Phönix-Tagebuch

Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.

Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.

Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.

Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
 


 

08.02.2026

Vergessen - angebunden - ausgeliefert?

Es kommt immer wieder vor, dass wir zu Supermärkten gerufen werden, weil die Hunde nach dem Einkauf einfach vergessen wurden. So unglaublich das klingt: Menschen gehen einkaufen, lassen ihren Hund draußen angebunden zurück und gehen/fahren anschließend ohne ihn nach Hause. Wenn wir gerufen werden, hat das Tier oft schon Stunden alleine verbracht, es versteht die Welt nicht mehr und wir verstehen die Besitzer nicht. Wie kann man seinen Hund einfach vergessen und das, selbst wenn man dann zuhause ist, nicht bemerken? Für diese armen Hunde ist so eine Erfahrung eine Katastrophe.

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Aber auch die Hunde, die tatsächlich nur zum Einkauf mitgenommen werden, werden vor dem Supermarkt angebunden, bei Wind und Wetter, manchmal nur wenige Minuten, manchmal stundenlang. Für viele scheint das harmlos - "Ich bin ja nur kurz weg". Aber wer seinen Hund dort zurücklässt, setzt ihn ernsthaften Gefahren aus.Ein angebundener Hund ist schutzlos. Jeder kann sich ihm nähern, ihn streicheln und ihm Futter geben - oder Schlimmeres tun! Immer wieder werden Fälle bekannt, bei denen Hunde vergiftet, misshandelt oder sogar gestohlen wurden. Besonders sogenannte Listenhunde sind in Gefahr, weil sie massiv Vorurteilen ausgesetzt sind - und leider auch gezielten Angriffen.

Hinzu kommt: Ein Hund versteht nicht, warum sein Mensch plötzlich verschwindet. Für ihn kann die Zeit der Trennung Angst und Stress bedeuten. Er sieht fremde Menschen, hört Motoren und spürt seine eigene Hilflosigkeit. Das ist alles andere als "nur kurz Warten"!

Ich kann allen Hundebesitzern nur raten: Lasst eure Hunde bitte nicht vor Supermärkten zurück! Auch der "bravste" Hund kann in so einer Situation gefährlich werden. Stress, Angst und Unsicherheit führen bei manchen Hunden zu spontanen Abwehrreaktionen - ein Schnappen oder gar ein Biss sind dann keine Seltenheit. Wenn so etwas passiert, trägt natürlich der Halter die Verantwortung. Das Risiko ist also doppelt so hoch: Gefahr für den Hund und Gefahr durch den Hund! Wenn ihr einkaufen müsst, plant zusammen mit jemanden, der draußen bei eurem Tier bleibt oder lasst den Hund einfach daheim, dort ist er sicher und wird vor allem nicht vergessen. Lasst eure Hunde niemals alleine vor dem Supermarkt zurück!

Bitte sagt uns, wie ihr das seht und handhabt. Findet ihr, dass man das Risiko unterschätzt oder seht ihr keine Gefahr für die Hunde?

 

06.02.2026

Die schweren Regenfälle und Überschwemmungen der letzten Tage haben besonders die Regionen an der Mittelmeerküste und im Osten Spaniens betroffen, darunter die Gegend um Valencia, wo es bereits 2024 eine Flutkatastrophe gab. In Regionen wie Kastilien und Leon, Extremadura, Andalusien und rund um Valencia werden Galgos zur Hetzjagd auf Hasen eingesetzt, gehalten in dunklen Verschlägen, angekettet, oft halb verhungert. Nach der letzten Jagd werden diejenigen, die nicht mehr gut genug sind - zu alt, zu langsam, verletzt - gnadenlos aussortiert: ausgesetzt, in Tötungsstationen abgegeben oder auf brutale Weise getötet. Wenn nun schwere Regenfälle und Überschwemmungen diese Gebiete treffen, verschärft sich das Leid dieser Tiere ins Unermessliche. Die ausgesetzten Hunde und die Tiere in den einfachen Verschlägen sind dadurch in akuter Lebensgefahr.

Fast alle Jagdhunde leben während der Saison in Verschlägen, Schuppen oder improvisierten Zwingern, ohne ausreichend Schutz vor Kälte, Nässe oder Hitze. Wenn Starkregen und Überschwemmungen kommen, laufen Zwinger und Verschläge voll, die Tiere stehen stunden- oder tagelang im Schlamm, unterkühlen oder ertrinken in ihren Gehegen. Viele der Hunde werden in den Verschlägen an Ketten gehalten, sie haben keine Chance zu entkommen.

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Die Tierheime der betroffenen Gebiete werden überflutet, Zäune brechen, Dächer reißen ein, Hundehütten werden überflutet und die Futtervorräte werden nass und unbrauchbar.

Ausgesetzte Galgos/Podencos und Jagdhunde, die ohnehin schon geschwächt und ausgehungert sind, finden kein trockenes Plätzchen mehr, kein Futter und kein sauberes Wasser. Sie sind bei Hochwasser in den Fluten und Schlammfeldern der zerstörten Landschaft völlig hilflos. So treffen nun zwei Krisen aufeinander: die menschgemachte Grausamkeit der Jagdsaison und die zunehmende Heftigkeit der Wetterextreme. Während Rettungsdienste sich um Menschen und Infrastruktur kümmern, bleiben die Tiere sich selbst überlassen. Tierschützer versuchen das eigentlich Unmögliche, sie wollen die Hunde retten - ohne ausreichend finanzielle Mittel, ohne offizielle Hilfen - getrieben von der Überzeugung, dass jedes einzelne Leben zählt. Deshalb braucht es gerade jetzt unsere Stimme und Unterstützung. Wer spendet, Pflegestellen anbietet, adoptiert, oder einfach nur darüber spricht, hilft mit, diesen Hunden Sichtbarkeit zu geben. Das Leid der Galgos ist kein Naturereignis- es ist das Ergebnis menschlicher Entscheidungen. Und genau deshalb können wir es auch verändern!

Der 01. Februar markiert offiziell das Ende der Jagdsaison und ist von Tierschützern bewusst als "Welt-Galgo-Tag" ausgerufen worden. Schätzungen gehen von zehntausenden Galgos aus, die jedes Jahr nach Saisonende ausgesetzt, misshandelt oder getötet werden. Treffen Starkregen und Überschwemmungen genau in diese Zeit, bedeutet das, dass die Tiere, die vorher "Weggeworfen" wurden, jetzt auch noch den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert sind. Schon ein leichter Temperatursturz, dazu durchnässtes Fell und die fehlende Möglichkeit sich irgendwo zu trocknen, einzurollen und auszuruhen, können für ein ausgehungertes Tier das Ende bedeuten.

Bitte helft das Leid der Tiere sichtbar zu machen, spendet, adoptiert, teilt unsere Posts und redet darüber. Vielleicht können so einige Tiere mehr gerettet werden.

Jedes Leben zählt!

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04.02.2026

Die Jagdsaison ist vorbei und der Albtraum geht weiter. Die Hunde, die bisher in Verschlägen untergebracht und wenigstens mit etwas Futter am Leben gehalten wurden, werden jetzt zum Verhungern ausgesetzt, erhängt, zu Tode geprügelt, sie bekommen Stöcke ins Maul gesteckt, damit sie kein Wasser mehr trinken können und verdursten, man bricht ihnen die Beine, damit sie für andere wertlos sind usw... Auch in der Protectora kommen immer mehr dieser ausgemergelten und verängstigten Tiere an. So schlimm sie auch meistens aussehen, ihr Wille zu leben und zu vertrauen ist fast immer ungebrochen. Sie sind zwar körperlich erschöpft und seelisch gezeichnet, ihre Augen erzählen Geschichten von Missbrauch, Hunger und Enttäuschung, doch erstaunlicherweise kehren sie trotz allem den Menschen nicht den Rücken. Im Gegenteil - sie suchen seine Nähe, wünschen sich Geborgenheit und zeigen Sanftmut, die zutiefst berührt.

In Deutschland sind Galgos und Podencos immer noch selten. Ihr Image als Jagdhunde sorgt für Zurückhaltung. Man glaubt, sie seien schwer erziehbar oder nicht für ein Leben als Familienhund geeignet. Doch wer einmal einen Windhund kennengelernt hat, der weiß, wie grundlos diese Vorurteile sind. Galgos und Podencos sind ruhige, feinfühlige und sensible Begleiter. In der Wohnung zeigen sie sich ausgeglichen und leise, sie lieben ihre(n) Menschen zutiefst, ohne aufdringlich zu sein, und sind mit Geduld und Zuneigung wunderbare Gefährten - auch für Familien. Natürlich brauchen Windhunde Bewegung. Aber es gibt inzwischen viele sichere Freilaufgelände, wo sie ihr Bedürfnis nach Geschwindigkeit ausleben können. An der Leine gehen sie meist gelassen und brav, und ihre Anpassungsfähigkeit überrascht immer wieder - sei es im Café beim Stadtbummel oder im Auto. Dabei sind sie niemals aggressiv. Kein Windhund würde aus Bosheit zuschnappen. Ihre Stärke liegt nicht im Kampf, sondern im Herzen!!

Gerade die Hunde, die einst ausgemustert und misshandelt wurden, entwickeln häufig eine ganz besonders enge Bindung zu ihren neuen Menschen. Sie wissen ihr neues Leben zu schätzen - jeden Spaziergang, jedes liebe Wort, das Plätzchen auf dem Sofa.

Galgos und Podencos brauchen Botschafter - Menschen, die für sie sprechen und ihnen eine Stimme geben. Menschen, die bereit sind, sich auf einen Hund einzulassen, der nicht laut fordert, sondern leise dankt. Wer also überlegt, einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu schenken, sollte die Windhunde Spaniens nicht übersehen. Sie haben Schlimmes erlebt, aber sie tragen dennoch Liebe in sich - still, treu und unendlich geduldig. Genau deshalb verdienen sie eine zweite Chance auf Glück!

Wenn ihr diesen tollen Hunden helfen wollt, spendet Futter im Rahmen der VETO-Spendenaktion 'Die stillen Opfer der Jagd'!

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02.02.2026

Wir freuen uns so sehr, dass wir an der VETO-Spendenaktion 'Die stillen Opfer der Jagd' teilnehmen dürfen. Diesesmal werden wieder 10 Vereine mit Futter unterstützt, gleichzeitig wird aber auch für die medizinische Versorgung der Hunde gesammelt und für den Aufbau eines neuen Tierschutzzentrums in Sevilla. Dieses Zentrum wird ein Zufluchtsort für viele Windhunde sein, dort werden sie Schutz, medizinische Nachsorge und Zeit zum Heilen bekommen. Sie Aktion läuft noch einen Monat und wir hoffen, dass viele Tierfreunde dafür spenden werden!

