mal gründlich hinterfragen. Es gibt keinen rechtlichen Anspruch, der uns in irgendeiner Art und Weise dazu verpflichen würde, Tiere aufzunehmen und gesundzupflegen. Alles, was wir tun, ist freiwillig, die Kosten, die dadurch anfallen, werden nicht vom Staat getragen, sondern müssen von uns und unseren Mitgliedern aufgebracht werden. Der Wagen, den wir fahren, wurde von uns privat angeschafft und selbst das Telefon, auf dem wir angerufen werden, habe ich von meinem Geld bezahlt. Ich finde es unverschämt, ganz selbstverständlich davon auszugehen, dass wir Kosten übernehmen, die andere nicht tragen wollen und dass wir beschimpft werden, wenn wir nicht helfen können oder wie in diesem Fall gar keine Hilfe notwendig ist. Tierschutz funktioniert nicht mit Meckern und Verlangen, manchmal braucht es Mithilfe und auch etwas finanzielle Unterstützung. Einfach nach DEM Tierschutz zu brüllen und sich dann selbst Tierschützer zu nennen, ist wirklich zu wenig.

 

23.05.2022

Die Kleinen sind wirklich zuckersüß und machen allen viel Spaß. Für Bardinchen haben wir auch jetzt einen passenden Namen gefunden. Die Maus wird bei uns jetzt Mimi gerufen. Es scheint ihr zu gefallen, denn sie hörte direkt darauf. Nachdem wir Mutter und Tochter getrennt hatten, war es für Mimi nicht ganz so einfach, sie muss sich erstmal in unserem Rudel zurecht finden. Angelo beachtet sie nicht, aber Gulliver findet sie sehr interessant. Das Fressen interessiert die Kleine noch nicht besonders und wir glauben, dass sie immer vom Tisch gefüttert wurde. Natürlich werden wir das nicht beibehalten und fangen direkt an, sie an Hundefutter zu gewöhnen. Normalerweise dauert so eine Umgewöhnung nur wenige Tage, aber das ist eben auch die Zeit, in der wir sie noch nicht vermitteln können. Ihre Mutter Cruz hat solche Probleme nicht, sie futtert und verhält sich völlig ungezwungen. Trotzdem werden wir auch sie noch einige Tage beobachten, bevor wie sie in die Vermittlung geben.

 

21.05.2022

Heute sind die Wichte bei uns angekommen, sie sind so klein und zart... Wenn ich die Glückspilze nicht selbst aussuchen konnte, verlasse ich mich auf Fotos und tatsächlich sehen die Hundchen da immer größer aus, als sie dann hinterher sind. Cruz und Bardinchen sind jedenfalls nicht größer als ein Yorki.

Die Pflegestellen waren jedenfalls sofort schockverliebt. Bei Cruz bin ich mit der Altersschätzung nicht ganz einverstanden. Ich glaube, dass sie keine 3 - 4 Jahre alt ist, meiner Meinung nach dürfte sie kaum älter als ein Jahr sein und wahrscheinlich ist sie schon bei der ersten Hitze gedeckt worden. Bardinchen ist sicher ihr erstes und letztes Baby gewesen, jetzt ist sie kastriert und muss nicht als Gebärmaschine herhalten. Gerade die Kleinhunde sind ja sehr beliebt und werden oft ständig gedeckt, um Junge zu produzieren. Wir sind sehr froh, dass wir in unserem Tierheim in Spanien nun in der Lage sind, den spanischen Gesetzen nachzukommen und die Hundchen, die im Tierheim sind, alle zu kastrieren. Nur so hört das Leid der Tiere irgendwann mal auf. Hunde und Katzen sollten ein seltenes Gut sein, um dass man sich bemühen muss, sie sollten nicht in solchem Massen zur Verfügung stehen, dass man sich sogar gezwungen sieht, sie in Tötungsstationen umzubringen.

Für Cruz und Bardinchen werden wir in den nächsten Wochen passende Halter finden, wir sind sicher, dass beide ein wunderbares Leben bekommen werden.

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20.05.2022

Wir haben nochmal drei Paletten Futterspenden bekommen und langsam wird die Abholung echt dringend. Seit vielen Wochen bemühen wir uns um einen Transport und nichts klappt, es ist wirklich schlimm. In der nächsten Woche werde ich mich nochmal dahinterklemmen und vielleicht habe ich sogar noch eine Idee... mal abwarten. Irgendwie müssen die Sachen nach Spanien, das Futter wird dort dringend gebraucht und hier steht es sinnlos in der Garage rum.

Immer wieder geben Tierfreunde Sachspenden/Futterspenden bei uns ab. Wenn wir keine Möglichkeiten mehr haben die Sachen nach Spanien zu schicken, können wir bald auch nichts mehr annehmen. Ich hoffe, dass sich die Situation am Güterverkehrsmarkt langsam wieder entspannt und wir auch die Spenden, die wir in der letzten Woche vom Fressnapf bekommen haben, in der nächsten Woche auf die Reise schicken können. Wir bedanken uns auf jeden Fall ganz herzlich für die tollen Sachen, die von den Kunden und natürlich auch den Mitarbeitern der Filiale für uns gesammelt/abgegeben werden. Ihr seid einfach großartig!

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19.05.2022

Die Beleidigungen und üblen Nachreden hören leider nicht auf. Wir müssen uns nun auch privat diesen Blödsinn anhören. Für die Mitglieder, die alles auf Facebook verfolgt haben, sei angemerkt, dass natürlich mittlerweile alles bei der Staatsanwaltschaft liegt und Anzeigen erstattet wurden.

Die Dame, die sich als Mitarbeiterin einer Behörde ausgegeben hat, wurde wegen Amtsmissbrauchs angezeigt, ich denke aber, dass jeder, der diesen Kram liest, sowieso weiß, dass wir es mit konfusem Gerede zu tun haben. Wir sind weder Spendenbetrüger noch tun wir etwas Illegales, wir haben unser Leben den Tieren gewidmet und haben für alles, was wir tun, Genehmigungen, Befähigungsnachweise usw.

Immer wenn wir jemandem das Leben schwer machen, wenn Tiere beschlagnahmt und Strafen ausgesprochen werden oder gar Verurteilungen zu erwarten sind, wehren sich die Beschuldigten. Nicht jeder wird so ausfallend, wie wir es jetzt bei Herrn K. erleben, aber natürlich finden das die Betroffenen nicht toll. Immer gibt es dazu dann auch noch jede Menge Trittbrettfahrer und Menschen, die sich sowieso vom Leben verraten und verkauft fühlen, die machen dann einfach mal bei dem wilden Gehacke mit. So ist es auf gewissen Plattformen üblich und natürlich ist das auch keine Seltenheit. Leider ist die Verwendung von Facebook für einen Tierschutzverein normal, privat nutze ich lieber das Telefon. :)

Wie ungehobelt es bei uns zur Sache geht, würde ich euch gerne mal mitlesen lassen, aber ehrlich gesagt ist es zum Teil so abstoßend, dass wir euch das nicht antun wollen.

Dass es sich hier nicht mehr um ernstzunehmende Dinge handelt, ist klar, trotzdem mag es Menschen geben, die uns nicht kennen und die so etwas für möglich halten. Diesen Herrschaften sei gesagt, dass wir Spendenquittungen ausstellen, gemeinnützig und ein angemeldeter Verein sind, ganz normal Steuern zahlen und natürlich ehrenamtlich arbeiten. Bei uns werden keine Löhne gezahlt, wir haben ein Konto, das auf die Tierhilfe Phönix e.V. läuft und alle Gelder gehen dort ein. Das wird vom Finanzamt geprüft und natürlich muss auch ein Verein gesetzeskonform arbeiten. Wir arbeiten so wie andere Leute auch und verdienen auch so unser privates Geld.

Mit dem Verein haben wir in den letzten Jahren viel erreicht, wir sind der Verein, der die meisten Spenden nach Spanien schickt. Im Jahr sind das bis zu 140 Tonnen! Das soll uns erst einmal jemand nachmachen. Wir unterstützen, wo wir können und natürlich hat auch Herr K. von uns Futterspenden für sein Wildschwein bekommen. Offene Säcke können wir nicht nach Spanien senden, die Gefahr von einem Mottenbefall, die Verunreinigung durch Mäusekot oder das Säcke auf der Palette aufplatzen, ist viel zu hoch. Herr K. hat sich über die Spende für seine Hunde und Schweine sehr gefreut. Leider mussten wir dann feststellen, dass er viele Unwahrheiten erzählt und deshalb haben wir schnell den Kontakt gekappt. Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass wir Impfbefürworter sind und er wohl nicht (was er behauptet). So etwas ist uns egal, es hat ja auch nichts mit dem Tierschutz zu tun.

