Phönix-Tagebuch
Hallo an alle Freunde, Mitglieder und Gönner der Tierhilfe Phönix e.V. sowie an alle, die an unserer Tierschutzarbeit interessiert sind.
Wir haben jeden Tag so viele unterschiedliche Dinge für den Verein zu tun und es passiert so viel, dass wir euch hier alle etwas an unserer Arbeit teilhaben lassen.
Hier könnt ihr mitverfolgen, was bei uns so los ist.
Jeden Monat versenken wir die alten Tagesberichte im Archiv. Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, nochmal nachlesen, was so passiert ist.
18.01.2026
In Spanien wird die Jagd mit Windhunden zum 01. Februar erstmal wieder ihr Ende finden. Wir wissen alle, was uns dann erwartet. "No a la caza", also "Nein zur Jagd" ist der Slogan all derer, die auf der Seite der armen und gequälten Wind- und Jagdhunde stehen. Ab dem ersten Februar sind die meisten Hunde für die Jäger nutzlos und einfach nur noch sinnlose Fresser. Man entledigt sich der Tiere auf oft grauenhafte Art und Weise. Die Hunde, die in Spanien massenhaft gezüchtet werden und in dunklen Schuppen an Ketten ihr Dasein fristen mussten, werden jetzt aussortiert und getötet.
Oftmals macht man sich nicht einmal die Mühe sie umzubringen, sondern macht sie einfach unbrauchbar: Man bricht ihnen mit Knüppeln die Beine, steckt ihnen Hölzer zwischen die Kiefer, um das Fressen und Trinken unmöglich zu machen, gießt Benzin über die geschundenen Körper... wirft die Tiere in Brunnen oder hängt sie auf. Der Phantasie der Jäger sind keine Grenzen gesetzt.
Wir bieten den Jägern seit vielen Jahren die Übernahme der Hunde an, leider machen nur wenige davon Gebrauch. Diese Hunde soll kein anderer mehr besitzen, sie sollen sterben. Warum das so ist, können wir nicht nachvollziehen. Bei uns sind die Hunde geliebte Familienmitglieder, Assistenzhunde, Arbeitskollegen und in Spanien sind sie nur eins: Jagdinstrumente. Für die Tradition leiden sie bis zu ihren frühen Tod.
Leider gibt es trotz aller Bemühungen der Tierschutzvereine in Spanien und im ganzen europäischen Ausland noch kein Verbot. Nein zum Tiermissbrauch - No maltrado animal! Das ist ein Schild, das wir auf allen Galgo-Märschen bisher hundertfach gesehen haben. Leider ist es nicht leicht umzusetzen. Die Galgos und Podencos, die in Betonbunkern und Kellerverliesen das Tageslicht nur ab und an zu sehen bekommen, werden nur selten gefüttert, sie bekommen nur das Nötigste um schnell, scharf und wendig zu bleiben.
Schon mit den Welpen beginnt das unbarmherzige Training, dafür müssen die Tiere auf ein Laufband oder werden auch oft hinter einem Auto oder ein Motorrad gespannt und bei großer Hitze über den Asphalt gehetzt. Wer nicht schnell genug ist, wird mitgeschleift und später am Straßenrand entsorgt. Es überleben nur die schnellsten.
Wir versuchen die verletzten und verstoßenen Tiere aufzusammeln und zu verarzten. Diese sanften Wesen sind völlig am Ende, wenn wir sie ins Tierheim übernehmen. Sie brauchen tierärztliche Versorgung, sie sind abgemagert, verletzt und psychisch total durch den Wind. Wir können sie dank eurer Hilfe füttern und medizinisch versorgen, aber ihre Seele heilt davon nicht. Wir wundern uns immer wieder, dass diese sanften Geschöpfe trotz aller erlebten Torturen so schnell wieder Vertrauen fassen. Sie sind von Menschen grausam gequält worden und wollen trotzdem wieder gestreichelt und berührt werden. Sie regenerieren und schließen sich dem Menschen wieder an, sie lieben ihre Retter und passen sich den neuen Lebensbedingungen in ihren Familien an. Manchmal ist es unglaublich, dass Tiere, die durch menschliche Grausamkeit Augen, Ohren oder sogar Gliedmaßen verloren haben, wieder den Kontakt zu Menschen suchen und sich nochmal vertrauensvoll in unsere Hände begeben. Wir möchten für diese armen Seelen kämpfen und alle Tierfreunde für diese tollen Geschöpfe sensibilisieren.
Wir möchten, dass das spanische Tierschutzgesetz nachgebessert wird und diese Tiere den gleichen Status bekommen wie unsere anderen Hunde.
Mittlerweile werden die Galgo-Märsche in vielen größeren Städten durchgeführt. Der nächste Galgo-Marsch findet am 24.01.26 in München statt. Er dient als Demonstration gegen das Leid der spanischen Wind- und Jagdhunde rund um den Welt-Galgo-Tag am 01. Februar. Es gibt Märsche am 31.Januar in Köln, Berlin, Hamburg, Osnabrück, Saarbrücken.