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Mit unserem Bus haben wir leider Schwierigkeiten. Die Werkstatt hat zwar einen Fehler lokalisiert und ausgelesen, leider war aber der Reparaturversuch nicht von Erfolg gekrönt. Plötzlich hatte man einen "weiteren" Fehler gefunden, uns aber darüber nicht informiert und munter weitergemacht. Das Steuergerät sei jetzt auch noch defekt... Statt am Vormittag den Wagen abholen zu können, informierte man uns erst so spät, dass wir abends vor verschlossener Tür standen - und das obwohl ich am Telefon sagte, dass ich noch kommen würde. Die Öffnungszeiten stimmen nicht mit der Homepage der Firma überein und der Mitarbeiter, der ja wusste, dass ich innerhalb von 10 Minuten da sein würde, hatte sich verdrückt. Wir haben heute morgen versucht mit dem Chef zu sprechen, leider wollte der kein Gespräch und flüchtete vor uns. Wir haben unseren Wagen unrepariert wieder mitgenommen, der Batteriesensor war natürlich auch nicht kaputt und so fragen wir uns, was das alles soll. Wenn man als Fach-Werkstatt so arbeitet, dann verliert man Kunden. Wir werden diese Werkstatt jedenfalls meiden wie der Teufel das Weihwasser! :)

Irgendwie wünsche ich mir die Zeiten zurück, wo man eine kompetente Antwort bekam, die Mitarbeiter zuverlässig und freundlich waren und man nicht auf alles so schrecklich lange warten musste. Wer heutzutage krank ist, muss fast immer viele Wochen, ja manchmal Monate einkalkulieren, bis er kompetente Hilfe bekommt. Autoreparaturen - oft 4 - 8 Wochen Wartezeit, Rechnungen, die so teuer sind, dass man sich das kaum noch leisten kann und Bürokratie, wo man auch hinsieht. Vielleicht bilde ich mir das ein, aber vom Gefühl her denke ich, dass das früher einfacher war.

An meinem Privatwagen hat jemand sich am Nummernschild bedient. Früher konnte man zur Zulassungsstelle gehen und das anzeigen. Ruckzuck hatte man neue Nummern. Jetzt braucht man einen Termin und einen Slot/ein Zeitfenster, das auch schon mal in 3 - 5 Wochen sein kann. Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich jetzt noch Angst vor Blitzern haben muss... Da die Polizei den Verlust der Nummern aufgenommen hat, darf ich auch ohne Kennzeichen weiterfahren, bis ich neue habe... :) Nein, nein ihr Lieben, das ist nur Spaß, wir gefährden niemanden, schon gar nicht mit Hunden im Auto!

Maria hat uns heute die Fotos der Ankunft eurer Spenden geschickt! Alles ist gut angekommen und natürlich haben sich alle ganz furchtbar gefreut. Liebe Grüße von Maria und dem ganzen Team der Protectora Villena - sie wissen genau, dass ihr die Besten seid!

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31.01.2026

Welt-Galgo-Tag - Ein Tag für sie vergessenen Windhunde!

Am 01.02.26 ist wieder einmal Welt-Galgo-Tag - ein Tag, der auf das Schicksal der spanischen Windhunde aufmerksam macht. Jedes Jahr nach Ende der Jagdsaison werden in Spanien tausende Galgos, Podencos und Jagdhunde ausgesetzt, misshandelt oder getötet. Für viele sind sie nur Werkzeuge, die man wegwirft, wenn sie nicht mehr nützlich sind.

Doch in jedem dieser Tiere steckt ein sensibles, sanftmütiges Wesen, das Freude, Zuneigung und Sicherheit verdient. Dank engagierter Tierschützer finden viele gerettete Windhunde/Jagdhunde ein neues Leben - fern von Angst, Hunger und Gewalt.

Der Welt-Galgo-Tag mahnt uns hinzusehen, mitzufühlen und zu handeln. Jeder adoptierte Hund, jede Spende, jede Stimme gegen Tierquälerei hilft, diesem grausamen Kreislauf ein Ende zu setzen.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Galgos/Podencos/Jagdhunde nicht nur überleben, sondern endlich leben dürfen!

 

29.01.2026

Wir wundern uns immer wieder, wie oft im Netz nach Spenden nachgefragt wird. Ich prüfe solche Aufrufe gerne mal nach und stelle immer öfter fest, dass die gemachten Angaben einfach nicht stimmen. Mich macht so etwas richtig sauer, leider gibt es das auch im Tierschutz. So wird seriöse Tierschutzarbeit in den Dreck gezogen und die Betrüger sorgen dafür, dass die Tierfreunde sich abgezockt fühlen und nie wieder an irgendjemanden spenden. Leidtragend sind immer die Tiere.

Wir verfolgen solche Betrüger und zeigen sie ggf. auch an. Trotzdem ist das, was wir bemerken, nur eine klitzekleine Spitze eines riesigen Eisbergs! Erst gestern habe ich von einem abgebrannten Tierheim gelesen, bei dem bei -37 °C der Brand mit Wasser gelöscht wurde und die klatschnassen Katzen dort in der Brandruine herumliefen und von nassen Mitarbeitern eingefangen wurden. Natürlich habe ich angemerkt, dass man bei -37 °C selbst mit kochendem Wasser nicht mehr löschen kann und dass auch klatschnasse Tiere innerhalb von Sekunden stocksteif gefroren wären. Tatsächlich sehen aber die Spender das nicht so eng und so wurde mein Post zwar gelesen, aber munter weiter gespendet. Man könne "in einer solchen Schocksituation nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen"...

Ist das so? Ich finde schon, dass jemand, der um Spenden bittet, absolut korrekt zu berichten hat, die kleinste Ungenauigkeit kann ein Hinweis auf Unseriösität sein. Wer solche Patzer nicht umgehend klarstellt, setzt sich dem Vorwurf des Betrugs aus. Welcher seriöse Verein will das schon?

Ganz offensichtlich liege ich mit meiner Einschätzung aber ganz falsch - wie ist die Reaktion auf meinen Hinweis sonst zu verstehen? Wollen Spender mit schlimmen Geschichten betrogen werden, weil sie die ihnen vorgesetzen Stories einfach beeindruckend finden und blind machen? Ist unser Gehirn so gestrickt?

Tatsächlich gibt es dazu einige Untersuchungen und so weiß man heute, dass Menschen eher spenden, wenn ihnen spektakuläre, teils übertriebene Geschichten aufgetischt werden, weil Spendenentscheidungen überwiegend emotional und nicht rational getroffen werden. Starke Emotionen senken unsere Kritikfähigkeit deutlich! Unser Gehirn verarbeitet konkrete, bildhafte Geschichten anders als nüchterne Fakten. Bei stark emotionalen Stories aktiviert sich die rechte Gehirnhälfte, Drama löst eindeutig mehr Mitgefühl aus als unspektakuläre Notlagen.

Starke Gefühle können unsere kritische Beurteilung schwächen. Wenn wir massiv schockiert oder betroffen sind, rückt die Frage, ob das wohl alles so stimmt, oft in den Hintergrund. Unser Gehirn neigt dazu, Informationen, die nicht ins Bild passen, eher zu ignorieren oder kleinzureden - so etwas nennt man "kognitive Dissonazreduktion".

Besonders emotionale und angstmachende Appelle gelten sogar als Warnsignal für unseriöse Spendenaufrufe, weil sie gezielt dieses "kritiksenkende" Moment ausnutzen. Das heißt nicht, dass Menschen schreckliche Geschichten hören wollen, sondern dass intensive Emotionen unser Kontroll- und Prüfverhalten überlagern, gerade dann, wenn wir mitfühlend und hilfsbereit erleben möchten.

Nüchterne und alltägliche Notlagen lösen meist weniger starke Gefühle aus, obwohl sie real sind. Viele fühlen sich davon eher überfordert oder abgestumpft. Wer keine Dramatik zeigt, vermittelt wenig Dringlichkeit. Man denkt, dass es zwar traurig ist, aber sicher nicht ganz so schlimm, Anderen geht es noch schlechter usw. Menschen haben bei nüchtern vorgetragenen Notfällen eher Angst, dass ihre Spende falsch eingesetzt wird oder wenig bewirkt als bei hochdramatischen Schilderungen, bei denen dieser kritiksenkende Mechanismus außer Kraft gesetzt wird. So kommt es, dass unspektakuläre Hilfsgesuche kaum Aufmerksamkeit bekommen und Betrüger, die die Mechanismen kennen, mit ihrer Masche gute Geschäfte machen.

Wer also nicht übers Ohr gehauen werden will, hält sich deshalb besser an einige Strategien.

1. Möglichst über etablierte, überprüfbare Organisationen spenden

2. Schrille und höchst emotionale Aufrufe kritisch hinterfragen

3. Bei weniger "dramatischen" Projekten gezielt nach Beispielen und der konkreten Wirkung fragen

4. Sich bewusst machen, dass Mitgefühl durch mediales Drama gesteuert wird, echte Not ist oft leise und langweilig

Bitte überprüft die Websites der Organisationen immer auf das Vorhandensein eines vollständigen Impressums mit Telefonnummer, Adresse, E-Mail und verantwortlichen Personen. Wichtig ist auch der Nachweis der Gemeinnützigkeit. Fragt ruhig nach und lasst euch Projekte offenlegen. Fragt nach, ob man den genauen Standort erfahren kann und man das spendenbegünstigte Projekt vielleicht sogar besuchen oder ansehen kann. Seriöse Organisationen publizieren das, was sie tun und haben Freude daran, ihre Spender an Erfolgen teilhaben zu lassen. Spendet nicht an Privatleute, die euch emotional erwischen wollen, aber letztendlich irgendwo in "Sibirien" sitzen und ihren Lebensstandard mit eurem Geld aufbessern. Denkt daran, dass die KI Bilder möglich macht, die nur der Fantasie entsprungen sind, aber keinen realen Hintergrund haben! Spendet nie bar oder per Link an Unbekannte. Achtet darauf, dass ihr eine Spendenquittung bekommt, spendet an etablierte Plattformen wie z.B. betterplace.org oder VETO.

Ihr alle kennt uns und ihr wisst auch, dass wir seit vielen Jahren die Protectora Villena unterstützen. Alle Spenden, die wir bekommen, gehen dort ins Tierheim. Wir arbeiten mit VETO zusammen und diese sehr große Organisation hilft uns, Spenden zu generieren, indem sie uns ihre Reichweite und Werbung zur Verfügung stellt. Wer denkt, dass hier generierte Bilder verwendet werden, irrt sich gewaltig. Alle Bilder, die wir zur Verfügung gestellt haben, sind echt und dafür stehen wir gerade. Alle Projekte, die wir vorstellen, werden überprüft und jeder Spender bekommt über Veto eine Spendenquittung. Alle Vereine, die an VETO-Aktionen teilnehmen dürfen, werden einem Prüfverfahren unterzogen und müssen im Vorfeld genau erklären, für welches Projekt Geld benötigt wird - wir haben sogar Baupläne eingereicht. Das von euch gespendete Futter hat uns bisher im

Ich habe euch nun erklärt, worauf ihr beim Spenden achten solltet. Bevor ihr mit eurem schwerverdienten Geld irgendeinen superschlauen Betrüger in Hintertupfingen finanziert, unterstützt lieber seriöse Vereine, die auch hinterher zeigen können, was mit eurer Spende passiert ist. VETO war unsere Wahl, die Tierhilfe Phönix e.V. und die Protectora Villena hoffen, dass ihr uns auch weiterhin unterstützt!