Wir haben nun alles ins Rollen gebracht und warten ab, was geschieht. Herr K. ist der Meinung, dass er alles richtig gemacht hat und es nichts bei ihm zu beanstanden gibt. Wir sind der Meinung, dass die Wegnahme der Wildtiere eine andere Sprache spricht und denken, dass die Behörden sich nicht immer auf der Nase herumtanzen lassen werden. Natürlich halten wir euch auf dem Laufenden. Die Chats bei Facebook mussten wir leider schließen. Wir wollen keine Lagerbildung begünstigen und dort schon gar keine weiteren Ungehobeltheiten lesen. Wundert euch also nicht, wenn Posts gelöscht werden oder es manchmal auch nicht möglich sein wird, einen Kommentar abzugeben.

Wir werden am Wochenende unsere neuen Glückspilze begrüßen und freuen uns darauf, Zeit in unserem Garten zu verbringen.

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Jetzt ist es amtlich, unsere Kleinen dürfen ausreisen und werden nun reisefertig gemacht. Die TRACES/Frachtpapiere sind beantragt und genehmigt worden. Die beiden sind putzmunter und kerngesund. Nach der Kastration von Bardem haben wir erfahren, dass aus dem Bub ganz plötzlich ein Mädchen geworden ist, es war wohl ein Übersetzungsfehler. Uns ist es egal, wir freuen uns auch über eine Bardina!

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18.05.2022

Wir haben uns nun einige Tage um ganz viele wichtige Dinge kümmern müssen und so konnte ich euch nicht auf dem Laufenden halten. Bestimmt habt ihr bemerkt, dass sich auf unserer Facebookseite einiges getan hat und wir uns mit einem Herrn ganz massiv streiten. Wer uns kennt, weiß, dass wir alles, was wir veröffentlichen, ganz genau nachprüfen und natürlich haben wir kein Interesse daran, uns Lügen aus den Fingern zu saugen.

Solche Streitereien auf Facebook sind nie schön und in den seltensten Fällen kann sich der Leser ein genaues Bild der Tatsachen machen. In unserem Fall ist das allerdings ganz einfach, man muss einfach nur das Telefon in die Hand nehmen und bei der Unteren Landesbehörde nachfragen.

Leider sind manche Menschen einfach unbelehrbar und meinen alles besser zu wissen, so entspinnt sich dann ein Streit darüber, wer wohl lügt und wer die Wahrheit sagt. So etwas kann man mal machen, letztendlich muss natürlich auch mal Schluss sein. Für uns ist eine Grenze überschritten, wenn man versucht, uns zu erpressen, Rufmord betreibt, nicht wahrheitsgemäße Aussagen verbreitet usw. Leider wird es immer schlimmer und heute hat sich eine der Damen, die um den Herrn K. herum agieren, dazu hinreißen lassen, diesen Post zu veröffentlichen:

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(Der Name der Verfasserin und der einer weiteren Person wurden unkenntlich gemacht)

Sie selbst bezeichnet sich als Amtsperson, schreibt, dass sie an einem der größten Gerichte in Deutschland arbeitet und eine Sekretärin hat... Sie erzählt Dinge, die darauf schließen lassen sollen, dass Sie eine Amtsträgerin und Beamte ist. Tatsächlich gibt sie ihren Namen nicht an und versteckt sich hinter einem Pseudonym. So etwas kann man machen, wenn man weiß, dass niemand einen erwischt. Sobald die Posts allerdings eine andere Qualität bekommen und es Bedrohungen werden, ist es klar, dass wir die Polizei einschalten. Dann wird die Identität solcher Personen durch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das scheint diese "Amtsperson" nicht gewusst zu haben und auch, dass sie dann per persönlicher Nachricht noch etwas hinterherschiebt und weitere Drohungen ausstößt, macht die Lage nicht besser.

Nur um es mal ganz klar zu sagen, ich hätte von einer "hohen Amtsträgerin" nicht erwartet, dass sie auf ihrer Seite Bilder veröffentlicht, die nicht jugendfrei sind. Wir haben diese natürlich auch gescreenshottet. Nun wird uns gedroht, dass die "Leitung" - wer auch immer das ist - gegen uns vorgehen wird. Niemand dort sei darüber amüsiert, was wir trieben, "vor allem dieses Drohen von Anzeigen und das Benutzen der Polizei/Staatsanwaltschaft/Gerichte, um Ihre Interessen durchzusetzen." Nun denn, wir fragen uns, wieso diese Dame nicht weiß, dass es im Rechtsstaaat genau diese Instanzen sind, die uns zu unserem Recht verhelfen werden. Auch dem Herrn K. scheint einiges entgangen zu sein. Natürlich ist auch ein Erpressungsversuch strafbewehrt und genauso ist es strafbar, ohne Genehmigung private Chats zu veröffentlichen. Wir waren in den letzten Tagen fleißig und haben die Screenshots sortiert und zugeordnet und heute dann alles zur Anzeige gebracht. Mittlerweile liegen von uns mehrere Anzeige gegen Herrn K. bei der Staatsanwaltschaft und Polizei vor.

Wir lehnen uns jetzt zurück und warten ab, wann die bösen Buben uns holen... emoji_grin

 

13.05.2022

Ganz herzlich möchten wir uns bei Fam. Bochtler bedanken. Wie schon so oft hat Frau Bochtler für die Tiere die Stricknadel glühen lassen und ganz tolle Socken gemacht. Jeder Hundebesitzer, der im Herbst und Winter draußen unterwegs ist, weiß die Vorzüge solcher Socken zu schätzen. Wir dürfen die Strümpfe verkaufen und der Erlös kommt natürlich wieder den Tieren zugute.

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Fam. Bochter hat diesesmal auch noch Preise für unser Fest gesammelt, leider steht es bis jetzt noch nicht fest, ob wir überhaupt ein Herbstfest haben werden. Helfer haben wir jedenfalls noch keine und wenn sich niemand meldet, wird es in diesem Jahr auch kein Fest geben.

 

11.05.2022

Der Frühling ist die Jahreszeit, in der das Telefon nicht still steht. Die Natur blüht wieder auf und die Tiere haben Junge. Täglich gibt es Meldungen von aus dem Nest gefallenen Vögelchen, Ästlingen, die am Boden herum hüpfen und natürlich auch Igeln, die aus dem Winterschlaf erwacht, aber leider untergewichtig oder krank sind. Bei uns ist die Wildkamera täglich im Einsatz und wir haben tatsächlich auch unseren alten Bekannten wieder fotografieren können. Er ist dick und rund und wunderbar aus dem Winterschlaf gekommen. Seit einiger Zeit versorgt er sich bei uns wieder mit Futter und wie wir beobachten konnten, hatte er sogar einmal ein Mädchen im Schlepptau. Mittlerweile ist er wieder alleine unterwegs, dürfte allerdings schon für eine neue Igelpopulation gesorgt haben.

Natürlich beobachten wir an unseren diversen Futterstellen auch Wildvögel und leider ist uns aufgefallen, dass wir in diesem Jahr keine Stieglitze (Distelfinken) mehr haben. Seit vielen Jahren konnten wir immer die Ankunft der Vögelchen nach dem Winter beobachten. Plötzlich waren nicht mehr nur 2 oder 3 kleine Stieglitze, die über den Winter nicht weggeflogen waren, da, sondern auf einen Schlag ca. 20 Vögel, die sich um das Futter balgten. In diesem Jahr kam leider nicht ein einziger Vogel zurück. Woran das gelegen hat, wissen wir nicht. Wir hoffen, dass sie vielleicht eine andere Futterstelle besuchen, halten das aber für recht unwahrscheinlich. Eigentlich sind sie jedes Jahr bei uns gewesen...

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Die Elstern, Eichelhäher und Krähen kommen allerdings zuverlässig jeden Tag in unseren Garten. Sie versorgen sich mit dem restlichen Igelfutter und lieben Erdnüsse, die es natürlich immer bei uns gibt. Wir füttern die Vögel das ganze Jahr über, denn gerade jetzt in der Brutzeit brauchen sie die meiste Energie und dementsprechend eben auch unsere Hilfe.

Wer Insektenhotels aufgehängt hat, wird bemerken, dass auch dort das Leben wieder erwacht ist und die Bienchen, Hummeln usw. schon wieder ganz besonders fleißig sind. Die Blütenpracht wird besucht und bestäubt. In diesem Jahr ist uns aufgefallen, dass wir unsere Autoscheibe schon mehrfach reinigen mussten. Schlimm für die Insekten, die auf der Scheibe ihr Leben ließen, aber ein gutes Zeichen für die Natur! In den letzten Jahren war unsere Autoscheibe auffallend sauber, offensichtlich gibt es in diesem Jahr wieder mehr Insekten.