Wenn ihr Interesse daran habt, bei einem Marsch mit euren Hunden mitzulaufen (alle Hunde sind herzlich eingeladen) macht euch über VETO-Tierschutz.de oder galgorettung-fs.de schlau. Es kann sein, dass noch mehr Städte mitmachen.
Sei du das Statement, das diese Tiere brauchen!

16.01.2026
Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich meine Artikel recherchiere und weder "Geseiere" noch "dummes Zeug" von mir gebe oder "Lügen" verbreite. Trotzdem möchte ich den Herrschaften, die mich in den letzten Tagen massiv angegangen sind, den Wind aus den Segeln nehmen und ihnen einige Fälle aufführen, darunter auch die, die ich schon erwähnt habe. Sollte das für meine anderen Leser langweilig sein, entschuldige ich mich schon jetzt dafür. Ich finde aber, dass es wichtig ist, genau zu wissen, wer hier der "Lügner" ist und "Geseier" und "Hetze" verbreitet! :)
Die "Initiative zur Abschaffung der Jagd" macht regelmäßige Aufstellungen von Unfällen mit Jagdwaffen, die meist durch aktuelle oder ehemalige Hobbyjäger begangen werden. Sie veröffentlichte die Anzahl von 36 tödlichen Unfällen mit Jagdwaffen in Deutschland für das Jahr 2023.
Ich habe euch einige solcher "Unfälle", hauptsächlich für Deutschland, aber auch einige aus der Schweiz und Österreich, zusammengestellt.
02.01.23: Tödlicher Jagdunfall - Dietmar Z. kam bei einem tragischen Jagdunfall um - Baden online 04.01.23
09.01.23: 29-jähriger erschießt Nebenbuhler (beide Brüder tot) - SWR 09.01.23
19.01.23: Jagdunfall - Jäger auf Intensivstation - INTERFRANKEN.de 19.01.23
20.01.23: Jäger erschießt Frau in Sachsen Anhalt - tag24.de 20.01.23
10.01.23: Jäger durch Schuß des Jagdkollegen schwer verletzt - Fränkische Nachrichten 10.02.23
14.02.23: Jäger verletzt Jagdkollegen mit Schuß schwer - Nordseezeitung 14.02.23
09.03.23: Mann erschießt Frau und sich Polizeiinspektion - Halle Saale 09.03.23
10.03.23: Jäger schießt mit Schrot auf fahrendes Auto - Kleine Ztg. 10.03.23
21.03.23: 68-jähriger Jäger erschießt sich und Freundin - SWR 21.03.23
28.03.23: Hobby-Jäger tötet Mann mit Kopfschüssen - Antenne Brandenburg 28.03.23
28.03.23: Mann tötet Ehefrau und sich selbst - MDR 28.03.23
29.03.23: Polizistenmord, Ermttlung gegen 20 Jäger Saarbrücker Zeitung - 29.03.23
30.03.23: Geldstrafe für 33-jährigen Jäger nach tödlichem Schuss auf 78-jährigen Kollegen - Süddeutsche Ztg. 30.03.23
04.04.23: Jäger erschießt EX-Freundin, Hund und sich - Hessenschau 04.04.23/Westdeutsche Allgemeine
14.04.23: 48-Jähriger erschießt Ehefrau und sich - Unser Radio Unterfranken 14.04.23
16.04.23: Mann erschießt Schwager auf Waldparkplatz - Volksfreund 16.04.23
04.05.23: Jäger zu lebenslanger Haft verurteilt, 4 Schüsse in Hinterkopf - Berliner Ztg. 04.05.23
05.05.23: Jäger schießt in Fenster von Wohnhaus - stern.de/t-online.de 14.01.2026
08.05.23: Tödlicher Jagdunfall in Thüringen - Bild 08.05.23
09.05.23: 74-jähriger Mann aus der Steiermark schießt auf 52-jährige Nachbarin und erschießt sich selbst - k.at 09.05.23
15.05.23: 73-jähriger Jäger erschießt Ehefrau und sich in Oldenburg - Lübecker Nachrichten 15.05.23
19.05.23: 88-jähriger erschießt Ehefrau und sich selbst - Frankenpost 19.05.23
19.05.23: Jäger schießt sich in die Hand - infranken.de 20.05.23
01.06.23: Jäger erschießt Schwiegersohn und sich in der Steiermark - Kronenzeitung 01.06.23
12.06.23: Jäger schießt sich Daumen ab in Graz - Deutsche Jagdzeitung 16.06.23
16.05.23: Mann aus Deutschland erschießt zwei Frauen und sich - Freie Presse 15.06.23
27.06.23: 22-Jähriger erschießt mit Waffe des Vaters (Jäger) Freundin des Vaters - Polizei Kiel 27.06.23
01.07.23: 50-jähriger Jäger erschoss Freundin - Stendal Bild 01.07.23
03.07.23: Mann, 80 Jahre, erschoss Frau und sich in Malchow - B.Z. 03.07.23