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29.01.2026

Wir sind dabei!

Mit der Kampagne „Die stillen Opfer der Jagd“ macht VETO das Leid spanischer Jagdhunde sichtbar. Galgos, Podencos und andere Jagdhunde werden für die Jagd missbraucht – viele überleben sie nicht. Jede Spende hilft, Näpfe zu füllen und Leben zu retten!

Jetzt informieren & helfen: www.veto-tierschutz.de/jagdhunde

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27.01.2026

Heute haben wir eine sehr traurige Nachricht von Alexandra bekommen. Wir wussten schon länger, dass es ihrer Tibet-Terrier-Dame "Lara" nicht besonders gut ging. Lara kam vor 16 Jahren aus Spanien, war nun fast 17 Jahre alt und hatte dem Alter entsprechend einige Problemchen. Manche davon störten sie wenig, einige aber machten uns und ihrer Familie Sorgen. Wir alle wissen, dass unsere Zeit auf der Erde endlich ist und umso älter unsere Schätze werden, desto näher rückt die Angst vor dem Abschied. Auch wenn wir diesen Gedanken in unserem Kopf nicht zulassen wollen, es kommt der Tag, an dem eine Entscheidung getroffen werden muss. Bei Lara kamen letztendlich viele Problemchen zusammen und das daraus resultierende große Problem konnte niemand mehr lösen. Schmerzen möchten wir unseren Hunden in dieser letzten Phase ihres Lebens ersparen und so ist es besser, sie bei ihrem letzten Gang zu begleiten, als ihnen unnötige schmerzhafte Operationen ohne Aussicht auf Besserung zuzumuten. Ein offener und nicht komplett entfernbarer Tumor am Beinchen, mit der Möglichkeit, dass er ihre Lebenszeit wegen schlechter Nierenwerte vielleicht schon während der OP beenden wird, im besten Fall aber vielleicht noch einen Monat Zeitgewinn bringt, zu operieren, ist nichts, was wir empfehlen würden. Alexandra und ihre Familie haben entschieden, dass Lara kein unnötiges Leid zugefügt wird. Sie haben Lara in Würde gehen lassen.

Wir wissen, dass diese Entscheidung wahnsinnig schwer, aber richtig war und so bleibt uns nur Abschied von einem wunderbaren Mädchen zu nehmen und der Familie zu sagen, dass wir genauso entschieden hätten. Es geht letztendlich nicht darum, seinen eigenen Egoismus zu befriedigen und ein geliebtes Tier einfach nicht loszulassen. Es muss immer im Sinne des Tieres entschieden werden und so ist es selbstverständlich, die Schmerzen, das Leid und die Qualen eines Tieres nicht mitanzusehen, sondern es rechtzeitig zu erlösen. Das, was sich viele Menschen am Ende ihres Lebens wünschen und oftmals nicht umgesetzt wird/werden darf, können wir unseren Tieren ermöglichen. Dafür sind wir dankbar und begleiten sie solange wie möglich auf ihrem letzten Weg auf die andere Seite. Ich weiß nicht, wohin sie gehen und ich weiß auch nicht, ob es ein Wiedersehen gibt, aber es ist ein sehr tröstlicher Gedanke, sie nach Ablauf unserer Zeit wieder in die Arme nehmen zu dürfen.

Bis dahin bleibt die Erinnerung an sie in unseren Herzen lebendig.

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26.01.2026

Und wieder konnten wir zwei hochvolle Paletten mit Spenden in die Protectora Villena nach Spanien schicken. Es waren jede Menge Futtersäcke, aber auch Decken, Futterdosen und Hundekörbchen mit dabei. Alles Dinge, die in Spanien dringend gebraucht werden. Vielen Dank für eure großartige Hilfe, sobald alles angekommen ist, werden wir wie immer Bilder veröffentlichen!

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Wir hatten euch ja schon berichtet, dass die hübsche Sahara zwei Interessenten hat. Leider war beim ersten Vorgespräch klar, dass die Maus dort nicht ihr neues Zuhause finden würde. Dafür war der zweite Besuch bei einer Familie aus der Nähe von Bad Kreuznach wirklich vielversprechend. Die nette Familie hatte beschlossen, die doch sehr weitreichende Entscheidung, ein neues Familienmitglied aufzunehmen, erstmal zu überschlafen und so wurden wir am nächsten Tag dann darüber informiert, dass der Familienrat sich einstimmig für Sahara entschieden hatte. Sahara wird nun als etwas kleineres Hundchen auf zwei stattliche Labradore folgen und sicher genausoviel Spaß, Liebe und Glück verbreiten wie ihre Vorgänger. Wir freuen uns sehr und finden es natürlich großartig, dass die Kleine in unserer Nähe geblieben ist. Bestimmt wird die nette Familie uns nochmal besuchen und von ihrer neuen Hundefreundin berichten. Für uns ist es immer toll, Kontakt zu unseren Ehemaligen zu halten und das ist Sahara jetzt ja. Wir wünschen ihr viel Glück in ihrem neuen Leben!

 

24.01.2026

Die Nutzung des Internets ist für uns alle eine Selbstverständlichkeit geworden. Leider ist der Umgangston miteinander nicht immer der, den man normalerweise pflegt, wenn man sein Gegenüber sieht. Die Anonymität des Netzes scheint manche dazu zu verleiten, ihre Kinderstube zu vergessen. Sie verstecken sich z. T. hinter Fantasienamen oder pöbeln sogar offen auf unerträgliche Art und Weise.

Wir als Tierschutzverein arbeiten mit dem Internet und wir sind, so wie wahrscheinlich jeder andere auch schon, übelsten Kommentaren ausgesetzt gewesen. Die Absender fühlen sich sicher und benehmen sich so schlecht, dass man manchmal einfach die Notbremse ziehen muss und die Person sperrt und/oder alle Kommentare löscht.

Wir erleben gerade, dass ein anderes Tierheim einer Flut von ungerechtfertigten Kommentaren ausgesetzt ist und möchten gerne etwas dazu bemerken.

Wenn wir eine Anfrage eines Züchters bekämen, der um finanzielle Unterstützung für eine Kreuzband-Op (ca. 4000 Euro) seines Deckrüden bittet und es sich bei dem Rüden um eine Hunderasse handelt, die zwar nicht in Rheinland-Pfalz, aber in sieben anderen Bundesländern als Listenhund gilt, dann müssten wir ablehnen. Erstens fehlt uns das Geld und zweitens wäre das nicht mit unserer Satzung vereinbar. Tierschutzethisch ist entscheidend, ob die Hilfe das Leid eines konkreten Tieres mindert, ohne gleichzeitig tierschutzwidrige Strukturen (z.B. unzulässige Listenhundzucht/Zucht überhaupt) zu fördern. Unter Umständen wäre aber eine Kastrationsauflage bei dem Zuchtrüden in Rheinland-Pfalz aus Tierschutz- und ordnungsrechtlicher Sicht vertretbar und kosequent.

Wir müssten uns aber fragen, ob eine solche Verwendung von Spenden unserer Mitglieder zumutbar und angemessen ist. Viele Mitglieder könnten die Unterstützung eines Züchters sehr kritisch sehen, schon gar, wenn es sich ggf. um Listenhunde handelt (dabei spielt es keine Rolle ob der Hund bei uns oder in anderen Bundesländern als Listenhund gilt). Unsere Mitglieder spenden in der Erwartung, "Tierheimtiere", Fundtiere, Missbrauchs- oder Beschlagnahmungsfälle zu unterstützen - nicht aber eine gewerbliche Zucht. Die Unterstützung eines Züchters wirkt für viele wie eine Belohnung eines Systems, das sie eigentlich ablehnen. Bei Listenhunden, deren Zucht faktisch nicht in jedem Bundesland zulässig ist, wirkt es schnell, als würde man ein rechtlich und ethisch fragwürdiges Geschäftsmodell stabilisieren.

Andererseits kann der betreffende Hund nichts dafür, dass er bei einem Züchter lebt. Sein Recht auf Schmerzfreiheit bleibt davon unberührt. Durch eine Kastration würde die künftige Zucht mit diesem Hund beendet, nicht gefördert und natürlich handelte es sich um eine Einzelfall-Nothilfe mit klarer Gegenleistung (Kastration, Rückzahlung und Eigentumsübertragung während der Rückzahlungsphase/Eigentumssicherung). Es wäre keine Dauerfinanzierung einer Zucht.

Jedes Tierheim muss zuerst seine Satzung prüfen, um so etwas zu entscheiden. Es muss transparent kommuniziert werden, wenn man in Einzelfällen auch bei Fremdtieren helfen möchte, wenn dadurch Tierleid beendet und Zucht verhindert wird. Intern kann ein Tierheim durchaus mit klarer Linie entscheiden, dass es zum Beispiel kein Geld ohne Kastration gibt, dass es keine Unterstützung von Wiederholungszüchtern gibt usw. Dann bleibt so etwas eine Einzelfallentscheidung. Mitglieder dürfen in solchen Fällen auf Mitgliederversammlungen die Linie des Tierheims hinterfragen. Wie verhält man sich grundsätzlich in solchen Fälle? Gibt es schriftliche Leitlinien, dass Züchtern nur unter strengen Auflagen geholfen wird? Wie wird sichergestellt, dass Spenden primär den eigenen Tieren und echten Notfällen zugute kommen und nicht gewerbliche Zuchten unterstützt werden?

Wenn man nun alle Argumente gegeneinander abwägt, könnte man zu dem Schluss kommen, dass es juristisch nicht per se verboten ist, dass ein TSV einem Halter/Züchter eine OP vorstreckt, solange das vom Satzungszweck "Tierschutz" gedeckt ist und korrekt dokumentiert wird. Tierschutzethisch ist entscheidend, ob die Hilfe das Leid eines konkreten Tieres mindert, ohne gleichzeitig tierschutzwidrige Strukturen (z.B. unzulässige Zucht) zu fördern.

Eine Kastrationsauflage ist bei einem Hund, der in Deutschland in vielen Bundesländern als Listenhund bekannt ist, aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht nur vertretbar, sondern konsequent. Problematisch allerdings wäre die verdeckte oder regelmäßige Unterstützung von Züchtern mit Spendengeldern, ohne Auflagen und ohne Transparenz gegenüber den Mitgliedern. Grundsätzlich haben die Mitglieder das Recht, den Verein kritisch zu hinterfragen und klare Linien zu verlangen, damit der eigentliche Tierschutzzweck gewahrt bleibt und Vertrauen erhalten wird.