 

09.05.2022

Mein Post über die Wildtierhilfe Löwenherz hat Irritationen hervorgerufen. Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Es gibt keine 'Wildtierhilfe Löwenherz' in Gundersheim. Der Betreiber hatte keine Befähigung und keine Berechtigung zur Aufnahme von Wildtieren. Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um eine willkürliche Entscheidung der Behörden oder um ein kleines Versäumnis des Herrn K., vielmehr sind viele Tiere dort unter schlimmsten Bedingungen eingepfercht worden und letztendlich auch zu Tode gekommen. Wir haben deshalb Anzeigen erstattet und natürlich hat es dort auch eine Beschlagnahmung von Tieren gegeben. Herr K. darf keine Wildtiere mehr aufnehmen und ich fände es wirklich gut, wenn endlich auch die Zeitung mal darüber berichten und die Bevölkerung großflächig darüber informiert würde.

Um Wildtiere aufnehmen zu dürfen, braucht man natürlich die Genehmigungen der Behörden. Ganz selbstverständlich muss man auch eine Menge Wissen über Wildtiere besitzen und auch hier Befähigungsnachweise beibringen. Einfach zu behaupten, dass man Jäger und Falkner sei, ist nicht ausreichend und schon gar nicht, wenn das nicht einmal stimmt! Wildtiere ohne Berechtigung, Anmeldung und Befähigung aus der Natur zu entnehmen ist kein Kavaliersdelikt und auch keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat. Das sollte sich jeder klar machen. Hier geht es nicht darum, es einfach "gut zu meinen", sondern hier müssen fundierte Kenntnisse vorhanden sein. Die rechtliche Lage ist eindeutig und auch leicht zu verstehen.

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sieht vor, dass es generell verboten ist, Tiere der besonders geschützten Arten – dazu zählen beispielsweise Vögel, Igel oder Eichhörnchen - der Natur zu entnehmen. Paragraph 45 (5) BNatSchG zufolge ist es allerdings zulässig, kranke oder verletzte Tiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich wieder in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können. Dies erfordert allerding die nötige Sachkenntnis und Möglichkeit, das Tier in der Zwischenzeit artgerecht zu versorgen und unterzubringen. Und das bedeutet natürlich, dass man einen Sachkundenachweis vorlegen kann und die Genehmigung von Ämtern und Behörden vorliegt. Tiere einfach zu behalten oder zu zähmen, so dass sie nicht mehr ausgewildert werden können, ist nicht erlaubt. Bestimmte Tiere müssen der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden, zudem müssen Tiere die dem Jagdrecht unterliegen und der zuständigen Jagdbehörde oder dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten gemeldet werden.

Alle Bestimmungen, Verordnungen und Gestze zu übergehen und einfach dreist zu lügen, dass man die erforderlichen Genehmigungen habe und sogar Falkner und Jäger sei, damit ist es nicht getan. Wir möchten nochmal ganz eindringlich darauf hinweisen, dass Herr K. keine Wildtiere aufnehmen darf und bitten darum, uns nicht zu verdächtigen, ihm persönlich Böses zu wollen oder einen privaten Streit auszutragen. Dem ist nicht so. Uns geht es nur um die Tiere und wir hätten uns gefreut, einen fachkundigen Kollegen mehr zu haben, wir hätten ihn sogar unterstützt und wollten ihm mit Futter unter die Arme greifen. Leider mussten wir dann feststellen, dass seine Tierhaltung katastrophal, sein vermeintliches Fachwissen einfach nur Geschwätz war und seine angeblichen Befähigungen Hirngespinste sind. Wir möchten die empörten Herrschaften, die uns diesbezüglich angreifen und verdächtigen die Unwahrheit zu sagen, bitten, sich bei den Behörden schlau zu machen. Wir würden nicht so vehement gegen den Herrn vorgehen, wenn die ganze Angelenheit nicht wirklich schlimm wäre.

Wer für Wildtiere spenden möchte, der kann das gerne für die bekannten Wildtierstationen tun. Wichtig ist dabei, dass es Vereine sind, die Spendenquittungen ausstellen dürfen und alle erforderlichen Genehmigungen haben. Herr K. darf natürlich keine Spenden für eine nicht existente Wildtierhilfe annehmen und auch keine Spendenquittungen ausstellen! Wer dessen PayPal-Konto nutzt, bespendet Herrn K. als Privatperson!

Hier zwei uns gut bekannte Stationen, an die man sich beim Auffinden von Greif-/Sing- und Rabenvögeln wenden kann und die dringend auf Spenden angewiesen sind:

Greifvogelstation Hassloch/NABU

Seit April 2019 leitet Maik Heublein die Station. Bitte informiert euch im Internet über die tolle Arbeit, die dort gemacht wird!

Website: www.nabu-hassloch.de
Telefon: 0171-2858257
eMail:  greifvogelstation-hassloch@t-online.de

"Prinzipiell sind wir nur für Greifvögel und Eulen zuständig. Daher bitten wir Sie, beim Auffinden anderer Arten die geeigneten Station vor Ort zu kontaktieren.
Für die Vermittlung an geeignete Mauersegler-Pflegestellen wenden Sie sich bitte an die Mauersegler-Klinik in Frankfurt.
Vogelrettung (hauptsächlich Sing- und Rabenvögel) in Bad Dürkheim unter 0176-31520222
Unser Tierarzt Dr. Schneegans in Bad Dürkheim kann bei Vogelnotfällen kompetent weiterhelfen: 06322/5329
Wir bitten Sie dringlichst in keinem Fall Tiere einfach irgendwo an Pflegestationen abzustellen! Machen Sie bitte immer telefonisch einen Termin aus, da schon viele Tiere in abgestellten Kartons verendet sind!
Sollten Sie hilfsbedürftige Greifvögel oder Eulen finden, lassen Sie diese einfach ruhig in einem Karton sitzen, bis Sie uns oder andere Stationen erreicht haben! Wir versuchen Rückrufsbitten schnellstmöglich zu beantworten."

(Quelle: https://www.nabu-hassloch.de)

Berufstierrettung Rhein-Neckar

Das Team um Michael Sehr hat sich auf Tierrettungen spezialisiert und kann genauso Schwäne einfangen wie im Katastrophenschutz für Tiere aktiv werden. Für dieses Team sind Distanznarkosen, Rettungen von Tieren aus großer Höhe, das Einfangen von Gifttieren und natürlich auch die Hilfe bei Unfällen mit Tieren kein Problem. Auch hier könnt ihr euch auf der Internetseite schlau machen.

www.tierrettung-rhein-neckar.de
Tel. 0176-41812128

"Die Animal Control Service - Fachgruppe für Gefahrenabwehr und Tiertransporte ist ein Dienstleistungsunternehmen, das sich auf das Einfangen und Transportieren von Haus- und Wildtieren aller Art spezialisiert hat. Mit Fanggeräten und einem einzigartig konzipierten Fahrzeug, arbeiten wir sicher und zuverlässig.
Unsere Motivation
All unser Handeln basiert auf dem Grundsatz Retten - Bergen - Vorbeugen - Schützen.
Unsere Fachleute stehen den Behörden, Polizei, sowie Feuerwehren, rund um die Uhr zur Verfügung.
Wir verstehen die besondere Situation, wenn sich ein Tier in Not befindet und richten unsere Arbeit danach aus."

(Quelle: https://www.tierrettung-rhein-neckar.de)

 

08.05.2022

Aus gegebenem Anlass muss ich leider mitteilen, dass es in Gundersheim KEINE Auffangstation für Wildtiere gibt. Die sogenannte 'Wildtierhilfe Löwenherz' hatte keinerlei Genehmigung und dem Betreiber fehlte leider auch jegliches Fachwissen. Nach unseren Informationen ist Herr K. weder Jäger noch Falkner, er hatte auch keine Genehmigung der unteren Landesbehörde oder des Veterinäramtes zur Aufnahme von Wildtieren. Mittlerweile ist die Beschlagnahmung der Tiere erfolgt und natürlich dürfen auch keine weiteren Tiere mehr dort abgegeben werden.

Ich finde es sehr traurig, dass sich der ehemalige Betreiber über alle Bestimmungen, Verordnungen und Gesetze hinweggesetzt und durch seine mangelnden Kenntnisse den Tieren viel Leid zugefügt hat. Es ist immer wieder erstaunlich, wie leichtgläubig die Menschen doch sind, niemand hat nachgeprüft, was der Herr so ausplauderte. Falkner sei er und selbst die Scheichs würden sich bei ihm Rat holen. Wer weiß, welchen Aufwand milliardenschwere Ölscheichs mit ihren Greifvögeln treiben, der hätte sofort merken müssen, dass sich solche Herren garantiert nicht von einem selbsternannten Fachmann, der einen Bussard in ein Taubengehege setzt, um diesen die Scheu vor Greifvögeln anzutrainieren, 'beraten' lassen.