25.07.23: 66 Jahre alter Mann erschießt sich und Ehefrau, Steiermark - Kronenzeitung 25.07.23
04.08.23: Mann erschießt Frau und dann sich selbst, Salzhausen LDK Harburg - 04.08.23 NDR
06.08.23: Jäger erschießt sich aus Versehen selbst, Mecklenburg-Vorpommern - Bild 06.08.23
08.08.23: Jäger bedroht Spaziergänger mit Waffe, Polizei ermittelt - om-online 08.08.23
08.08.23: Schuß trifft Treiber bei Wildschweinjagd in der Oberpfalz - onetzPlus 08.08.23
11.08.23: Jäger erschießt Stewardess, Hund und sich selbst - Frankfurter Neue Presse 11.08.23
19.08.23: Entenjagd, 83-jähriger Jäger schießt Kollegen in Kopf/Lippstadt - Westfälischer Anz. 19.08.23
19.08.23: Krähenjagd: 18-jähriger Hobbyjäger erschießt Jagdkollegen/Oldenburg - Polizei Delmenhorst 19.08.23
28.08.23: Jäger schießt Jäger in den Po, Nordrhein-Westfalen - Bild 28.08.23
03.09.23: Hobby-Jäger erschießt Spaziergänger/Katalonien - Wild beim Wild 04.09.23
06.09.23: Tödlicher Jagdunfall in Graubünden - BLICL.ch 06.09.23
06.09.23: Jäger schießt Kollegen ins Bein - Augsburger Allgemeine 06.09.23
06.09.23: Polizei ermittelt ggn. Jäger, Thüringen - insuedthueringen.de 06.09.23
07.09.23: Treibjagd-Jäger getroffen und schwer verletzt, Rhön - Fuldaer Ztg. 07.09.23
08.09.23: Jäger erschießt sich selbst und Ehefrau, Kreis Paderborn - Westfalenblatt 08.09.23
11.08.23: Jäger trifft Kind auf Fahrrad, Wittlich, Rheinland-Pfalz - SWR 11.09.23
11.08.23: 47-jähriger Jäger erschießt 50-jährige Ex-Freundin, Frankfurt - wildtierschutz-deutschland
20.09.23: Jäger schießt auf Treiber statt Sau, Augsburg - Mainwelle 20.09.23
29.09.23: Jäger erschießt obdachlose Frau in Iserlohn - Iserlohner Kreisanzeiger 29.09.23
02.10.23: Kugel aus Jagdgewehr durch Beifahrertür - 60-Jähriger schwer verletzt, Siegen-Wittgenstein - Siegener Zeitung 02.10.23
07.10.23: Statt Wildsau Jagdkollegen getroffen, Augsburg - Jagdmagazin Pirsch 07.10.23
22.10.23: Mann erschießt Ex und sich selbst/Waffenpass und 6 Langwaffen vorhanden - Kronen Ztg. 22.10.23
23.10.23: 75-Jähriger erschießt Ehefrau, Hund und sich selbst in Kempen - 24rhein.de 23.10.23
30.10.23: 83-jähriger erschießt Ehefrau und sich selbst, Fürth - merkur.de 30.10.23
30.10.23: FPÖ-Politiker erschießt Geliebte und sich selbst - heute.at 30.10.23
04.11.23: Treibjagd-Jäger schoss 50-Jährigen an - Oberösterreich Kurier 04.11.23
04.11.23: Jagdunfall - Schuss tötet Landwirt auf Trecker - Kölner Stadtanzeiger 05.11.23
12.11.23: Jäger schießt Jagdkollegen ins Gesicht - Thüringen Bild 13.11.23
14.11.23: 15-Jähriger erschießt Mitschüler, Baden-Württemberg, Offenburg - tagesschau.de 14.11.23
26.11.23: Unter Alkoholeinfluss stehender Jäger trifft Kollegen bei Treibjagd im Gesicht/Brust, Steiermark - regionews.at 26.11.23
02.12.23: Treibjagd: Jäger von Jagdkamerad in Linz angeschossen - Kronen Ztg. 02.12.23
14.12.23: Schuss auf Fahrzeug: Jäger in Erklärungsnot - Polizeipräsidium Ravensburg 14.12.23
17.12.23: Jäger tötet 21-jährigen Soldaten mit Genickschuss. Mit Wildsau verwechselt! Stettin - fakty.tvn24.pl 17.12.23
Im Jahr 2023 haben sich in Deutschland 699 Menschen erschossen, davon waren 16 Frauen. Es gibt keine Statistik darüber, wie oft Jagdwaffen dabei im Spiel waren. Die einfach Frage "wieviele Menschen 2023 durch Jadwaffen gestorben sind" kann niemand ganz genau beantworten. Es gibt keine EU-weite Meldepflicht, keine gemeinsame Datenbank, keine offizielle Erfassung vom Jagdunfällen in den einzelnen Ländern (Ausnahme Frankreich und Italien). Nirgends gibt es eine offizielle Erfassung von Straftaten mit Jagdwaffen, wenn z.B. ein Jäger seine Ehefrau oder den Nachbarn erschießt. So gibt es zwar in Deutschland immer wieder Meldungen, dass Familienangehörige erschossen wurden, die Tatwaffen waren aber legal besessene Waffen. Ob der Schütze Sportschütze oder Jäger war, wird dabei nicht erfasst.