Vor diesem Hintergrund halte ich die Entscheidung eines Tierheims in unserer Nähe für gut nachvollziehbar. Sie möchten die 4000 Euro nur als Kredit geben, wenn der Hund während der Rückzahlungsphase auf sie umgeschrieben und natürlich auch kastriert wird.

Das Angebot, das Geld vorzustrecken, halte ich schon für mehr als großzügig, wenn man bedenkt, dass das Tierheim einer Satzung Folge zu leisten hat. Die Kastration ist nur konsequent, will man verhindern, dass dieses Tier nicht mehr in der Zucht verwendet wird. Das ist vielleicht auch noch zusätzlich vor dem Hintergrund zu sehen, dass eine Bänderschwäche, die zu einem Kreuzbandriss führt, ggf. auch eine erbliche Prädisposition sein kann.

Wenn ein Züchter, der eigentlich wissen sollte, dass man seine Hunde versichert, in eine finanzielle Schieflage gerät und 4000 Euro (das dürfte der Verkaufspreis von 1 - 2 Welpen sein) nicht für eine OP aufbringen kann, dann sollte er seine Hundehaltung ggf. mal überdenken. Das Züchten von Hunden widerspricht in vielen Punkten dem Tierschutzgedanken, sich dann an einen Tierschutzverein zu wenden und um Geld zu bitten, bedarf schon einiger Hybris.

Tatsächlich würde eine Bank bei einer solchen Anfrage ebenfalls Sicherheiten verlangen. Die Ahnentafel könnte so eine Sicherheit sein. Damit wäre das Eigentum bei der Bank - also kein Unterschied zu dem, was das Tierheim verlangt hat. Dass das Tier im Besitz des jetztigen Halters bleibt, ist natürlich in beiden Fällen, bei der Bank und dem Tierheim, selbstverständlich. Allerdings würde ein Eigentumswechsel verlangt werden. Die Bank wäre sicherlich damit einverstanden, dass mit dem Rüden weiterhin gezüchtet würde, damit könnten dann die Schulden zurückgezahlt werden. Hier liegt dann der Unterschied zum Tierschutzverein, der natürlich die Zucht ausschließen möchte, um weiteres Tierleid zu verhindern. Immerhin sind die Tierschutzvereine schon übervoll und sehen sich der Flut von Hunden nicht mehr gewachsen. Ich denke, es dürfte klar sein, dass von einem Tierschutzverein keine andere Reaktion zu erwarten ist als die, die dem Züchter vorgeschlagen wurde.

Nun allerdings lässt er sich im Internet auf übelste Weise über das Tierheim und seine Mitarbeiter aus. Nur um es nochmal ganz klar zu sagen - es ist sein Problem und das Tierheim ist in keinster Weise in irgendeiner Pflicht! "Das sind keine Tierhelfer. Da hocken nur irgendwelche gebrochenen Persönlichkeiten, die über die Tiere ihr Elend kompensieren." (Die Rechtschreibfehler wurden korrigiert.) "Dieser Mistverein wollte nur die Kosten sparen und wahrscheinlich die Schutzgebühr für die Vermittlung einkassieren" - Was überhaupt keinen Sinn ergeben würde!

Solche Äußerungen sind vollkommen daneben und haben manchmal auch juristische Konsequenzen. Beleidigungen wie z.B. "gebrochene Persönlichkeiten" oder "Mistverein" können nach §185 StGB gewertet werden, Tatsachenbehauptungen wie "Kosten sparen und Schutzgebühr einkassieren" bergen Risiken der üblen Nachrede nach §186 StGB oder der Verleumdung nach §187 StGB, falls sie unwahr oder rufschädigend sind. Wer so beleidigend wird und Behauptungen aufstellt, die nicht richtig sind, macht sich strafbar. Das sollte man immer bedenken, wenn man sich öffentlich äußert.

Wir hoffen, dass unsere Kollegen durch diesen Vorfall keine Mitglieder verlieren - einerseits, weil sie bereit gewesen sind, diesen Züchter zu unterstützen und andererseits, weil mancher Leser die Argumentation des Züchters glaubt und aus Nichtwissen der Faktenlage falsch urteilt. Dieser Vorfall macht uns allen klar, dass das Tierheim, wie auch immer, der Verlierer ist.

Der Hund steht im Eigentum des Züchters, er ist vollumfänglich für ihn verantwortlich! Menschen, die ihre Hunde nicht bezahlen können, sollten keine halten. Für Notfälle gibt es Plattformen wie Betterplace usw. Ein Tierheim kann so etwas eigentlich finanziell kaum stemmen und ist oft auch durch die Satzung dazu nicht berechtigt.

Wer ein Tierheim findet, das die Kosten unter gewissen Bedingungen vorzustrecken bereit ist und dieses dann beleidigt, beschimpft, die Mitarbeiter herabwürdigt und sogar geschäftsschädigende Artikel veröffentlicht, der sollte keine Hunde züchten. Dann auch noch demonstrativ den kleinen Finger zu zeigen (Bedeutung: Du kannst mich nicht reinlegen) ist dumm. Diesem Menschen fehlt offensichtlich einiges an Reife. Ein derartig von Aggression geprägtes Verhalten passt meiner Meinung nach auch nicht zu einer Rasse wie dem Dogo Argentino.

Liebe Kollegen - Haltet die Ohren steif! Wir hätten, wenn es unsere Satzung zulassen würde und wir genügend Geld zur Verfügung hätten, genauso entschieden!

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22.01.2026

Gestern durften wir wieder einmal Spenden für unsere Tiere in Villena beim Fressnapf in Rüsselsheim abholen. Wir sind jedesmal total happy, wenn wir die tollen Sachen sehen, die für uns aufgehoben werden. Trockenfutter, Nassfutter, Leckerchen, manchmal sogar tolle Liegeflächen und auch mal eine Transportbox. Das sind alles Dinge, die wir supergut gebrauchen können. Manchmal geben auch Tierfreunde Spenden für uns beim Fressnapf ab. Gestern bekamen wir die komplette Ausstattung eines verstorbenen Tieres. Es ist nett, dass die Leute auch in so einem Fall an uns denken. Bei uns werden die Sachen gebraucht und werden von bedürftigen Tieren weiter genutzt. Das ist doch ein schöner Gedanke. Wir bedanken uns jedenfalls ganz herzlich dafür.

Gleichzeitig hat auch Birgit W. nochmal einige Säcke Futter bei uns abgegeben. Birgit arbeitet selbst im Tierschutz, allerdings in Italien. Sie muss alle Spenden in Paketen an die Tierheime schicken. Futtersäcke zu verschicken ist finanziell nicht machbar und deshalb bekommen wir sie von ihr. Im Gegenzug geben wir gerne auch Dinge ab, die sie gut gebrauchen und versenden kann. Diese Zusammenarbeit funktioniert schon lange und wir sind sehr froh darüber.

Mit den Spenden der letzten Tage sind unsere beiden Paletten nun endlich absolut vollgepackt und abholbereit. Bei dieser Kälte ist es wichtig, die Futterspenden so schnell wie möglich in die Protectora Villena zu schaffen. Wir bemühen uns, schnellstmöglich die Abholung vereinbaren zu können und zeigen euch, sobald der LKW da war, natürlich die Fotos von der Abholung.

 

20.01.2026

Was Computer in unserer heutigen Zeit bedeuten, wissen wir alle ganz genau. Was es heißt, wenn plötzlich eine Festplatte kaputt geht, wissen wir jetzt ebenfalls. Es funktioniert gar nichts mehr! Uwe hat etwas gebraucht, um herauszufinden, wo der Fehler liegt, aber jetzt ist es klar, die erst ein Jahr alte Festplatte ist hinüber. Wir müssen das reklamieren und irgendwie versuchen, unsere Daten zu sichern. Ich habe zwar noch ein Laptop, aber auf die Daten im Computer kann ich damit auch nicht zugreifen. Besonders schlimm ist es, dass wir gerade jetzt eine Voranmeldung für eine Spendenaktion abgeben mussten und das natürlich nur noch unter größten Schwierigkeiten geklappt hat. Nun ist es, wie es ist und wir müssen uns mit der Situation auseinandersetzen, Jammern bringt nichts. Ich werde also jetzt das Tagebuch nicht mehr auf unserer Homepage veröffentlichen können, allerdings ist es kein Problem, die Facebook-Seite zu aktualisieren. Es ist jetzt alles etwas mehr Aufwand, aber es wird gehen.

In den letzten Tagen hatten wir einige Anfragen für Sahara. Das liebe Mädchen entwickelt sich sehr gut, ist allerdings jetzt in der Pubertät und was das heißt, weiß jeder, der schon einmal einen Junghund hatte. Zum Glück geht diese Zeit bei Hunden schneller vorbei als bei uns Menschen und so machen wir uns deshalb keine Gedanken. Auch wenn Sahara schwarz ist, scheint das ihren Chancen keinen Abbruch zu tun. Die Interessenten finden sie hübsch und handlich und das ist sie ja tatsächlich auch. Warten wir mal ab, ob sich aus den Anfragen und Besuchen mehr entwickelt. Noch stehen die Vorgespräche aus und wir wissen auch nicht, ob sich das Mädchen mit Katzen vergesellschaften lässt.

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18.01.2026

In Spanien wird die Jagd mit Windhunden zum 01. Februar erstmal wieder ihr Ende finden. Wir wissen alle, was uns dann erwartet. "No a la caza", also "Nein zur Jagd" ist der Slogan all derer, die auf der Seite der armen und gequälten Wind- und Jagdhunde stehen. Ab dem ersten Februar sind die meisten Hunde für die Jäger nutzlos und einfach nur noch sinnlose Fresser. Man entledigt sich der Tiere auf oft grauenhafte Art und Weise. Die Hunde, die in Spanien massenhaft gezüchtet werden und in dunklen Schuppen an Ketten ihr Dasein fristen mussten, werden jetzt aussortiert und getötet.

Oftmals macht man sich nicht einmal die Mühe sie umzubringen, sondern macht sie einfach unbrauchbar: Man bricht ihnen mit Knüppeln die Beine, steckt ihnen Hölzer zwischen die Kiefer, um das Fressen und Trinken unmöglich zu machen, gießt Benzin über die geschundenen Körper... wirft die Tiere in Brunnen oder hängt sie auf. Der Phantasie der Jäger sind keine Grenzen gesetzt.

Wir bieten den Jägern seit vielen Jahren die Übernahme der Hunde an, leider machen nur wenige davon Gebrauch. Diese Hunde soll kein anderer mehr besitzen, sie sollen sterben. Warum das so ist, können wir nicht nachvollziehen. Bei uns sind die Hunde geliebte Familienmitglieder, Assistenzhunde, Arbeitskollegen und in Spanien sind sie nur eins: Jagdinstrumente. Für die Tradition leiden sie bis zu ihren frühen Tod.