Uwe und ich haben uns die dortigen Zustände angesehen und waren schwer schockiert. Dem Faß den Boden ausgeschlagen hat dann allerdings eine Aktion, die kaum gefährlicher hätte sein können. Mir ist es absolut unverständlich, wie jemand auf die Idee kommen kann, mit 2 Wildschweinen in der Gemarkung spazieren zu gehen. Ich muss gestehen, dass ich, als ich diese Bilder sah, wirklich geplättet war. Wir alle wollen sicherlich nicht daran denken, was alles hätte passieren können. Dass man auch einen ausgewachsenen Keiler natürlich nicht in einem winzigen Matschloch hält, auch nicht wenn er eine Matratze zum 'Spielen' hat, ist nichts, was man großartig erklären muss. Wer dann noch kleine Füchse aufnimmt und sie zähmt, kann einfach keine Sachkunde haben. Eigentlich sollten diese Tiere natürlich wieder in die Natur entlassen werden, wenn sie aber zahm sind und keine Scheu mehr vor dem Menschen haben, können sie nicht mehr ausgewildert werden.

Das alles hat weder etwas mit Tierschutz noch mit einer Wildauffangstation zu tun. Wir sind froh, dass die Behörden dort nun einen Riegel vorgeschoben haben und hoffen, dass auch die Bevölkerung den Unterschied zwischen sinnvollem Tierschutz und solchen illegalen Auswüchsen erkennt. Wie uns gesagt wurde, werden auch nach der Beschlagnahmung der Tiere weiterhin Spendenaufrufe für die 'Wildtierhilfe' gepostet. Wir fänden es sinnvoller, Tierschützer zu unterstützen, die genau wissen, was sie tun, die vom Veterinäramt überprüft sind und bei denen, wenn Wildtiere aufgenommen werden dürfen, auch ggf. die untere Landesbehörde Einblick hat. Genehmigungen haben schon ihren Sinn und Sachkundeprüfungen werden verlangt, um den Tieren Leid und Elend, leider auch durch selbsternannte 'Fachleute/Spezialisten', zu ersparen. In Gundersheim ist einiges daneben gegangen und wir sind wirklich heilfroh, dass die Behörden dort eingegriffen haben. Die Tiere sind aus ihrem Elend befreit worden und konnten an sachkundige Personen/Vereine übergeben werden. Hoffen wir mal, dass niemand mehr auf die Geschichten des Pseudotierschützers hereinfällt und auch, dass niemand mehr solche Machenschaften mit seinem Geld sponsert!

 

06.05.2022

Endlich haben wir einen Termin für unsere beiden Hundchen bekommen. Wenn alle Untersuchungen ohne Probleme verlaufen und beide gesund bleiben, dürfen Sie am 20. Mai ausreisen. Wir freuen uns schon riesig auf die beiden und sind sicher, dass diese süßen Hundchen ganz schnell ein neues Zuhause finden werden.

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Unsere Paletten stehen leider immer noch bei uns in den Garagen. Langsam wird es eng und dazu wird das Futter in Spanien ja auch dringend gebraucht. Es ist wirklich wie verhext, aber was ich auch versuche, wir finden keine Spedition, die zu annehmbaren Preisen Waren nach Spanien mitnimmt.

 

04.05.2022

Manchmal treibt die Tierliebe von manchem Mitbürger erstaunliche Blüten. Wir wurden angerufen, weil eine Familie kleine Wildgänse im Hof habe. Da die gemeldeten Tiere in unserem Dorf sein sollten, fuhr ich direkt hin, um mir die Sache anzusehen und zu verstehen, wie Küken dort hin 'fliegen' konnten und was letztendlich wirklich passiert war. Dort angekommen, zeigte mir ein ausländischer Mitbürger die von ihm eingefangenen Küken. Es waren kleine Gänse, die offensichtlich den Elterntieren hinterherwatschelten und in Richtung eines Bachs unterwegs gewesen waren. Die Tiere einzufangen hatte zur Folge, dass die Eltern wegflogen. Da die eingefangenen Tierchen im abgedeckten Bottich nicht mehr zu sehen waren, gaben die Elterntiere wohl auf und waren nicht mehr gesehen...

Wir haben die Küken deshalb sofort aus dem Bottich geholt und und in einen Hasenkäfig gesetzt. Nun könnten die Eltern die Gänschen wieder sehen und auch hören - das war unsere Hoffnung. Wir baten darum, den großen Käfig in Ruhe zu lassen, er sollte im Hof schön schattig und ohne Belästigung der Küken stehen dürfen und damit den Elterntieren die Chance gegeben werden, in der Nähe zu landen und die kleinen Kerlchen wieder zu übernehmen. Wir sagten, dass wir nach etwa 30 Minuten wieder da sein würden, die Tiere sollten weder angefasst noch gefüttert werden. Wieso sich die Menschen nicht an klare Ansagen halten, wird uns ein ewiges Rätsel bleiben, denn als wir kamen, waren die Kinder mit den Küken beschäftigt, es wurden Fotos gemacht und Videos aufgenommen, die Küken hatte man versucht mit Eiern zu füttern. An eine ruhige Umgebung und damit eine Chance für die Gänse-Eltern war nicht zu denken. Auch die Abgabe der Gänse an uns erfolgte nur unwillig, man habe zwar keinen Garten, könne die Tiere aber großziehen... Für uns war das keine Option und wir konnten uns auch nicht denken, dass die Gänse gerne als Braten in der Röhre enden wollten, also haben wir sie wieder eingepackt und versucht, eine Aufzuchtstation zu finden.

Eines unserer Mitglieder hatte die 7 Gänschen währenddessen in Obhut und fütterte die halbverhungerten Kleinen mit kleingeschnittenem Feldsalat und Wildkräutern aus einer Wasserschale. Hier schnäbelten sie das Futter aus dem Wasser und lagen dann zwar elternlos, aber satt und zufrieden unter der Wärmelampe. Nach vielen Telefonaten und einigen Mühen durften wir die Küken dann in die Wildvogel-Pflegestation Kirchwald nach Mayen bringen. Es wurde eine Fahrkette organisiert und mittlerweile sind die 7 Gänschen wohlbehalten angekommen.

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Dass eine so unbedachte und völlig sinnfreie Einfangaktion uns einen ganzen Tag Zeit gekostet hat und dass zudem natürlich jetzt auch hohe Kosten anfallen werden, scheint den Herrschaften nicht bewusst gewesen zu sein. Ich weiß wirklich nicht, was das sollte, hat man da den zukünftigen Braten im Hof gesehen oder wollte man den Kindern etwas zum Spielen geben? 

Gänse und Enten führen ihre Jungen nach dem Schlüpfen ans Wasser, so etwas kann durchaus problematisch sein, denn nicht jede Gans/Entenmutter scheint sich der Gefahr von Straßen oder Hochhäusern bewusst zu sein. Trotzdem schaffen es die Tiere - manchmal eben mit etwas Hilfe von tierlieben Menschen - eigentlich fast immer, ihre Kinderschar sicher ans Ziel zu bringen. Die Küken einzufangen und vor den Eltern zu verbergen, ist sicher kein Akt des Tierschutzes gewesen. Manchmal denke ich, dass man solchen Leuten die Rechnung ihres Handeln präsentieren sollte... da man aber weiß, dass so etwas immer mit Streit endet, bedanken wir uns bei unseren Mitgliedern und Spendern, dass sie mit ihren Zuwendungen an die Tierhilfe Phönix auch solche Dinge abdecken...

 

03.05.2022

Der Krieg in der Ukraine hält alle in Atem und so haben sich mittlerweile auch die Labore der Firma Laboklin für die ukrainischen Tiere mit Flüchtlingsstatus engagiert. Hier gibt es nun kostenfreie Tollwut-Impftiterbestimmungen. Bei dieser wirklich guten Sache sind die Firmen MSD Tiergesundheit sowie Hill's Pet Nutrition GmbH sowie das Labor Viro Vet Diagnostik GmbH bereit gewesen mitzumachen und so wird es möglich sein, Hunde und Katzen von geflüchtete Personen kostengünstig zu testen. Natürlich fallen auch weiterhin die Kosten für die Blutentnahme usw. beim Tierarzt an, aber die Laboruntersuchungen sind schon mal kostenfrei.

Natürlich sagt uns allen der Begriff Reisekrankheiten etwas. In der Ukraine sind ebenfalls spezielle Krankheiten häufiger zu finden und so hat Laboklin hierfür ein spezielles Reiseprofil zusammengestellt. Dieses 'Ukraine-Profil' wird vergünstigt abgerechnet. Enthalten sind die Untersuchungen auf Hepatozoon, Mikrofilarien, Babesien und Rickettsien. Wichtig ist es dabei, eine Passkopie beim Tierarzt abzugeben, um nachzuweisen, dass es sich tatsächlich um ein Tier eines Flüchtlings handelt.