Die Initiative zur Abschaffung der Jagd hat anhand von Presseberichten eine Aufstellung von Unfällen und Straftaten mit Jagdwaffen durch aktuelle oder auch Hobbyjäger erstellt. Für das Jahr 2023 kam so eine Zahl von mindestens 36 Toten durch Jagdwaffen in Deutschland zusammen. Wer die Selbstmordzahlen durch Schusswaffen für 2023 kennt, kann sich denken, dass die Zahl wahrscheinlich weitaus höher liegt.
Da es keine offiziellen Statistiken gibt, gelten viele Fälle nicht als Jagdunfälle, sondern einfach nur als Straftaten. Sie tauchen daher in keiner Aufstellung von Jagdunfällen auf. Daher schwanken die Angaben über Jagdunfälle enorm. Manche sprechen von mehreren hundert Fällen jährlich, andere sagen, es seien nur 2 - 3. Da solche Zahlen immer davon abhängig sind, welche Parameter man anlegt, glaube ich, dass alle Angaben so nicht hundertprozentig zu gebrauchen sind. Ich finde es jedenfalls nicht nachvollziehbar, warum es keine Statistik gibt, die die Tötungen von Menschen durch Jagdwaffen/Jäger auflistet.
Ich kann übrigens gut verstehen, dass sich die Jägerschaft durch meine Artikel in ihrer Ehre gekränkt sieht. Bestimmt gibt es ja durchaus Jäger, die andere Ansätze verfolgen als das Abschießen von Wild und manchmal auch Hunden und Katzen. Im Tierschutz haben wir leider mit Jägern übewiegend keine guten Erfahrungen gemacht. Ich fände es gut, wenn Jagdwaffenbesitzer regelmäßig oder auch anlassbezogen auf jagdliche Verlässlichkeit sowie körperliche und geistige Eignung überprüft würden. Außerdem würde mich interessieren, wieviele Haustiere im Zuge der Jagd in den vergangenen Jahren getötet wurden. Das sind Themen, mit denen wir uns im Tierschutz beschäftigen und auf die wir bisher keine Antworten bekommen konnten.
Prof. Dr. Theodor Heuss, 1. Präsident der Bundesrepublik Deutschland, sagte vor etwa 50 Jahren: "Die Jagd ist eine Nebenform der menschlichen Geisteskrankheit." Der Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parun erklärte in seinem Buch "Die Leidenschaft des Jägers": "Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagen ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt... Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wolllust handelt - um ein Fieber eben -, geht es... um Sex und Crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Lust und Lustmord."
Wusstet ihr, wieviele Tiere in jedem Jahr in dem blutigen Krieg in Wald und Flur ihr Leben lassen? Es werden in jedem Jahr über 5 Millionen Tiere umgebracht - oft auf grausamste Art und Weise. In jedem Jahr werden auch ca. 300.000 Haustiere - Hunde, Katzen, Ponies und Kühe, Zierenten, Minischweine, Lamas usw. Opfer von Jägern (nachzulesen in www.lusttoeter.de).
Ich halte es mit Kurt Tucholsky: "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!"
Auch wir empfinden die Jagd als Akt der Gewalt und des Tötens, das Tier wird zum Objekt der Lust des Tötens degradiert. Aber dazu darf natürlich jeder seine eigene Meinung haben. Wir lehnen die Jagd ab.
Da wir uns den Pöbeleien und Beleidigungen gewisser Menschen nicht aussetzen wollen, werden wir solche Kommentare löschen.
14.01.2026
Am 10. Januar hatte ich euch von dem Jäger berichtet, der drei Pferde erschossen hatte, weil er sie für Füchse hielt. Ich hatte angemerkt, dass so ein schwaches Sehvermögen eines Jägers ggf. auch für Menschen gefährlich werden kann. Tatsächlich ist so etwas im letzten Jahr im Landkreis Cloppenburg passiert. Zwei niedersächsische Jäger waren zusammen auf der Jagd und saßen rund 200 Meter voneinander entfernt auf den Hochsitzen. Der ältere der beiden nutzte ein Nachtsichtgerät und zielte seiner Meinung nach auf Wild. Er legte an und tötete seinen 48 Jahre alten Mitjäger mit dem ersten Schuss. Aus dem gemeinsamen Jagdunfall wurde eine Tragödie. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat nun gegen den 51 Jahre alten Jäger Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.
Am Freitagabend waren dann vier Jungjäger zwischen 22 und 24 Jahren bei Warburg unterwegs. Jetzt ist einer tot. Der 22 Jahre alte Schütze saß mit 2 Begleitern auf einem Hochsitz und schoss nach bisherigen Erkenntnissen auf einen 23-jährigen Jäger aus Paderborn. Der Mann starb am Unfallort. Nach einer weiteren Begehung des Unfallortes hat die Polizei nun verlauten lassen, dass es nicht einmal sicher sei, dass die Jäger sich überhaupt auf einem Hochsitz befunden hätten. Es scheint also noch viel Unsicherheiten zu geben, sicher ist, dass der 23-jährige Jungjäger tot ist.