Leider gibt es trotz aller Bemühungen der Tierschutzvereine in Spanien und im ganzen europäischen Ausland noch kein Verbot. Nein zum Tiermissbrauch - No maltrado animal! Das ist ein Schild, das wir auf allen Galgo-Märschen bisher hundertfach gesehen haben. Leider ist es nicht leicht umzusetzen. Die Galgos und Podencos, die in Betonbunkern und Kellerverliesen das Tageslicht nur ab und an zu sehen bekommen, werden nur selten gefüttert, sie bekommen nur das Nötigste um schnell, scharf und wendig zu bleiben.

Schon mit den Welpen beginnt das unbarmherzige Training, dafür müssen die Tiere auf ein Laufband oder werden auch oft hinter einem Auto oder ein Motorrad gespannt und bei großer Hitze über den Asphalt gehetzt. Wer nicht schnell genug ist, wird mitgeschleift und später am Straßenrand entsorgt. Es überleben nur die schnellsten.

Wir versuchen die verletzten und verstoßenen Tiere aufzusammeln und zu verarzten. Diese sanften Wesen sind völlig am Ende, wenn wir sie ins Tierheim übernehmen. Sie brauchen tierärztliche Versorgung, sie sind abgemagert, verletzt und psychisch total durch den Wind. Wir können sie dank eurer Hilfe füttern und medizinisch versorgen, aber ihre Seele heilt davon nicht. Wir wundern uns immer wieder, dass diese sanften Geschöpfe trotz aller erlebten Torturen so schnell wieder Vertrauen fassen. Sie sind von Menschen grausam gequält worden und wollen trotzdem wieder gestreichelt und berührt werden. Sie regenerieren und schließen sich dem Menschen wieder an, sie lieben ihre Retter und passen sich den neuen Lebensbedingungen in ihren Familien an. Manchmal ist es unglaublich, dass Tiere, die durch menschliche Grausamkeit Augen, Ohren oder sogar Gliedmaßen verloren haben, wieder den Kontakt zu Menschen suchen und sich nochmal vertrauensvoll in unsere Hände begeben. Wir möchten für diese armen Seelen kämpfen und alle Tierfreunde für diese tollen Geschöpfe sensibilisieren.

Wir möchten, dass das spanische Tierschutzgesetz nachgebessert wird und diese Tiere den gleichen Status bekommen wie unsere anderen Hunde.

Mittlerweile werden die Galgo-Märsche in vielen größeren Städten durchgeführt. Der nächste Galgo-Marsch findet am 24.01.26 in München statt. Er dient als Demonstration gegen das Leid der spanischen Wind- und Jagdhunde rund um den Welt-Galgo-Tag am 01. Februar. Es gibt Märsche am 31.Januar in Köln, Berlin, Hamburg, Osnabrück, Saarbrücken.

Wenn ihr Interesse daran habt, bei einem Marsch mit euren Hunden mitzulaufen (alle Hunde sind herzlich eingeladen) macht euch über VETO-Tierschutz.de oder galgorettung-fs.de schlau. Es kann sein, dass noch mehr Städte mitmachen.

Sei du das Statement, das diese Tiere brauchen!

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16.01.2026

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich meine Artikel recherchiere und weder "Geseiere" noch "dummes Zeug" von mir gebe oder "Lügen" verbreite. Trotzdem möchte ich den Herrschaften, die mich in den letzten Tagen massiv angegangen sind, den Wind aus den Segeln nehmen und ihnen einige Fälle aufführen, darunter auch die, die ich schon erwähnt habe. Sollte das für meine anderen Leser langweilig sein, entschuldige ich mich schon jetzt dafür. Ich finde aber, dass es wichtig ist, genau zu wissen, wer hier der "Lügner" ist und "Geseier" und "Hetze" verbreitet! :)

Die "Initiative zur Abschaffung der Jagd" macht regelmäßige Aufstellungen von Unfällen mit Jagdwaffen, die meist durch aktuelle oder ehemalige Hobbyjäger begangen werden. Sie veröffentlichte die Anzahl von 36 tödlichen Unfällen mit Jagdwaffen in Deutschland für das Jahr 2023.

Ich habe euch einige solcher "Unfälle", hauptsächlich für Deutschland, aber auch einige aus der Schweiz und Österreich, zusammengestellt.

02.01.23: Tödlicher Jagdunfall - Dietmar Z. kam bei einem tragischen Jagdunfall um - Baden online 04.01.23

09.01.23: 29-jähriger erschießt Nebenbuhler (beide Brüder tot) - SWR 09.01.23

19.01.23: Jagdunfall - Jäger auf Intensivstation - INTERFRANKEN.de 19.01.23

20.01.23: Jäger erschießt Frau in Sachsen Anhalt - tag24.de 20.01.23

10.01.23: Jäger durch Schuß des Jagdkollegen schwer verletzt - Fränkische Nachrichten 10.02.23

14.02.23: Jäger verletzt Jagdkollegen mit Schuß schwer - Nordseezeitung 14.02.23

09.03.23: Mann erschießt Frau und sich Polizeiinspektion - Halle Saale 09.03.23

10.03.23: Jäger schießt mit Schrot auf fahrendes Auto - Kleine Ztg. 10.03.23

21.03.23: 68-jähriger Jäger erschießt sich und Freundin - SWR 21.03.23

28.03.23: Hobby-Jäger tötet Mann mit Kopfschüssen - Antenne Brandenburg 28.03.23

28.03.23: Mann tötet Ehefrau und sich selbst - MDR 28.03.23

29.03.23: Polizistenmord, Ermttlung gegen 20 Jäger Saarbrücker Zeitung - 29.03.23

30.03.23: Geldstrafe für 33-jährigen Jäger nach tödlichem Schuss auf 78-jährigen Kollegen - Süddeutsche Ztg. 30.03.23

04.04.23: Jäger erschießt EX-Freundin, Hund und sich - Hessenschau 04.04.23/Westdeutsche Allgemeine

14.04.23: 48-Jähriger erschießt Ehefrau und sich - Unser Radio Unterfranken 14.04.23

16.04.23: Mann erschießt Schwager auf Waldparkplatz - Volksfreund 16.04.23

04.05.23: Jäger zu lebenslanger Haft verurteilt, 4 Schüsse in Hinterkopf - Berliner Ztg. 04.05.23

05.05.23: Jäger schießt in Fenster von Wohnhaus - stern.de/t-online.de 14.01.2026

08.05.23: Tödlicher Jagdunfall in Thüringen - Bild 08.05.23

09.05.23: 74-jähriger Mann aus der Steiermark schießt auf 52-jährige Nachbarin und erschießt sich selbst - k.at 09.05.23

15.05.23: 73-jähriger Jäger erschießt Ehefrau und sich in Oldenburg - Lübecker Nachrichten 15.05.23

19.05.23: 88-jähriger erschießt Ehefrau und sich selbst - Frankenpost 19.05.23

19.05.23: Jäger schießt sich in die Hand - infranken.de 20.05.23

01.06.23: Jäger erschießt Schwiegersohn und sich in der Steiermark - Kronenzeitung 01.06.23

12.06.23: Jäger schießt sich Daumen ab in Graz - Deutsche Jagdzeitung 16.06.23

16.05.23: Mann aus Deutschland erschießt zwei Frauen und sich - Freie Presse 15.06.23

27.06.23: 22-Jähriger erschießt mit Waffe des Vaters (Jäger) Freundin des Vaters - Polizei Kiel 27.06.23

01.07.23: 50-jähriger Jäger erschoss Freundin - Stendal Bild 01.07.23

03.07.23: Mann, 80 Jahre, erschoss Frau und sich in Malchow - B.Z. 03.07.23

25.07.23: 66 Jahre alter Mann erschießt sich und Ehefrau, Steiermark - Kronenzeitung 25.07.23

04.08.23: Mann erschießt Frau und dann sich selbst, Salzhausen LDK Harburg - 04.08.23 NDR

06.08.23: Jäger erschießt sich aus Versehen selbst, Mecklenburg-Vorpommern - Bild 06.08.23

08.08.23: Jäger bedroht Spaziergänger mit Waffe, Polizei ermittelt - om-online 08.08.23

08.08.23: Schuß trifft Treiber bei Wildschweinjagd in der Oberpfalz - onetzPlus 08.08.23

11.08.23: Jäger erschießt Stewardess, Hund und sich selbst - Frankfurter Neue Presse 11.08.23

19.08.23: Entenjagd, 83-jähriger Jäger schießt Kollegen in Kopf/Lippstadt - Westfälischer Anz. 19.08.23

19.08.23: Krähenjagd: 18-jähriger Hobbyjäger erschießt Jagdkollegen/Oldenburg - Polizei Delmenhorst 19.08.23

28.08.23: Jäger schießt Jäger in den Po, Nordrhein-Westfalen - Bild 28.08.23

03.09.23: Hobby-Jäger erschießt Spaziergänger/Katalonien - Wild beim Wild 04.09.23

06.09.23: Tödlicher Jagdunfall in Graubünden - BLICL.ch 06.09.23

06.09.23: Jäger schießt Kollegen ins Bein - Augsburger Allgemeine 06.09.23

06.09.23: Polizei ermittelt ggn. Jäger, Thüringen - insuedthueringen.de 06.09.23

07.09.23: Treibjagd-Jäger getroffen und schwer verletzt, Rhön - Fuldaer Ztg. 07.09.23

08.09.23: Jäger erschießt sich selbst und Ehefrau, Kreis Paderborn - Westfalenblatt 08.09.23

11.08.23: Jäger trifft Kind auf Fahrrad, Wittlich, Rheinland-Pfalz - SWR 11.09.23

11.08.23: 47-jähriger Jäger erschießt 50-jährige Ex-Freundin, Frankfurt - wildtierschutz-deutschland

20.09.23: Jäger schießt auf Treiber statt Sau, Augsburg - Mainwelle 20.09.23

29.09.23: Jäger erschießt obdachlose Frau in Iserlohn - Iserlohner Kreisanzeiger 29.09.23

02.10.23: Kugel aus Jagdgewehr durch Beifahrertür - 60-Jähriger schwer verletzt, Siegen-Wittgenstein - Siegener Zeitung 02.10.23

07.10.23: Statt Wildsau Jagdkollegen getroffen, Augsburg - Jagdmagazin Pirsch 07.10.23

22.10.23: Mann erschießt Ex und sich selbst/Waffenpass und 6 Langwaffen vorhanden - Kronen Ztg. 22.10.23

23.10.23: 75-Jähriger erschießt Ehefrau, Hund und sich selbst in Kempen - 24rhein.de 23.10.23