Ich hatte ja schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass Tiere von Geflüchteten trotz fehlender Tollwutimpfung einreisen durften. Allerdings müssen die Tiere vom Veterinäramt überwacht und ggf. nachgeimpft werden. Solltet ihr Kontakt zu geflüchteten Menschen haben, können wir nur darum bitten, diese Infos weiterzugeben. Tollwut ist keine heilbare Krankheit, an Tollwut stirbt man unweigerlich!

Diese Sonderbestimmungen für die Einreise von Tieren von Geflüchteten aus der Ukraine bedeutet allerdings keinen Freibrief für jeden, der gerne ein Tier aus der Ukraine haben möchte. Es ist auch weiterhin nicht möglich, Tiere aus der Ukraine auszuführen, ohne die geltende Quarantänebestimmungen zu beachten!

 

01.05.2022

Wir freuen uns immer ganz besonders, wenn wir Bilder von unseren Ehemaligen bekommen, manche haben mittlerweile schon ein stolzes Alter erreicht. Hier sind die Bilder von Frieda, die früher Megara hieß und vor über 8 Jahren vermittelt wurde. Sie ist ihrer Halterin eine Seelenfreundin und ich finde, das sieht man Frieda auch an. Sie sieht wunderbar entspannt und glücklich aus, ein rundum toller Hund, der schon die ersten grauen Haare hat und damit eine gesunde Lebenserfahrung ausstrahlt. Wir sind froh und dankbar, dass Frieda so ein wunderbares Leben führen durfte und noch darf. Ganz lieben Dank an Anne nach Siegburg!

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Leider haben wir noch immer keine Lösung für unser Frachtproblem gefunden und so stehen die fertig gepackten Paletten in unserer Garage und harren der Dinge, die da kommen werden... Es ist zur Zeit wirklich sehr schwer, wenn nicht unmöglich, eine Fracht nach Spanien zu verschicken. Umgekehrt haben wir das gleiche Problem, wir haben 2 reisefertiige Hunde in Villena, die dringend auf einen Transport warten und leider tut sich auch hier recht wenig. Wir versuchen wirklich alles und bekommen nur Absagen. Cruz und Bardem würden so gerne ausreisen...

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28.04.2022

Nachdem uns immer wieder Anfragen für Wildtiere erreichen, möchte ich hier einmal etwas erklären. Wir helfen gerne bei der Aufnahme von Wildtieren, wir haben aber keine Möglichkeit, Rehe, Ferkel, Füchse usw. unterzubringen. Die Unterbringung dieser sehr speziellen Wildtiere erfordert viel Platz und noch mehr Fachwissen, daher müssen auch wir diese Tiere in spezielle Wildauffangstationen bringen. Dort kann man sich bestens um solche Tiere kümmern und diese auch gegebenenfalls später wieder auswildern. Um so etwas tun zu dürfen, benötigt man eine Genehmigung! Es ist nicht erlaubt, sich als Privatperson einfach Wildtiere anzueignen und es ist schon gar nicht erlaubt, solche aufgenommenen Wildtiere zu zähmen und später als 'Haustiere' zu behalten.

Es ist für einen Tierschützer z. B. schlimm, einen zahmen Fuchs in einer kleinen und der Natur in keinster Weise nahekommenden Einfriedung zu erleben. Noch schlimmer ist es, dass manch einer nicht verstehen will, dass seine vermeintliche Tierliebe absolut keine ist. Wer ein Wildschwein illegalerweise ohne Genehmigung und das erforderliche Fachwissen daheim groß zieht und auf wenigen Quadratmetern hält, nicht einmal einen doppelten Zaun und einen Untergrabungsschutz hat, der muss damit rechnen, dass das Tier weggenommen und getötet wird. Auch ein Spaziergang mit 'zahmen' Wildschweinen in der Gemarkung zeugt nicht gerade von besonderem Fachwissen. Die uns zugespielten Aufnahmen haben uns massiv erschreckt, wir wissen nämlich, in welcher Gefahr sich unbedarfte Spaziergänger befinden, die sich plötzlich zwei Sauen oder sogar einem Keiler gegenübersehen.

Aus gegebenem Anlass möchten wir darum bitten, Meldungen über verletzte Wildtiere usw. nur an die Polizei, den Jagdpächter oder ein Tierheim zu machen. Privatpersonen dürfen keine Wildtiere aufnehmen und nicht jeder, der sich einfach mal so 'Wildtierhilfe' nennt, hat auch eine Berechtigung. Ob eine Genehmigung besteht, kann man übrigens bei der unteren Landesbehörde erfragen oder ggf. auch beim Veterinäramt.

Aufgrund mehrerer Anfragen müssen wir auch leider mitteilen, dass es in Gundersheim keine Wildtierhilfe gibt! Dementsprechend kann auch keine Wildtierhilfe dort Spenden entgegennehmen oder Wildtiere aufnehmen!

Wer die Arbeit von fach- und sachkundigen Tierschützern unterstützen möchte und sicher sein will, dass Spenden auch an der richtigen Adresse ankommen und diese vielleicht speziell für Wildtiere verwendet werden, der kann sich z. B. gerne über die Wildauffangstation 'Wildtierhilfe Schäfer e.V.' schlau machen. Sie befindet sich in 63071 Offenbach am Main, Walsstr. 275 (Offenbacher Waldzoo) Tel: 0178 7215103 (Hier haben wir schon mehrfach Igel unterbringen dürfen).

Oder:

Wildtierfreunde e.V.
Im Linnen 1 A
63477 Maintal

Oder:

Wildvogel-Pflegestation
Kirchwald
mit angeschlossener Igelstation
0160-96714064
info@wpskirchwald.de

Anmerkung vom 04.05.2022: Dort sind unsere Gänsekinder jetzt untergebracht und dort werden sie auch später wieder ausgewildert werden. :)

 

26.04.2022

Seht euch mal an, was unsere tolle Alexandra genäht hat. Die Kissen sind wunderschön und stehen für den Tierschutz zum Verkauf! Wer sich dafür interessiert, kann sie über den Tierschutz-Shop erwerben. Die Einnahmen gehen zu 100 % an die Tierhilfe Phönix e.V.

Seht euch doch einfach mal in unserem Shop um, bestimmt findet ihr etwas für euch oder eure vierbeinigen Freunde. Wir versuchen die finanziellen Probleme des Vereins mit den Einnahmen des Shops aufzubessern. Irgendwie müssen wir das Geld für die Transporte der Spenden ja zusammenbekommen...

 

24.04.2022

Immer mal wieder liest man auf den üblichen Plattformen davon, das jemand einen Hund von einem Verein übernommen hat und nicht alles so lief, wie man sich das dachte. Oft wird hier schmutzige Wäsche gewaschen, was eigentlich niemanden interessiert. Private Streitereien, die so ausgetragen werden, sind unschön und der 'Dreck' klebt dann später an beiden Seiten. Man kann sich dann immer nur wünschen, dass das Internet schnell vergisst...

Manchmal lese ich allerdings auch Dinge, die mich aufmerksam machen. Heute habe ich von einem Verein gelesen, der seine Hunde von den Azoren holt und sie nach ca. 4 Stunden Flugzeit in Deutschland am Flughafen von den neuen Haltern abholen lässt. Mit Flugzeiten und Transporten von den Azoren kenne ich mich wirklich gut aus und so habe ich mich bei dem Verein mal auf der Homepage eingelesen. Es ist ohne Direktflug absolut unmöglich, Hunde über eine so weite Strecke in 4 Stunden nach Deutschland zu fliegen. Direktflüge gibt es nur in den Sommermonaten, meistens von Mai - Oktober. Danach gehen die Flüge übers Festland. Von den Azoren aus reisen die Hunde zuerst zum portugiesischen Festland und haben dort oft lange Wartezeiten, um von dort aus nach Deutschland zu fliegen. Die Tiere sind fast immer einen ganzen Tag lang unterwegs und wenn sie dann nachts in Frankfurt ankommen, geht es erstmal in die 'Animal Lounge'. Dort dürfen sie die Box endlich verlassen, werden versorgt, vom Veterinäramt kontrolliert und können morgens ab 6 Uhr abgeholt werden. Das alles ist weit weg von ca. 4 Stunden Flug! Bei einem Direktflug beträgt die reine Flugzeit schon ca. 4,5 Std. und zwar ohne Check-In und Abfertigung am Zielflughafen. Bei einem Direktflug müsste allerdings der Halter des Hundes das Tier begleiten, dann erschließt es sich mir allerdings nicht, wieso er nochmal eine Vermittlungsgebühr von fast 500 € bezahlen sollte.