2023 wurden 36 Menschen durch Jagdwaffen getötet.
Damit ihr mal einen kleinen Einblick bekommt, was da alles so passiert, habe ich euch mal einige wenige Ereignisse zusammengefasst. Natürlich kann man diese Liste auch auf 2024 und 2025 erweitern.
06.08.23: 60-jähriger Jäger aus Marlow erschießt sich aus Versehen selbst
11.08.23: Beziehungstat: Jäger erschießt Stewardess, seinen Hund und sich selbst in Frankfurt
19.08.23: Entenjagd - 83-jähriger Jäger aus Lippstadt schießt Jagdkollegen in den Kopf
19.08.23: Krähenjagd - 18-jähriger Hobbyjäger aus Dötlingen erschießt gleichaltrigen Jagdkollegen
04.11.23: Jagdunfall - Schuss tötet Landwirt auf Trecker - Jagdunfall in Köln
12.11.23: Jäger schießt Jagdkollegen in Thürigen ins Gesicht
14.11.23: 15-Jähriger erschießt Mitschüler mit Waffe des Opas in Offenburg
24.11.23: 31-jähriger Jäger erschießt Mutter mit Schrotflinte im Salzburger Landkreis
26.11.23: Alkoholisierter Jäger trifft Jagdkollegen in Graz mit Kugeln im Gesicht und Brustbereich
02.12.23: Treibjagd - Jäger von Jagdkameraden in Linz in Brust und Bein geschossen
14.12.23: Schuss auf Fahrzeug - Jäger behauptet Angriff auf sein Wohnmobil in Meßkirchen - er war es selbst gewesen!
17.12.23: Jäger erschießt 21 Jahre alten Soldaten in Stettin - mit Wildschwein verwechselt
26.12.23: Jäger schießt auf Wildschwein im Baskenland - Kugel trifft 75-Jährige in den Kopf
27.12.23: Treibjagd - Jäger statt Wildschwein in der Normandie erschossen
Vielleicht schreibt ihr mal in die Kommentare, was ihr davon haltet und ob es eurer Meinung nach nicht vielleicht doch besser ist, Jäger öfters wiederkehrenden Prüfungen zu unterziehen und auch ab einem gewissen Alter den Jagdschein zu entziehen. Vielleicht sollten auch Jagdscheine schneller und dauerhaft entzogen werden, wenn z.B. unter Alkoholeinfluss geschossen wird oder auch ein Pferd statt einem Fuchs erschossen wurde...
In jedem Jahr sterben durch Jäger und Jagdwaffen alleine in Deutschland ca. 40 Menschen.
Tatsächlich liegt die Dunkelziffer aber wahrscheinlich weitaus höher, denn Tötungsdelikte mit Waffen werden statistisch zwar erfasst, aber es werden die Tötungsdelikte durch Jäger oder deren Waffen nicht gesondert ausgewiesen.

12.01.2026
Hunde zu vermitteln ist alles, nur nicht einfach. Es geht nicht darum, ein Hundchen an irgendjemanden abzugeben, es wird das perfekte Zuhause gesucht. Menschen, die den Hund so nehmen, wie er ist und deren Interessen sich mit den Bedürfnissen des Hundes annähernd decken. Ein Border Collie sollte vielleicht nicht an einen Couch Potatoe vermittelt werden und ein Marathonläufer ist mit einem Mops auf die Dauer sicher auch nicht glücklich. So etwas leuchtet jedem ein, das macht die Sache allerdings kein bisschen leichter, denn tatsächlich muss man den zur Vermittlung stehenden Hund erstmal kennen und dann müssen die Interessenten auch noch die Wahrheit über ihre Gewohnheiten angeben. Wer den Neujahrsvorsatz, dass er nun doch mal öfter vor die Tür gehen will, direkt mit einem Windhund zementiert, wird ganz schnell merken, dass der gute Vorsatz nicht ausreicht. So ein Hund wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an den Verein zurückgehen. Hinter die Fassade der Adoptanten zu sehen ist schwer und so kennt jeder, der sich mit Vermittlungen befasst, den Spruch, dass man keinem hinter die Stirn sehen kann, nur allzugut.
Wer uns kennt, weiß, dass wir uns mit unseren Vermittlungen viel Mühe geben. Wir besuchen die zukünftigen Adoptanten daheim und führen lange Gespräche, wir sind natürlich auch nach einer Vermittlung immer ansprechbar und haben deshalb auch einen Vermittlungsradius von nicht mehr als 100 km. So können wir immer auch mal zu den Adoptanten hinfahren und ggf. dort Hilfestellung geben.