30.10.23: 83-jähriger erschießt Ehefrau und sich selbst, Fürth - merkur.de 30.10.23

30.10.23: FPÖ-Politiker erschießt Geliebte und sich selbst - heute.at 30.10.23

04.11.23: Treibjagd-Jäger schoss 50-Jährigen an - Oberösterreich Kurier 04.11.23

04.11.23: Jagdunfall - Schuss tötet Landwirt auf Trecker - Kölner Stadtanzeiger 05.11.23

12.11.23: Jäger schießt Jagdkollegen ins Gesicht - Thüringen Bild 13.11.23

14.11.23: 15-Jähriger erschießt Mitschüler, Baden-Württemberg, Offenburg - tagesschau.de 14.11.23

26.11.23: Unter Alkoholeinfluss stehender Jäger trifft Kollegen bei Treibjagd im Gesicht/Brust, Steiermark - regionews.at 26.11.23

02.12.23: Treibjagd: Jäger von Jagdkamerad in Linz angeschossen - Kronen Ztg. 02.12.23

14.12.23: Schuss auf Fahrzeug: Jäger in Erklärungsnot - Polizeipräsidium Ravensburg 14.12.23

17.12.23: Jäger tötet 21-jährigen Soldaten mit Genickschuss. Mit Wildsau verwechselt! Stettin - fakty.tvn24.pl 17.12.23

Im Jahr 2023 haben sich in Deutschland 699 Menschen erschossen, davon waren 16 Frauen. Es gibt keine Statistik darüber, wie oft Jagdwaffen dabei im Spiel waren. Die einfach Frage "wieviele Menschen 2023 durch Jadwaffen gestorben sind" kann niemand ganz genau beantworten. Es gibt keine EU-weite Meldepflicht, keine gemeinsame Datenbank, keine offizielle Erfassung vom Jagdunfällen in den einzelnen Ländern (Ausnahme Frankreich und Italien). Nirgends gibt es eine offizielle Erfassung von Straftaten mit Jagdwaffen, wenn z.B. ein Jäger seine Ehefrau oder den Nachbarn erschießt. So gibt es zwar in Deutschland immer wieder Meldungen, dass Familienangehörige erschossen wurden, die Tatwaffen waren aber legal besessene Waffen. Ob der Schütze Sportschütze oder Jäger war, wird dabei nicht erfasst.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd hat anhand von Presseberichten eine Aufstellung von Unfällen und Straftaten mit Jagdwaffen durch aktuelle oder auch Hobbyjäger erstellt. Für das Jahr 2023 kam so eine Zahl von mindestens 36 Toten durch Jagdwaffen in Deutschland zusammen. Wer die Selbstmordzahlen durch Schusswaffen für 2023 kennt, kann sich denken, dass die Zahl wahrscheinlich weitaus höher liegt.

Da es keine offiziellen Statistiken gibt, gelten viele Fälle nicht als Jagdunfälle, sondern einfach nur als Straftaten. Sie tauchen daher in keiner Aufstellung von Jagdunfällen auf. Daher schwanken die Angaben über Jagdunfälle enorm. Manche sprechen von mehreren hundert Fällen jährlich, andere sagen, es seien nur 2 - 3. Da solche Zahlen immer davon abhängig sind, welche Parameter man anlegt, glaube ich, dass alle Angaben so nicht hundertprozentig zu gebrauchen sind. Ich finde es jedenfalls nicht nachvollziehbar, warum es keine Statistik gibt, die die Tötungen von Menschen durch Jagdwaffen/Jäger auflistet.

Ich kann übrigens gut verstehen, dass sich die Jägerschaft durch meine Artikel in ihrer Ehre gekränkt sieht. Bestimmt gibt es ja durchaus Jäger, die andere Ansätze verfolgen als das Abschießen von Wild und manchmal auch Hunden und Katzen. Im Tierschutz haben wir leider mit Jägern übewiegend keine guten Erfahrungen gemacht. Ich fände es gut, wenn Jagdwaffenbesitzer regelmäßig oder auch anlassbezogen auf jagdliche Verlässlichkeit sowie körperliche und geistige Eignung überprüft würden. Außerdem würde mich interessieren, wieviele Haustiere im Zuge der Jagd in den vergangenen Jahren getötet wurden. Das sind Themen, mit denen wir uns im Tierschutz beschäftigen und auf die wir bisher keine Antworten bekommen konnten.

Prof. Dr. Theodor Heuss, 1. Präsident der Bundesrepublik Deutschland, sagte vor etwa 50 Jahren: "Die Jagd ist eine Nebenform der menschlichen Geisteskrankheit." Der Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parun erklärte in seinem Buch "Die Leidenschaft des Jägers": "Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagen ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt... Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wolllust handelt - um ein Fieber eben -, geht es... um Sex und Crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Lust und Lustmord."

Wusstet ihr, wieviele Tiere in jedem Jahr in dem blutigen Krieg in Wald und Flur ihr Leben lassen? Es werden in jedem Jahr über 5 Millionen Tiere umgebracht - oft auf grausamste Art und Weise. In jedem Jahr werden auch ca. 300.000 Haustiere - Hunde, Katzen, Ponies und Kühe, Zierenten, Minischweine, Lamas usw. Opfer von Jägern (nachzulesen in www.lusttoeter.de).

Ich halte es mit Kurt Tucholsky: "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!"

Auch wir empfinden die Jagd als Akt der Gewalt und des Tötens, das Tier wird zum Objekt der Lust des Tötens degradiert. Aber dazu darf natürlich jeder seine eigene Meinung haben. Wir lehnen die Jagd ab.

Da wir uns den Pöbeleien und Beleidigungen gewisser Menschen nicht aussetzen wollen, werden wir solche Kommentare löschen.

 

14.01.2026

Am 10. Januar hatte ich euch von dem Jäger berichtet, der drei Pferde erschossen hatte, weil er sie für Füchse hielt. Ich hatte angemerkt, dass so ein schwaches Sehvermögen eines Jägers ggf. auch für Menschen gefährlich werden kann. Tatsächlich ist so etwas im letzten Jahr im Landkreis Cloppenburg passiert. Zwei niedersächsische Jäger waren zusammen auf der Jagd und saßen rund 200 Meter voneinander entfernt auf den Hochsitzen. Der ältere der beiden nutzte ein Nachtsichtgerät und zielte seiner Meinung nach auf Wild. Er legte an und tötete seinen 48 Jahre alten Mitjäger mit dem ersten Schuss. Aus dem gemeinsamen Jagdunfall wurde eine Tragödie. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat nun gegen den 51 Jahre alten Jäger Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

Am Freitagabend waren dann vier Jungjäger zwischen 22 und 24 Jahren bei Warburg unterwegs. Jetzt ist einer tot. Der 22 Jahre alte Schütze saß mit 2 Begleitern auf einem Hochsitz und schoss nach bisherigen Erkenntnissen auf einen 23-jährigen Jäger aus Paderborn. Der Mann starb am Unfallort. Nach einer weiteren Begehung des Unfallortes hat die Polizei nun verlauten lassen, dass es nicht einmal sicher sei, dass die Jäger sich überhaupt auf einem Hochsitz befunden hätten. Es scheint also noch viel Unsicherheiten zu geben, sicher ist, dass der 23-jährige Jungjäger tot ist.

2023 wurden 36 Menschen durch Jagdwaffen getötet.

Damit ihr mal einen kleinen Einblick bekommt, was da alles so passiert, habe ich euch mal einige wenige Ereignisse zusammengefasst. Natürlich kann man diese Liste auch auf 2024 und 2025 erweitern.

06.08.23: 60-jähriger Jäger aus Marlow erschießt sich aus Versehen selbst

11.08.23: Beziehungstat: Jäger erschießt Stewardess, seinen Hund und sich selbst in Frankfurt

19.08.23: Entenjagd - 83-jähriger Jäger aus Lippstadt schießt Jagdkollegen in den Kopf

19.08.23: Krähenjagd - 18-jähriger Hobbyjäger aus Dötlingen erschießt gleichaltrigen Jagdkollegen

04.11.23: Jagdunfall - Schuss tötet Landwirt auf Trecker - Jagdunfall in Köln

12.11.23: Jäger schießt Jagdkollegen in Thürigen ins Gesicht

14.11.23: 15-Jähriger erschießt Mitschüler mit Waffe des Opas in Offenburg

24.11.23: 31-jähriger Jäger erschießt Mutter mit Schrotflinte im Salzburger Landkreis

26.11.23: Alkoholisierter Jäger trifft Jagdkollegen in Graz mit Kugeln im Gesicht und Brustbereich

02.12.23: Treibjagd - Jäger von Jagdkameraden in Linz in Brust und Bein geschossen

14.12.23: Schuss auf Fahrzeug - Jäger behauptet Angriff auf sein Wohnmobil in Meßkirchen - er war es selbst gewesen!

17.12.23: Jäger erschießt 21 Jahre alten Soldaten in Stettin - mit Wildschwein verwechselt

26.12.23: Jäger schießt auf Wildschwein im Baskenland - Kugel trifft 75-Jährige in den Kopf

27.12.23: Treibjagd - Jäger statt Wildschwein in der Normandie erschossen

Vielleicht schreibt ihr mal in die Kommentare, was ihr davon haltet und ob es eurer Meinung nach nicht vielleicht doch besser ist, Jäger öfters wiederkehrenden Prüfungen zu unterziehen und auch ab einem gewissen Alter den Jagdschein zu entziehen. Vielleicht sollten auch Jagdscheine schneller und dauerhaft entzogen werden, wenn z.B. unter Alkoholeinfluss geschossen wird oder auch ein Pferd statt einem Fuchs erschossen wurde...

In jedem Jahr sterben durch Jäger und Jagdwaffen alleine in Deutschland ca. 40 Menschen.

Tatsächlich liegt die Dunkelziffer aber wahrscheinlich weitaus höher, denn Tötungsdelikte mit Waffen werden statistisch zwar erfasst, aber es werden die Tötungsdelikte durch Jäger oder deren Waffen nicht gesondert ausgewiesen.

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12.01.2026

Hunde zu vermitteln ist alles, nur nicht einfach. Es geht nicht darum, ein Hundchen an irgendjemanden abzugeben, es wird das perfekte Zuhause gesucht. Menschen, die den Hund so nehmen, wie er ist und deren Interessen sich mit den Bedürfnissen des Hundes annähernd decken. Ein Border Collie sollte vielleicht nicht an einen Couch Potatoe vermittelt werden und ein Marathonläufer ist mit einem Mops auf die Dauer sicher auch nicht glücklich. So etwas leuchtet jedem ein, das macht die Sache allerdings kein bisschen leichter, denn tatsächlich muss man den zur Vermittlung stehenden Hund erstmal kennen und dann müssen die Interessenten auch noch die Wahrheit über ihre Gewohnheiten angeben. Wer den Neujahrsvorsatz, dass er nun doch mal öfter vor die Tür gehen will, direkt mit einem Windhund zementiert, wird ganz schnell merken, dass der gute Vorsatz nicht ausreicht. So ein Hund wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an den Verein zurückgehen. Hinter die Fassade der Adoptanten zu sehen ist schwer und so kennt jeder, der sich mit Vermittlungen befasst, den Spruch, dass man keinem hinter die Stirn sehen kann, nur allzugut.