Beim Weiterlesen auf der Homepage bin ich dann darüber gestolpert, dass die Hunde, die nach Deutschland einreisen, vorfinanziert werden müssen. Es wird tatsächlich von den Pflegestellen verlangt, dass die Hunde von ihnen bezahlt werden. Das Geld gibt es dann zurück, sobald der Hund vermittelt wurde. Ich konnte kaum glauben, als ich das las. Gibt es tatsächlich Menschen, die so etwas machen?

Man sieht sich aus Mangel an finanziellen Mitteln nicht in der Lage, die Tiere im Vorfeld zu bezahlen und wälzt das auf die Pflegeplätze ab. Ich frage mich wirklich, was passiert, wenn mal ein Hund krank ist oder zurückgegeben wird und dadurch Kosten entstehen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man Tierschutz ohne Geld betreiben kann. Wenn ein Verein die Tiere von den Pflegestellen vorfinanzieren lässt, weil ihm das Geld dafür fehlt, wie kann er für eventuell anfallende Tierarztrechnungen aufkommen, Vor- und Nachkontrollen machen und, was ganz wichtig ist, Hilfe im Ausland leisten? Im Auslandstierschutz geht es doch ganz bestimmt nicht nur um die Vermittlung von Hunden, oder?

Bei uns hat noch nie jemand einen Hund vom Flughafen abgeholt, das ist natürlich unsere Aufgabe. Wir haben den Flug beauftragt, der Verein ist Eigentümer der Hunde und deshalb dürfen wir die Tiere auch abholen. So etwas kann doch nicht die Aufgabe der Pflegestellen sein und natürlich stellt sich mir dann auch sofort die Frage, wieso die Pflegestelle, die die Hunde vom Flughafen abholen soll, dafür nur eine Kostenerstattung von 50 % bekommt? Wenn die Tiere doch im Transit nur mit den Eigentümern fliegen dürfen, dann können diese den Hund doch auch mit nach Hause bringen. Ich verstehe das ganze System nicht und leider gab es nirgendwo eine Telefonnummer, so dass ich auch nicht nachfragen konnte.

"Bei Gebot eines Pflegestellenplatzes ist es grundsätzlich so, dass die Pflegestelle mit den Adoptionskosten des ausgewählten Hundes in Vorleistung geht, da wir nicht genug Spenden haben, um den Hund komplett (Klinikkosten, Flüge etc.) vorzufinanzieren. Wir haben jedoch auch die Möglichkeit, dass die Pflegestelle von einer anderen Person Vorfinanziert wird.

Wenn der Hund dann vermittelt wird, bekommt die Pflegestelle bzw. die vorfinanzierende Person die ausgelegten Adoptionskosten vollständig vom Adoptanten zurück. Dies ist in unseren Pflegestellen- und Adoptionsverträgen geregelt."

Für mich klingt das so, dass der Hund von der Pflegestelle gekauft und auch von dieser weitervermittelt wird. Auf der Homepage wird sogar darum gebeten, sich an der Vermittlung zu beteiligen ("Um die Vermittlung kümmern wir uns (...), wobei wir dankbar wären, wenn die Pflegestelle hier unterstützt").

Was denn noch alles? Vorfinanzieren, Kredite geben, 50 % der Fahrtkosten selbst zahlen, am Flughafen abholen, Futterkosten selbst übernehmen.... und dann auch noch bei der Vermittlung helfen? Ich kann das kaum glauben. Ehrlich gesagt, halte ich das auch steuerlich für recht problematisch.

Leider war es mir nicht möglich, jemanden von dem Verein telefonisch zu erreichen. Ich hätte zu gerne auch einmal nachgefragt, in welchen Fällen eine Zwingerhaltung erlaubt ist, denn auch das stand auf der Homepage ("Zwingerhaltung nur nach Absprache"). Ich hoffe, dass sich vielleicht doch noch mal jemand bei mir meldet und mir erklärt, wie so ein System funktioniert...

(Quelle Zitate: https://www.hunde-adoption-direkt.de/informationen-zu-pflegestellen)

 

22.04.2022

Wir haben es tatsächlich geschafft, 3 Paletten Futter zu ergattern. Es ist wirklich sehr hochwertige Ware, die noch zustätzlich mit einer ganzen Palette Leckerchen aufgestockt wurde. Für Spanien ist das genau richtig und wird dort schon sehnlichst erwartet. Leider haben wir im Augenblick wieder die gleichen Probleme wie schon vor einigen Wochen. Wir bekommen keinen LKW, der uns die Spenden nach Spanien fährt. Ich habe den ganzen Tag telefoniert und nicht eine Spedition gefunden, die in den nächsten Wochen noch freie Kapazitäten hat. Ganz davon abgesehen sind die Preise so sehr angestiegen, dass wir uns einen Transport wohl gar nicht mehr leisten können. Jetzt sitzen wir hier, haben das tolle Futter und wissen nicht, wie wir es in die Protectora schaffen sollen. Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln. Falls ihr eine Idee habt oder jemanden kennt - bitte sofort melden!

 

20.04.2022

Unsere beiden geplanten Hundchen sind nun zugesagt und geimpft. Eine Kastration steht noch aus und dann dürften beide reisefertig sein. Wir freuen uns schon sehr auf die beiden und haben auch schon die passenden Pflegestellen gefunden. Für die kleinen Mischlinge ist es nicht ganz so schwer, passende Plätze zu finden, ganz anders sieht es bei den Windhunden aus. Wir wissen, dass nicht jeder so einen Hund halten kann und es nicht einfach ist, für diese Hunde die passenden Menschen zu finden.

Wir möchten euch heute einen kleinen Galgo vorstellen. Er heißt Scooby und braucht dringend ein liebevolles Zuhause und nachdem in unserem Kreis nun  über 50 Greyhounds beschlagnahmt wurden, die ebenfalls ein neues Zuhause suchen, kann man vielleicht auch für einen 5 Monate alten Galgo-Bub ein Plätzchen finden. Was meint ihr, er ist doch wirklich toll, oder?

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Wer sich für einen Windhund interessiert, kann sich gerne jederzeit von uns beraten lassen. Wir hatten 1976 unseren ersten Barsoi und sind nie wieder von diesen sanften Hunden losgekommen. Windhunde sind einfach anders, sie bewegen sich gerne, sind schnell wie der Wind, aber ihr Wesen ist sanft und zurückhaltend. Windhunde bemerkt man in der Wohnung kaum, sie genießen es, auf dem Sofa zu lümmeln und wir haben es nie erlebt, dass sie beim Klingeln an der Haustür auch nur aufgestanden sind.

Wir würden uns freuen, wenn wir für den kleinen Burschen ein liebevolles Zuhause finden könnten. Er ist sicherlich eine Bereicherung für jede aktive Familie.

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18.04.2022

Es ist im Augenblick wirklich nicht einfach, Futter für unsere spanischen Tierheime zu bekommen. Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf unsere Arbeit, denn wir bekommen keine Futterspenden mehr und für die spanischen Hunde interessiert sich kaum noch jemand. Das Internet ist voll von Tieren, die aus der Ukraine stammen (sollen). Ich weiß, wie groß das Leid der ukrainischen Tiere ist, ich weiß aber auch, dass leider einige Organisationen, die eigentlich normalerweise gar keine Hunde aus der Ukraine holen, auf dieses Thema angesprungen sind. Die Länder, die um die Ukraine herum liegen, haben natürlich ebenfalls Hunde, denen es nicht gut geht, aber sie können als EU-Mitgliedstaaten Hunde ohne Quarantäne nach Deutschland einführen - Tiere aus Drittstaaten (wie die Ukraine einer ist) können das nicht. Hier muss das Tier erstmal die Quarantänezeit hinter sich bringen.

Wenn man bei manchen Anzeigen auf den bekannten Plattformen genau hinsieht, dann stellt man fest, dass manchmal das Leid der Hunde in der Ukraine beschrieben wird, die Hunde aber gar nicht von dort kommen. Ich finde so etwas nicht schön und zudem unfair. Natürlich will man für 'seine' Hunde immer das Beste, aber ist es denn wirklich nötig, hier als Trittbrettfahrer zu agieren? Gleiches erlebe ich auch bei meinen Nachfragen um Futter, plötzlich liefern alle möglichen Vereine in die Ukraine, auch hier stellt man bei genauerem Hinsehen fest, dass das oft gar nicht stimmt. Und so bekommen wir von den großen Futterlieferanten eine Absage nach der anderen. Es heißt, dass täglich Vereine anfragen und dass für die Kriegsgebiete Futter gespendet wird.