Wir haben allerdings keine Chance, wenn ein Hundchen schon nach einem Tag wieder zurückgegeben wird und man einräumt, dass man sich das anders vorgestellt hat. Wir haben alles gegeben und stehen dann tatsächlich hilflos mit dem Rücken an der Wand. Im Sinne des Hundes nehmen wir das Tier natürlich sofort zurück, bevor der Schaden für beide Seiten noch größer wird. Ein Hund, der nur einen Tag von seiner Pflegefamilie getrennt war, fügt sich sofort wieder ein und verdaut so etwas schnell. Auch für die Familie, die nun eine andere Entscheidung getroffen hat, ist es besser, sich schnell zu lösen, als mit halbem Herzen irgendetwas zu versuchen, was dann sowieso schiefgeht. Wir fragen nach den Gründen, aber versuchen niemanden umzustimmen, dessen Entscheidung schon gefallen ist.
So etwas kommt zum Glück extrem selten vor, aber leider haben wir mit Sahara etwas in der Art erlebt. Die nette Hündin steht also seit Ende Dezember wieder zur Vermittlung. Da wir über Weihnachten bis ins neue Jahr hinein nicht vermitteln, steht sie erst jetzt wieder auf unserer Homepage. Sahara ist eine junge Hundedame, die in ihren Leben noch nicht viel gesehen hat. Sie sollte auf jeden Fall in eine Hundeschule gehen, damit die Erziehung von fach- und sachkundigen Menschen beratend begleitet werden kann. Sahara ist superschlau und lernwillig, sie versteht vieles schon beim erstenmal, allerdings brauchen andere Sachen auch mehrmalige Wiederholungen.
Sahara ist in einem Alter, in dem sie pubertäres Verhalten zeigt, sie bellt bei Hundebegenungen an der Leine, würde aber ganz sicher niemals aggressiv reagieren. Trotzdem ist das eine Verhaltensweise, die niemand möchte und die aufgelöst werden muss. Dafür ist eine Hundeschule ideal. Wir manchen uns keine Sorgen, dass Sahara das beibehält, sie zeigt dieses Verhalten, weil sie unsicher ist und nicht, weil sie aggressiv unterwegs sein möchte.
Wir finden es für einen jungen Hund immer toll, wenn er einen souveränen älteren Hund an die Seite gestellt bekäme und würden uns freuen, wenn Sahara vielleicht ein Zweit- oder Dritthund würde. Auf jeden Fall wünschen wir uns einen Garten für die kleine Nase.
Ihr wisst, dass wir uns mit der Beschreibung unserer Hunde viel Mühe geben, wir verschweigen und beschönigen nichts und natürlich möchten wir, dass Sahara beim zweiten Anlauf ein endgültiges Zuhause hat. Es geht nicht darum, einen Hund wie warme Semmeln anzupreisen, sondern objektiv darzustellen, was das Tier kann, aber auch woran noch gearbeitet werden muss. Jedes Hundchen hat einen anderen Charakter und nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen. Bitte überlegt euch deshalb gut, was ihr leisten könnt und was objektiv zu euch passt. Sahara ist ein schlaues Mädchen, ihr fehlen noch ein paar Erfahrungen, aber sie ist lieb und gelehrig und ganz sicher ein Traumhund für jemanden, der etwas mit ihr arbeiten will und eine treue Seele sucht.
Sahara ist mittlerweile stubenrein, fährt wunderbar im Auto mit, sie ist lieb mit allen Menschen und geht schon sehr gut an der Leine. Sie bellt manchmal, wenn ihr etwas unheimlich ist, lässt sich aber ganz leicht beruhigen und wird diese Verhaltensweise schnell ablegen, wenn sie sicherer wird. Man darf nie vergessen, dass die Hunde, die aus Spanien kommen, alle schon etwas erlebt haben. Viele haben in einem Verschlag gehaust oder mussten an der Kette ihr Dasein fristen. Für sie ist unsere Welt eine Unbekannte und natürlich müssen sie alles, was für uns selbstverständlich ist, erstmal lernen. Diese Hunde sind nicht aggressiv oder schwierig zu erziehen, sie brauchen einfach Verständnis und Zeit. Wer bereit ist, ihnen das zu geben, bekommt einen Freund, der mit ihm durch dick und dünn geht. Sahara ist so ein Hund. Derjenige, der sie bekommt, hat einen Schatz an der Leine.
Wer sich für Sahara interessiert, kann sich jederzeit bei uns melden und die hübsche Hundedame auch gerne in Polch/Mayen besuchen. Wir vermitteln im Umkreis von 100 km um Alzey und 50 km um Polch!
Sahara ist ca. 15 Monate alt, hat 42 cm Schulterhöhe und wiegt 12 kg. Natürlich ist sie geimpft und gechipt, hat einen negativen Mittelmeertest, sie ist kastriert und kerngesund.