Wer uns kennt, weiß, dass wir uns mit unseren Vermittlungen viel Mühe geben. Wir besuchen die zukünftigen Adoptanten daheim und führen lange Gespräche, wir sind natürlich auch nach einer Vermittlung immer ansprechbar und haben deshalb auch einen Vermittlungsradius von nicht mehr als 100 km. So können wir immer auch mal zu den Adoptanten hinfahren und ggf. dort Hilfestellung geben.

Wir haben allerdings keine Chance, wenn ein Hundchen schon nach einem Tag wieder zurückgegeben wird und man einräumt, dass man sich das anders vorgestellt hat. Wir haben alles gegeben und stehen dann tatsächlich hilflos mit dem Rücken an der Wand. Im Sinne des Hundes nehmen wir das Tier natürlich sofort zurück, bevor der Schaden für beide Seiten noch größer wird. Ein Hund, der nur einen Tag von seiner Pflegefamilie getrennt war, fügt sich sofort wieder ein und verdaut so etwas schnell. Auch für die Familie, die nun eine andere Entscheidung getroffen hat, ist es besser, sich schnell zu lösen, als mit halbem Herzen irgendetwas zu versuchen, was dann sowieso schiefgeht. Wir fragen nach den Gründen, aber versuchen niemanden umzustimmen, dessen Entscheidung schon gefallen ist.

So etwas kommt zum Glück extrem selten vor, aber leider haben wir mit Sahara etwas in der Art erlebt. Die nette Hündin steht also seit Ende Dezember wieder zur Vermittlung. Da wir über Weihnachten bis ins neue Jahr hinein nicht vermitteln, steht sie erst jetzt wieder auf unserer Homepage. Sahara ist eine junge Hundedame, die in ihren Leben noch nicht viel gesehen hat. Sie sollte auf jeden Fall in eine Hundeschule gehen, damit die Erziehung von fach- und sachkundigen Menschen beratend begleitet werden kann. Sahara ist superschlau und lernwillig, sie versteht vieles schon beim erstenmal, allerdings brauchen andere Sachen auch mehrmalige Wiederholungen.

Sahara ist in einem Alter, in dem sie pubertäres Verhalten zeigt, sie bellt bei Hundebegenungen an der Leine, würde aber ganz sicher niemals aggressiv reagieren. Trotzdem ist das eine Verhaltensweise, die niemand möchte und die aufgelöst werden muss. Dafür ist eine Hundeschule ideal. Wir manchen uns keine Sorgen, dass Sahara das beibehält, sie zeigt dieses Verhalten, weil sie unsicher ist und nicht, weil sie aggressiv unterwegs sein möchte.

Wir finden es für einen jungen Hund immer toll, wenn er einen souveränen älteren Hund an die Seite gestellt bekäme und würden uns freuen, wenn Sahara vielleicht ein Zweit- oder Dritthund würde. Auf jeden Fall wünschen wir uns einen Garten für die kleine Nase.

Ihr wisst, dass wir uns mit der Beschreibung unserer Hunde viel Mühe geben, wir verschweigen und beschönigen nichts und natürlich möchten wir, dass Sahara beim zweiten Anlauf ein endgültiges Zuhause hat. Es geht nicht darum, einen Hund wie warme Semmeln anzupreisen, sondern objektiv darzustellen, was das Tier kann, aber auch woran noch gearbeitet werden muss. Jedes Hundchen hat einen anderen Charakter und nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen. Bitte überlegt euch deshalb gut, was ihr leisten könnt und was objektiv zu euch passt. Sahara ist ein schlaues Mädchen, ihr fehlen noch ein paar Erfahrungen, aber sie ist lieb und gelehrig und ganz sicher ein Traumhund für jemanden, der etwas mit ihr arbeiten will und eine treue Seele sucht.

Sahara ist mittlerweile stubenrein, fährt wunderbar im Auto mit, sie ist lieb mit allen Menschen und geht schon sehr gut an der Leine. Sie bellt manchmal, wenn ihr etwas unheimlich ist, lässt sich aber ganz leicht beruhigen und wird diese Verhaltensweise schnell ablegen, wenn sie sicherer wird. Man darf nie vergessen, dass die Hunde, die aus Spanien kommen, alle schon etwas erlebt haben. Viele haben in einem Verschlag gehaust oder mussten an der Kette ihr Dasein fristen. Für sie ist unsere Welt eine Unbekannte und natürlich müssen sie alles, was für uns selbstverständlich ist, erstmal lernen. Diese Hunde sind nicht aggressiv oder schwierig zu erziehen, sie brauchen einfach Verständnis und Zeit. Wer bereit ist, ihnen das zu geben, bekommt einen Freund, der mit ihm durch dick und dünn geht. Sahara ist so ein Hund. Derjenige, der sie bekommt, hat einen Schatz an der Leine.

Wer sich für Sahara interessiert, kann sich jederzeit bei uns melden und die hübsche Hundedame auch gerne in Polch/Mayen besuchen. Wir vermitteln im Umkreis von 100 km um Alzey und 50 km um Polch!

Sahara ist ca. 15 Monate alt, hat 42 cm Schulterhöhe und wiegt 12 kg. Natürlich ist sie geimpft und gechipt, hat einen negativen Mittelmeertest, sie ist kastriert und kerngesund.

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10.01.2026

Jeder, der ein Tier hat, weiß, wie es ist, wenn es mal krank wird. Wir tun alles, damit es unserem Schatz schnell wieder gut geht. Oft sind Tierarzneimittel da wichtige Helfer. Sie lindern Schmerzen und bekämpfen Infektionen. Wer sein Tier liebt, weiß, dass es bei der Anwendung von Medikamenten auch immer um Verantwortung geht. Es geht um das Wohl unserer Tiere, aber natürlich letztendlich auch um unser aller Wohl. Medikamente sind oft großartige Mittel, die Leben retten können, sie sind aber keine Allzweckwaffe, die man leichtfertig einsetzt. Besonders Antibiotika sind starke und unverzichtbare Helfer gegen Bakterien, sie können aber wirkungslos werden, wenn sie falsch oder allzu oft benutzt werden. Schnell entstehen Resistenzen und dann wirken sie nicht mehr - das passiert bei den Tieren genauso wie bei uns Menschen.

2026 gibt es neue Regeln für den Umgang mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Antibiotika dürfen nun nur noch nach gründlicher Untersuchung zum Einsatz kommen. Es werden keine Tabletten "auf Vorrat" mehr abgegeben. Dies geschieht zum Schutz der Tiere und um Resistenzen zu vermeiden. Die EU-Verordnung 2019/6, Art. 57 verpflichtet zur einheitlichen Datenerfassung in der Tierhaltung. Diese Änderung dient der besseren Überwachung, ohne den Zugang zu lebenswichtigen Mitteln einzuschränken. Für Tierhalter bedeutet das mehr Transparenz und verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten. Für Tierärzte bedeutet es die Meldepflicht. Tierärzte müssen nun die eingesetzten Mengen bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, für das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dokumentieren und jährlich melden. Der Fokus sind Nutztiere und Haustiere, auch wenn die Datenerfassung für Hunde und Katzen erst ab 2029 gilt.

Grundsätzlich gilt: Restmedikamente sollten nicht aufgehoben und schon gar nicht für andere Tiere weiterverwendet werden. Die Dosierungen vom Tierarzt müssen strikt eingehalten werden und auch die Dauer der Medikamentengabe ist wichtig.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten verhindert Leid und zwar nicht nur bei unseren Haustieren, sondern bei allen Tieren und natürlich auch bei uns Menschen. Antibiotika dürfen in den bisher üblichen Mengen nicht mehr in unsere Umwelt gelangen. Wir sind alle zum bewussteren Handeln aufgerufen und wir sind es, die letztendlich Resistenzen verhindern und damit die Gesundheit aller schützen können!

 

08.01.2026

Was man von Jägern hält, bleibt jedem selbst überlassen. Viele Menschen können nicht verstehen, wieso man Tiere auf der Pirsch tötet und andere sehen sich in der Pflicht, genau das zu tun.

Dass es bei den Jägern einige sehr merkwürdige Typen gibt, das haben einige von uns schon am eigenen Leib erlebt. Da wird mit dem Gewehr gedroht und über die Köpfe von Spaziergängern hinweg geschossen, auch der eigene Hund kann schon mal das Opfer der Jagdleidenschaft werden. Dass ein Jäger allerdings drei Pferde erschießt, weil er sie nach eigener Aussage mit Füchsen verwechselt hat, ist leider kein Jägerlatein.

Der 82 Jahre alte Landwirt aus Hornbach in der Pfalz hatte sich auf die Lauer gelegt, um seine Hühner und Lämmer zu schützen, denn diese waren Tage zuvor wohl von einem Fuchs angegriffen worden. Dass er dabei seine eigenen beiden Pferde sowie ein Pferd eines anderen Mannes aus dem Landkreis Südwestpfalz erschoss, ist kaum nachzuvollziehen. Letztendlich lagen drei tote Pferde und ein toter Fuchs auf der Koppel. Der Mann hatte die Tiere auf der Weide hinter dem Hühner- und Gänsegehege erlegt! Bemerkt hat er den fatalen Irrtum aber erstmal nicht, denn morgens wurde der Vorfall nicht von ihm, sondern von dem Besitzer des anderen Pferdes gemeldet.

Das Amtsgericht Zweibrücken urteilte meines Erachtens extrem gnädig, wenn nicht schon verständnisvoll. ;( 1200 € Strafe und ein Jahr Entzug des Jagdgewehrs, in dieser Zeit darf der 82 Jahre alte Jäger auch nirgendwo anders jagen gehen. Die Waffenbesitzkarte und der Jagdschein wurden erstmal eingezogen.

Eine Altersbegrenzung für Jäger gibt es nicht und so kann man eigentlich nur froh sein, dass nicht ein Mensch zu Schaden gekommen ist. Bei uns und auch bei anderen Reitern haben schon oft Wanderreiter auf den Koppeln übernachtet. Man darf gar nicht daran denken, dass so etwas lebensgefährlich sein kann...

Wie man schießen kann, obwohl man nicht einmal ein Pferd von einem Fuchs zu unterscheiden in der Lage ist, ist mir völlig unverständlich. Ich kann auch ein so mildes Urteil nicht nachvollziehen.