Für unsere Spanier bleibt kaum etwas übrig und so sind unsere so lange vorbereiteten Projekte nun tatsächlich in Gefahr. Wenn wir kein Futter mehr bekommen, dann müssen die Gelder, die in Spanien für den Bau der Klinik zurückgestellt wurden, jetzt für die Versorgung der Tiere verwendet werden. Ihr merkt es schon, der Krieg in der Ukraine verändert alles und hat auch im Tierschutz länderübergreifende Folgen. Trotzdem bleiben wir natürlich dran und werden auch weiterhin versuchen, das so dringend benötigte Futter für unsere Schützlinge in Spanien zu besorgen. Bitte denkt daran, dass wir dafür auch die Spendenplattform von VETO nutzen. Wenn ihr Futter spenden und unseren Tieren helfen wollt, dann klickt einfach auf das folgende Banner. Da kommt ihr direkt zu unserer VETO-Wunschliste:

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Ganz herzlichen Dank für eure Hilfe!

 

16.04.2020

Die Ostertage stehen vor der Tür und wir wünschen euch allen etwas Ruhe und eine schöne sonnige Zeit!

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14.04.2022

Lupines dicke Wange ist abgeschwollen und es geht ihr wieder gut. Dafür hat Gulliver Pech mit seinem Äugelchen gehabt. Zuerst sah es so aus, als ob es wunderbar heilen würde, jetzt merken wir, dass es wohl doch etwas langwieriger werden wird. Bald ist Ostern, ich hoffe nicht, dass wir vorher nochmal zum Tierarzt müssen. In den letzten Monaten sind einige Kosten zusammengekommen und so einfach steckt das keiner mehr weg. Ich habe den Eindruck, dass unsere Tierarztbesuche in den letzten Jahren immer teurer geworden sind, tatsächlich haben wir weniger Tiere in Behandlung und trotzdem rinnt uns das Geld gerade so durch die Finger. Ich habe deshalb mal rumgefragt und wollte wissen, ob nur ich diese Entwicklung bemerke. Aber nein, es scheint überall das Gleiche zu sein. Die Tierbesitzer erzählen mir, dass früher Kastrationen von Rüden nicht mehr als 200 € gekostet haben und jetzt, gerade mal 5 Jahre später, 500 € dafür verlangt werden.

Nun, das ist natürlich erstmal vom Tierarzt abhängig und sicher kann man die Preise einer Klinik nicht mit einem Landtierarzt vergleichen. Trotzdem gibt es die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) und diese gibt eigentlich die Preise vor. Wer sich nicht daran hält, hat mit Strafen zu rechnen. Man sollte also davon ausgehen, dass es zwar gewisse Unterschiede in der Preisgestaltung geben mag, aber sicherlich die eine Praxis nicht doppelt so viel wie die nächste verlangen kann. Die Realität sind anders aus und beschweren kann man sich nicht. Man ist dankbar, wenn sich jemand gut um unsere Schätze kümmert und oft ist das Geld erstmal zweitrangig. Wer dann aber ein Jahr lang die Raten für eine OP abbezahlen muss, der stellt fest, dass sich etwas geändert hat, denn jetzt kann er dazu auch noch dankbar sein, dass er überhaupt eine Ratenzahlung angeboten bekommen hat. Vielleicht sehe ich das auch falsch und alles ist teurer geworden. Die Frage ist nur, wenn wir jetzt zum Teil doppelt so viel für unsere Tierarztrechnung bezahlen müssen, haben wir in der Zwischenzeit auch eine hundertprozentige Gehaltserhöhung gehabt? Wir für unseren Teil können das ganz klar mit nein beantworten. Deshalb haben wir als 'Selbstschutz' versucht, für unsere Hundchen eine Versicherung abzuschließen. Ein Teil der Hunde ist dafür schon zu alt und da manche Vorerkrankungen haben, werden sie erst gar nicht mehr aufgenommen. Außerdem bezahlt eine Versicherung bei weitem nicht alles, auch hier werden bestimmte Dinge einfach ausgeschlossen und oft ist es natürlich gerade das, was mein Tier im Augenblick plagt.

Mit großer Sorge beobachten wir auch die Entwicklung des Aufkaufen von Praxen durch Konsortien. Hier ist die Absicht ganz klar, es muss sich rechnen und Gewinn abwerfen. Der Traum von der netten Tierarztpraxis nebenan ist ausgeträumt. Auch hier geht es jetzt fast immer nur noch um die Performance, wie man jetzt so schön sagt. Die kranken Tiere sind nicht mehr der Mittelpunkt der Bemühungen, sondern nur noch der schnöde Mammon. Für uns, die wir ehrenamtlich Arbeiten, ist ein solches Denken nicht mehr nachvollziehbar. Tiere sind uns eine Herzensangelegenheit und sicher wissen wir, dass auch ein Tierarzt leben will und natürlich kostet auch eine Klink zu unterhalten Geld, aber muss es denn wirklich so weit kommen, dass Tierarztpraxen Spekulationsobjekte sind? Geld ist doch nicht alles. Ist es denn wirklich schon so weit gekommen, dass ein Tierarzt die Behandlung eines Tieres verweigert, weil die Familie das Geld nicht umgehend bezahlen kann? Abwägen zu müssen, dem besten Freund des Menschen die Treue zu halten und eine Wahnsinnstierarztrechnung zu begleichen, fällt vielen Menschen sehr schwer. Die Tiere sind unschuldig daran und sie sind die Leidtragenden.

Wenn z. B. ein Tierarzt ein Hundchen mit einem Bruch nicht behandelt, weil er sein Geld nicht sofort bekommt und das Tier daraufhin eingeschläfert wird, dann ist das System falsch. Ich frage mich, wie man mit so etwas auf dem Gewissen noch ruhig schlafen kann. Offenbar können das die meisten und solchen Menschen vertrauen wir unsere Tiere an... Ich kann verstehen, dass niemand grundsätzlich pro bono arbeiten kann, aber ein Tier zu töten, weil man nicht einmal eins, zwei Stunden Zeit spenden will, das erscheint mir nicht angemessen. Uwe und ich hatten schon Tierarztrechnungen von über 10.000 €, die Bitte um 3 oder 4 Raten innerhalb eines halben Jahres wurde brüsk abgelehnt. Man sagte uns, wir hätten uns vorher überlegen sollen, ob wir uns die Behandlung leisten können. Wenn nicht, hätten wir die Klinik erst gar nicht betreten müssen. Als Tierschutzverein hofften wir auf einen kleinen Nachlass oder wenigstens ein zeitliches Entgegenkommen. Leider wurde nichts davon gewährt.

Tiere sind oft die engsten und letzten Begleiter, die wir noch haben, sie sind ein Teil unserer Familie, uns wichtig und wertvoll. In dieser Klinik hatte ich den Eindruck, dass sie nur den Wert der Behandlung darstellen. Seit dieser Zeit sehe ich die leitenden Ärzte dort mit anderen Augen. Ob wir, wenn wirklich viel Geld zu holen ist, alle so werden?? Ich kann es mir nicht vorstellen. Für mich sind das Menschen mit einem Charakterfehler, eigentlich will ich mit solchen Freaks nichts zu tun haben. Schlimm, dass ich sie alleine wegen meiner Tiere aushalten muss. Meistens scheint es wirklich zu stimmen: Geld verdirbt den Charakter...

 

12.04.2022

Für Lupine war es heute ein harter Tag. Die arme kleine Nase hatte eine dicke Backe und musste deshalb schon für einige Tage Antibiotika nehmen. Es war klar, dass wenigstens ein Backenzahn gezogen werden müsste und so waren wir nicht erstaunt, als wir dann nach der OP sogar 2 Zähne präsentiert bekamen. Lupi hatte eine Zahnfistel und auch wenn ihre Beißerchen immer toll ausgesehen haben, so etwas kommt vor. Jetzt ist alles überstanden, das recht große Loch wurde vernäht und Lupine konnte heute Abend schon wieder weiches Futter essen. Die Arme, irgendwie wusste sie, dass etwas auf sie zukommen würde, im Wartezimmer hat sie wie Espenlaub gezittert. Die Braunüle hat sie sich aber ganz tapfer schieben lassen und ist dann in einen traumlosen Schlaf gefallen. Beim Aufwachen waren wir bei ihr und nach 30 Minuten konnten wir sie schon wieder mit nachhause nehmen. Lupine ist jetzt 15 Jahre alt und sie hat alles ganz großartig überstanden. Ein wirklich tapferes Mädchen!

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10.04.2022

Wir haben heute für Marley den Vertrag gemacht. Sie bleibt ganz in unserer Nähe und ist im Nachbardorf bei einer ganz lieben Familie eingezogen. Die hübsche Nase hatte einiges an Gewicht zuzulegen und war zudem sehr nervös. Jetzt ist sie gut genährt und absolut gechillt. Wir freuen uns sehr über die Vermittlung dieser älteren Hündin in ein ruhiges Zuhause ohne kleine Kinder. Der Trubel der letzten Jahre war Marley eindeutig zuviel.