10.01.2026
Jeder, der ein Tier hat, weiß, wie es ist, wenn es mal krank wird. Wir tun alles, damit es unserem Schatz schnell wieder gut geht. Oft sind Tierarzneimittel da wichtige Helfer. Sie lindern Schmerzen und bekämpfen Infektionen. Wer sein Tier liebt, weiß, dass es bei der Anwendung von Medikamenten auch immer um Verantwortung geht. Es geht um das Wohl unserer Tiere, aber natürlich letztendlich auch um unser aller Wohl. Medikamente sind oft großartige Mittel, die Leben retten können, sie sind aber keine Allzweckwaffe, die man leichtfertig einsetzt. Besonders Antibiotika sind starke und unverzichtbare Helfer gegen Bakterien, sie können aber wirkungslos werden, wenn sie falsch oder allzu oft benutzt werden. Schnell entstehen Resistenzen und dann wirken sie nicht mehr - das passiert bei den Tieren genauso wie bei uns Menschen.
2026 gibt es neue Regeln für den Umgang mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Antibiotika dürfen nun nur noch nach gründlicher Untersuchung zum Einsatz kommen. Es werden keine Tabletten "auf Vorrat" mehr abgegeben. Dies geschieht zum Schutz der Tiere und um Resistenzen zu vermeiden. Die EU-Verordnung 2019/6, Art. 57 verpflichtet zur einheitlichen Datenerfassung in der Tierhaltung. Diese Änderung dient der besseren Überwachung, ohne den Zugang zu lebenswichtigen Mitteln einzuschränken. Für Tierhalter bedeutet das mehr Transparenz und verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten. Für Tierärzte bedeutet es die Meldepflicht. Tierärzte müssen nun die eingesetzten Mengen bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, für das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dokumentieren und jährlich melden. Der Fokus sind Nutztiere und Haustiere, auch wenn die Datenerfassung für Hunde und Katzen erst ab 2029 gilt.
Grundsätzlich gilt: Restmedikamente sollten nicht aufgehoben und schon gar nicht für andere Tiere weiterverwendet werden. Die Dosierungen vom Tierarzt müssen strikt eingehalten werden und auch die Dauer der Medikamentengabe ist wichtig.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten verhindert Leid und zwar nicht nur bei unseren Haustieren, sondern bei allen Tieren und natürlich auch bei uns Menschen. Antibiotika dürfen in den bisher üblichen Mengen nicht mehr in unsere Umwelt gelangen. Wir sind alle zum bewussteren Handeln aufgerufen und wir sind es, die letztendlich Resistenzen verhindern und damit die Gesundheit aller schützen können!
08.01.2026
Was man von Jägern hält, bleibt jedem selbst überlassen. Viele Menschen können nicht verstehen, wieso man Tiere auf der Pirsch tötet und andere sehen sich in der Pflicht, genau das zu tun.
Dass es bei den Jägern einige sehr merkwürdige Typen gibt, das haben einige von uns schon am eigenen Leib erlebt. Da wird mit dem Gewehr gedroht und über die Köpfe von Spaziergängern hinweg geschossen, auch der eigene Hund kann schon mal das Opfer der Jagdleidenschaft werden. Dass ein Jäger allerdings drei Pferde erschießt, weil er sie nach eigener Aussage mit Füchsen verwechselt hat, ist leider kein Jägerlatein.
Der 82 Jahre alte Landwirt aus Hornbach in der Pfalz hatte sich auf die Lauer gelegt, um seine Hühner und Lämmer zu schützen, denn diese waren Tage zuvor wohl von einem Fuchs angegriffen worden. Dass er dabei seine eigenen beiden Pferde sowie ein Pferd eines anderen Mannes aus dem Landkreis Südwestpfalz erschoss, ist kaum nachzuvollziehen. Letztendlich lagen drei tote Pferde und ein toter Fuchs auf der Koppel. Der Mann hatte die Tiere auf der Weide hinter dem Hühner- und Gänsegehege erlegt! Bemerkt hat er den fatalen Irrtum aber erstmal nicht, denn morgens wurde der Vorfall nicht von ihm, sondern von dem Besitzer des anderen Pferdes gemeldet.
Das Amtsgericht Zweibrücken urteilte meines Erachtens extrem gnädig, wenn nicht schon verständnisvoll. ;( 1200 € Strafe und ein Jahr Entzug des Jagdgewehrs, in dieser Zeit darf der 82 Jahre alte Jäger auch nirgendwo anders jagen gehen. Die Waffenbesitzkarte und der Jagdschein wurden erstmal eingezogen.
Eine Altersbegrenzung für Jäger gibt es nicht und so kann man eigentlich nur froh sein, dass nicht ein Mensch zu Schaden gekommen ist. Bei uns und auch bei anderen Reitern haben schon oft Wanderreiter auf den Koppeln übernachtet. Man darf gar nicht daran denken, dass so etwas lebensgefährlich sein kann...
Wie man schießen kann, obwohl man nicht einmal ein Pferd von einem Fuchs zu unterscheiden in der Lage ist, ist mir völlig unverständlich. Ich kann auch ein so mildes Urteil nicht nachvollziehen.