Vielleicht sehen wir als Tierschützer die Jäger oft als nicht notwendiges Übel an, aber ehrlich gesagt haben auch andere nach solchen Vorfällen Probleme, den Nutzen des Jagens zu sehen. Immer wieder wird auf Hauskatzen geschossen, Füchse in Schliefanlagen werden zur Ausbildung der Hunde missbraucht und auch das Anlernen der Hunde an lebenden Enten erscheint mir grausam und herzlos. Wir verstehen nicht, wie die Jagd von der Jägerschaft selbst als Tierschutz gesehen werden kann und weit mehr sein soll als nur das Töten der Wildtiere. Wenn es ein notwendiges Übel wäre, Tiere zu erschießen, dann erschließt es sich mir nicht, wieso Jägern Urlaube angeboten werden, bei denen der Abschuss von Tieren preislich inbegriffen ist. Da werden Abschussmöglichkeiten für eine große Bandbreite von Wildtieren angeboten: Heimisches Rot-, Reh- und Damwild bis zu exotischen Arten wie Löwen, Elefanten, Hyänen, aber auch z. B. in Osteuropa Elche und Wölfe und in den Alpen die Gemsen. Diese aJgden werden von spezialisierten Veranstaltern organisiert und bieten oft auch Drückjagden mit Hunden an. Man kann die Drückjagd auf Schwarz- und Niederwild buchen, aber auch Trophäenjagden auf besonders kapitale Stücke, z.B. "Lebenshirsche", exotische Safari-Kombi-Reisen inclusive Abschuss eines Löwen usw. z. B. in Namibia sind möglich. Für die nicht ganz so vermögenden Herrschaften kann auch mal ein Jagdurlaub auf dem Bauernhof in Österreich gebucht werden...

Bei solchen Angeboten kann ich einfach nicht mehr an den Hege- und Pflegegedanken glauben. Hier wird meiner Ansicht nach geschossen, weil man Spaß am Töten hat.

Mich würde eure Meinung zu dem Thema interessieren. Bitte schreibt mal in den Kommentaren, was ihr davon haltet.

jaeger-fabelwesen

 

06.01.2026

meinekatze

Es gibt Telefonanrufe, die bleiben uns wahrscheinlich lange in Erinnerung. Einen davon möchte ich euch mal schildern: Eine osteuropäisch klingende Dame rief an und fragte, ob sie mal unsere Katzen ansehen könnte, sie würde ihre vermissen. Ich erklärte, dass sie uns gerne ein Suchplakat schicken könne, wir würden es veröffentlichen. Nein, das möchte sie nicht. Warum nicht? Na ja, man hat kein Bild von der Katze. Das wundert mich dann schon sehr und ich habe deshalb nachgefragt. Man hat die Katze nicht fotografiert, weil sie zwar gefüttert wurde, aber nicht im Haus lebte. Ok... das verwunderte mich dann nochmal und ich fragte nach, ob sie denn das Eigentum an der Katze nachweisen kann. Nein, das kann man nicht, die Katze war weder geimpft noch hatte sie einen Chip.

"Tja, dann wird es aber schwierig nachzuweisen, dass die Katze in Ihrem Eigentum steht!"

"Das ist ja nicht so wichtig."

Ok...?

"Wie sah die Katze denn aus?"

"Das Tier erkennt man, sobald man es sieht."

"Ach ja? Seit wann ist die Katze denn weg?"

"Seit August!"

"Und wieso suchen Sie sie erst jetzt?"

"Meine Tochter will jetzt eine Katze haben und da bekommen wir unsere ja wohl aus dem Tierheim zurück."

"Ok! Die Kosten für die Unterbringung müssen Sie dann aber bezahlen!"

Große Aufregung...

"Natürlich nicht, es ist ja unsere Katze! Dafür bezahle ich ja doch kein Geld."

"Aber Sie wissen ja nicht einmal, wie das Tier aussieht und können nicht beweisen, dass die Katze Ihnen gehört."

"Na ich weiß es, wenn ich sie sehe und man kann ja froh sein, dass das Tier wieder abgeholt wird."

"Ach ja? Das kostet aber dann Geld!"

"Nein!"

"Doch! Mir scheint es so zu sein, dass Sie eine kostenlose Katze aus dem Tierheim holen wollen. Sie suchen sich eine aus und sagen dann, dass es Ihre ist?"

Daraufhin wurde das Gespräch abrupt abgebrochen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Gut, dass Tierheime grundsätzlich einen Eigentumsnachweis fordern, bevor sie ein "Fundtier" zurückgeben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nie auf die Idee gekommen bin, dass jemand sich auf diese Tour eine "kostenlose" Katze besorgen will. Man lernt immer wieder dazu!

 

05.01.2026

Eure Spenden sind heute in der Protectora Villena angekommen. Vier Paletten mit Futter und jeder Menge Hilfsgüter lassen die Augen der dortigen Kollegen leuchten und wie immer haben sie uns gebeten, ihren Dank an euch weiterzugeben. Die 4 Paletten sind noch Teil der Weihnachtsaktion vom Fressnapf, es sind allerdings auch Spenden dabei, die hier bei uns in Armsheim für die Tiere in Spanien abgegeben wurden sowie eine Palette Katzenfutter der Karin von Grumme-Douglas Stiftung. Das Katzenfutter wird nicht nur für die zur Zeit ca. 100 Katzen der Protectora händeringend benötigt, sondern geht zum Teil auch an Organisationen, die Streunerkatzen an ausgewiesenen Futterplätzen versorgen. Alles wird dringend gebraucht und so freuen wir uns alle, dass wir den Tieren in Spanien das Überleben erstmal sichern konnten.

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03.01.2026

Wir sind zurück in der Normalität der ersten Tage des neuen Jahres 2026. Gestern durften wir die letzten Spenden der Wünsche-Baum Aktion des Fressnapf in Rüsselsheim abholen. Wir haben für euch Bilder gemacht und wie ihr sehen könnt, war es nochmal ein ganzes Auto voll mit großartigen Spenden, für die wir uns ganz herzlich bedanken. Diese Weihnachtsaktion hat unsere Schützlinge in der Protectora Villena über den Winter gebracht und auch vielen anderen Tieren von Tierschutzvereinen in der Nähe von Alicante das Leben gerettet. Wir sind noch immer total überrascht, wieviele Tierfreunde gespendet haben, niemals hätten wir mit mehreren Paletten voll mit Futter, Leckerchen, Spielzeug, Decken, Körbchen und Liegeflächen gerechnet. Unsere spanischen Kollegen wissen noch nicht, dass nochmal fast zwei Paletten voll bepackt mit lebenswichtigen Dingen bei uns in der Garage auf sie warten. Es passt noch etwas oben drauf und so warten wir mit dem Versenden, bis auch die letzte Palette wirklich ganz voll ist.

Wir bedanken uns auch im Namen von unseren spanischen Kollegen ganz herzlich bei allen Spendern! Diese Weihnachtsaktion war der Hammer! Ihr seid einfach großartig! Danke für eure Hilfe!

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Mit dem Jahresanfang kommt natürlich auch das Resumee der Silvesterknallerei. Bei uns war das Schlimmste nach ca. 30 min. vorbei, in anderen Gegenden wurde bis um 3 Uhr geböllert. Dass die Tiere schrecklich unter dem Geknalle leiden, wissen mittlerweile wohl alle. Dass man darauf keine Rücksicht nimmt, ist meiner Meinung nach unsagbar ignorant und entsetzlich dumm.

Auch diesen Silvester gab es wieder Tote und schwerverletzte Menschen. Jugendliche, die sich das Gesicht weggeschossen haben und Kinder, die jetzt ohne Finger oder Hände leben müssen. Es ist wohl immer das Gleiche - andere Länder machen uns vor, wie es geht und Deutschland kann sich wieder nicht entscheiden. Die Niederlande haben die private Böllerei ab 2026 abgeschafft, man tut das zum Schutz der Menschen, Tiere und der Umwelt. Wieso kann man bei uns nicht genauso argumentieren? Warum muss man unsere Polizeikräfte erst durch die Straßen einiger Großstädte jagen, um wildgewordene Trottel mit Waffen und Kugelbomben einzufangen?

Ehrlich gesagt, stört es mich gewaltig, dass ein Silvester, bei dem man früher die Geister vertrieb, heute oft ein Wettkampf von Idioten geworden ist, die sich super aggressiv gegenüberstehen und es nur noch um die Frage geht, wer die Straße dominiert, wer den lautesten Böller hat und wer am meisten Angst und Schrecken verbreitet. Im Kopf dieser Leute scheint es nur gähnende Leere zu geben. In unseren Straßen haben die normalen Menschen Angst verletzt zu werden, sie trauen sich nicht mehr raus, weil Böller als Waffen gegen Passanten eingesetzt werden und selbst in den Wohnungen ist man nicht mehr sicher, weil irgendwelche Deppen mit Raketen in die Fenster zielen und aus Spaß Wohnungsbrände verursachen.

Was uns schon zum Zittern bringt, ist der blanke Horror für unsere Haustiere. Die Wildtiere sehen wir meistens nicht, aber für sie bedeutet unser Silvester oft den Tod. Am ersten Tag des Jahres sind schon 15 % der jährlichen Feinstaubbelastung in die Luft geblasen worden, die Straßen liegen voller nicht recycelbarem Müll. Das Geld der Gemeinschaft aller wird dafür ausgegeben, diesen Dreck zu beseitigen und die Verletzten zu behandeln. Geld, mit dem man viele vernünftige Dinge hätte tun können. Man hätte Menschen und Tieren helfen können, statt das neue Jahr mit einem Hoch an Dummheit zu beginnen. Die Unschuldigen leiden darunter, dass Idioten versuchen, sich in den Mittelpunkt zu sprengen. Woran liegt es, dass unseren Politikern offensichtlich der Mut fehlt, dieses Treiben zu beenden? Eine von der Gewerkschaft der Polizei gestartete Petition für ein bundesweites Böllerverbot hatte bis Dienstagabend 2,8 Millionen Unterzeichner!!!

Auch die Deutsche Umwelthilfe hat einen offenen Brief an den Bundesinnenminister Alexander Dobrindt veröffentlicht, der mit einer Unterschriftenaktion für ein Böllerverbot gekoppelt ist. Wer unterschreiben mag, kann das hier gerne tun:

zur Petition der Deutschen Polizeigewerkschaft

zur Petition der Deutschen Umwelthilfe

Ich hoffe, dass diesen Silvester der letzte in dieser Form war. Wir brauchen keine Böller, um das neue Jahr gebührend zu feiern. Wir fänden es großartig, wenn wir und unsere Tiere keine Angst mehr haben müssten, wenn wir mit unseren Nachbarn auf der Straße anstoßen könnten, ohne befürchten zu müssen, von einem aus dem Nichts auftauchenden Böller getroffen zu werden.

Bitte schreibt mal in den Kommentar, wie es an Silvester bei euch war und ob ihr ein Böllerverbot unterstützen würdet.

 

 

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aktualisiert am 08.02.2026

 

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