Außerdem haben wir uns das neue Zuhause der beiden Gänse angesehen, die wir in den letzten 6 Wochen vermittelt haben. Herrmann ist ein wirklich stolzer Ganter, der nun 2 Gänschen zur Gesellschaft hat. Die drei sind ein tolles Gespann und fühlen sich sichtlich wohl. Sie haben alle Namen bekommen, einen wunderschönen Teich und natürlich werden sie nie geschlachtet werden. Die Familie hat jahrelange Gans-Erfahrung und die letzte Gans wurde über 20 Jahre alt. Einfach toll!

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08.04.2022

Wir haben heute 2 neue Nasen aus Spanien zugesagt. Es ist eine Mutterhündin mit ihren kleinen Buben. Für das 4-jährige Mütterchen 'Cruz' haben wir schon eine Pflegestelle finden können, das kleine Bübchen 'Bardem' ist jetzt 4 Monate alt und sucht noch eine Pflegestelle oder vielleicht auch gleich ein endgültiges Zuhause.

Beide Hundchen reisen geimpft, gechipt und kastriert mit einem negativen Mittelmeertest nach Deutschland. Wir denken, dass wir in den nächsten 2 - 3 Wochen einen Transport buchen können. Voraussetzung wäre allerdings eine Pflegestelle für den kleinen Bardem. Wer Interesse an einer endgültigen Übernahme oder einer Pflegestelle hat, kann sich ab jetzt bei uns melden.

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06.04.2022

Wir überlegen die ganze Zeit, ob wir in diesem Herbst ein Vereinsfest zustande bekommen. Tatsächlich fehlen diesesmal nicht nur Helfer, sondern auch Spenden. Für unsere traditionelle Tombola sammeln wir immer schon einige Monate vorher die Preise ein, seit Wochen bemühe ich mich nun und bekomme mal gerade gar nichts gespendet. Alles ging zuerst ins Ahrtal und jetzt in die Ukraine. Tja, ich kann es nicht ändern und weiß nun nicht, ob wir überhaupt ein Fest machen sollen. Eine Tombola wird es wahrscheinlich nicht geben, das Geld brauchen wir allerdings dringend, um unsere Projekte weiterführen zu können. Wenn dazu auch keine freiwilligen Helfer mehr da sind, wie soll das dann gehen? Im Augenblick bin ich völlig ratlos. Corona hat alles verändert und auch unseren Verein hat es hart getroffen. Keiner kann sich so recht aufraffen und viele sind motivationslos. Tatsächlich haben sich einige unserer Helfer während der Pandemie einfach um andere Sachen gekümmert und wir stehen nicht mehr so richtig auf dem Schirm.

 

03.04.2022

Morgen ist wieder Welt-Streuner-Tag. Wir erinnern daran, weil es in vielen Ländern normal ist, Hunde und Katzen einfach ihrer Wege gehen zu lassen. Wenn sie sich zu heftig vermehren, werden sie brutal getötet oder einfach vergiftet - was natürlich ebenfalls ein unsagbar schrecklicher Tod ist - für Kastrationen fehlt oft das Geld und kastriere Tiere in Tierheimen aufzubewahren, um sie dann an geeignete Menschen zu vermitteln, klappt auch nur in den seltensten Fällen.

Es ist schwierig, in Ländern zu arbeiten, in denen der Umgang mit Tieren einfach 'anders' ist als bei uns. Die Helfer leiden an all den schrecklichen Bildern, die sich in ihrem Kopf ansammeln, die Tiere leiden an den fürchterlichen Bedingungen und die Menschen, die dort leben, kennen es nicht anders und machen sich um die Tiere in den seltensten Fällen Gedanken. In Ländern Tierschutz zu betreiben, in denen beispielsweise noch an Vampirismus geglaubt wird und Tote auf Friedhöfen wieder ausgebuddelt werden, um ihnen das Herz herauszureißen und zu verbrennen, ist oft genug eine sehr unbefriedigende Sache.

Gesellschaften ändert sich nur langsam und man kann selbst mit maximaler Anstrengung als ganz normaler Bürger nur ganz wenig dazu beitragen. Der Glaube, man selbst könne die Welt verändern, ist unrealistisch. Die Gesellschaft ändert sich auch ganz sicher nicht durch Tierschützer, sondern durch eine bessere wirtschaftliche Lage, das bedeutet, dass man auf diese Entwicklung warten muss und im Zuge dessen versucht, den Tieren zu helfen. Eine große Änderung erreicht man nicht, aber man kann Einzelschicksale verbessern. Wenn man das begriffen hat - meistens ist man dann schon über 40 Jahre alt :) - ist es nicht mehr ganz so schlimm, wenn wan die Welt dann doch nicht retten konnte. Man begnügt sich damit, das zu tun, was man kann und gibt sein Wissen weiter.

Die vielen Bilder im Kopf holen uns aber alle irgendwann ein und viele Tierschützer können das ganze Leid und Elend dann einfach nicht mehr ertragen. Gute Leute resignieren und geben auf, das ist das schlimmste überhaupt. Man sagt, der Tierschutz frisst seine Kinder. Leider ist es oft so. Wenn man jung ist, hat man die Energie, sich in alles kopfüber hineinzustürzen, man bedenkt jedoch nicht, welche Wirkung die Erlebnisse haben, die sich im Kopf einbrennen. Irgendwann muss man dann erkennen, dass die eigenen Ziele viel zu hoch gesteckt waren und dann holen die Bilder uns ein. Nicht aufzugeben und weiterhin die Energie zu finden, mit Sinn und Verstand weiterzuarbeiten, das ist eine große Leistung.

Deshalb ist der Streuner-Tag nicht nur ein Tag, der den Tieren auf der Straße gewidmet sein sollte, sondern für mich immer ein Tag, an dem ich ganz besonders an die Tierschützer denke, die sich täglich den schlimmsten Dingen aussetzen und an der Tierschutzfront supertolle Arbeit leisten. Ich bin mit meinen Gedanken auch bei ihnen und wünsche ihnen die Kraft, den Ärmsten der Armen zu helfen und genug Ruhe, um das Erlebte vernünftig zu verarbeiten. Nur so bleiben uns diese wichtigen Menschen auf Dauer erhalten. Dass wir sie brauchen, ist keine Frage!

 

01.04.2022

Wir hatten ein sehr erfreuliches Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten, Herrn Heiner Illing. Er ist gleichzeitig Bürgermeister in Gau-Odernheim und, was den Tierschutz anbelangt, sehr umtriebig. So ein Engagement freut uns natürlich besonders und deshalb haben wir uns sehr gerne mit ihm getroffen und ein intensives Gespräch mit ihm führen können. Natürlich haben wir die Probleme angesprochen, die wir in unserer täglichen Arbeit haben. Die Katzenschutzverordnung mit ihren ganzen Vor- und Nachteilen wurde besprochen und natürlich haben wir uns auch für die Wildtiere eingesetzt und die Problematik bei der Aufnahme durch geeignete Personen und die Abgabe von oft verletzten Tieren durch Privatleute besprochen. Das Verhalten von Tierärzten ist bei der Behandlung von Wildtieren sehr unterschiedlich, manche wehren solche Behandlungen ab, manche verlangen vom Finder die Bezahlung der Rechnung. Hier muss endlich eine Klärung, die auch gerichtsfest ist, gefunden werden. Unserer Meinung nach kann es nicht sein, dass Privatleute hier zur Zahlung aufgefordert werden oder wir als Tierschutzverein letztendlich auf den Rechnungen sitzenbleiben. Solche Praktiken werden dazu führen, dass die Tiere zukünftig einfach nicht mehr beachtet werden, weil man fürchten muss, die Kosten für eine Behandlung selbst tragen zu müssen.

Ein weiteres großes Thema war der von vielen befürwortete Hundeführerschein. Auch wir sind natürlich der Meinung, dass jeder, der einem Hund anschafft, über gewisse Kenntnisse verfügen muss. Was das letztendlich alles bedeutet und umfasst, ist Gegenstand heftiger Diskussionen. Die Bundesländer haben dazu ganz unterschiedliche Vorstellungen und ob es möglich sein wird, hier einen gemeinsamen Konsens zu finden, ist fraglich. Die praktische Durchführung von Prüfungen würde Schulungen bedingen, wer diese aber anbieten darf ist nicht geklärt. Was soll Thema dieser 'Prüfungen' sein? Können Hundeschulen so etwas leisten oder ist das Veterinäramt hier gefragt? Noch sind viele Fragen nicht annähernd geklärt und so wird es sicher noch sehr lange dauern, bis ein 'Hundeführerschein' einfach dazugehört.

Wir hatten ein sehr anregendes und für beide Seiten informatives Gespräch und freuen uns auch in Zukunft, mit Herrn Illing in Kontakt zu bleiben.

 

 

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aktualisiert am 03.07.2022

 

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