Vielleicht sehen wir als Tierschützer die Jäger oft als nicht notwendiges Übel an, aber ehrlich gesagt haben auch andere nach solchen Vorfällen Probleme, den Nutzen des Jagens zu sehen. Immer wieder wird auf Hauskatzen geschossen, Füchse in Schliefanlagen werden zur Ausbildung der Hunde missbraucht und auch das Anlernen der Hunde an lebenden Enten erscheint mir grausam und herzlos. Wir verstehen nicht, wie die Jagd von der Jägerschaft selbst als Tierschutz gesehen werden kann und weit mehr sein soll als nur das Töten der Wildtiere. Wenn es ein notwendiges Übel wäre, Tiere zu erschießen, dann erschließt es sich mir nicht, wieso Jägern Urlaube angeboten werden, bei denen der Abschuss von Tieren preislich inbegriffen ist. Da werden Abschussmöglichkeiten für eine große Bandbreite von Wildtieren angeboten: Heimisches Rot-, Reh- und Damwild bis zu exotischen Arten wie Löwen, Elefanten, Hyänen, aber auch z. B. in Osteuropa Elche und Wölfe und in den Alpen die Gemsen. Diese aJgden werden von spezialisierten Veranstaltern organisiert und bieten oft auch Drückjagden mit Hunden an. Man kann die Drückjagd auf Schwarz- und Niederwild buchen, aber auch Trophäenjagden auf besonders kapitale Stücke, z.B. "Lebenshirsche", exotische Safari-Kombi-Reisen inclusive Abschuss eines Löwen usw. z. B. in Namibia sind möglich. Für die nicht ganz so vermögenden Herrschaften kann auch mal ein Jagdurlaub auf dem Bauernhof in Österreich gebucht werden...
Bei solchen Angeboten kann ich einfach nicht mehr an den Hege- und Pflegegedanken glauben. Hier wird meiner Ansicht nach geschossen, weil man Spaß am Töten hat.
Mich würde eure Meinung zu dem Thema interessieren. Bitte schreibt mal in den Kommentaren, was ihr davon haltet.

06.01.2026

Es gibt Telefonanrufe, die bleiben uns wahrscheinlich lange in Erinnerung. Einen davon möchte ich euch mal schildern: Eine osteuropäisch klingende Dame rief an und fragte, ob sie mal unsere Katzen ansehen könnte, sie würde ihre vermissen. Ich erklärte, dass sie uns gerne ein Suchplakat schicken könne, wir würden es veröffentlichen. Nein, das möchte sie nicht. Warum nicht? Na ja, man hat kein Bild von der Katze. Das wundert mich dann schon sehr und ich habe deshalb nachgefragt. Man hat die Katze nicht fotografiert, weil sie zwar gefüttert wurde, aber nicht im Haus lebte. Ok... das verwunderte mich dann nochmal und ich fragte nach, ob sie denn das Eigentum an der Katze nachweisen kann. Nein, das kann man nicht, die Katze war weder geimpft noch hatte sie einen Chip.
"Tja, dann wird es aber schwierig nachzuweisen, dass die Katze in Ihrem Eigentum steht!"
"Das ist ja nicht so wichtig."
Ok...?
"Wie sah die Katze denn aus?"
"Das Tier erkennt man, sobald man es sieht."
"Ach ja? Seit wann ist die Katze denn weg?"
"Seit August!"
"Und wieso suchen Sie sie erst jetzt?"
"Meine Tochter will jetzt eine Katze haben und da bekommen wir unsere ja wohl aus dem Tierheim zurück."
"Ok! Die Kosten für die Unterbringung müssen Sie dann aber bezahlen!"
Große Aufregung...
"Natürlich nicht, es ist ja unsere Katze! Dafür bezahle ich ja doch kein Geld."
"Aber Sie wissen ja nicht einmal, wie das Tier aussieht und können nicht beweisen, dass die Katze Ihnen gehört."
"Na ich weiß es, wenn ich sie sehe und man kann ja froh sein, dass das Tier wieder abgeholt wird."
"Ach ja? Das kostet aber dann Geld!"
"Nein!"
"Doch! Mir scheint es so zu sein, dass Sie eine kostenlose Katze aus dem Tierheim holen wollen. Sie suchen sich eine aus und sagen dann, dass es Ihre ist?"
Daraufhin wurde das Gespräch abrupt abgebrochen.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?
Gut, dass Tierheime grundsätzlich einen Eigentumsnachweis fordern, bevor sie ein "Fundtier" zurückgeben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nie auf die Idee gekommen bin, dass jemand sich auf diese Tour eine "kostenlose" Katze besorgen will. Man lernt immer wieder dazu!
05.01.2026
Eure Spenden sind heute in der Protectora Villena angekommen. Vier Paletten mit Futter und jeder Menge Hilfsgüter lassen die Augen der dortigen Kollegen leuchten und wie immer haben sie uns gebeten, ihren Dank an euch weiterzugeben. Die 4 Paletten sind noch Teil der Weihnachtsaktion vom Fressnapf, es sind allerdings auch Spenden dabei, die hier bei uns in Armsheim für die Tiere in Spanien abgegeben wurden sowie eine Palette Katzenfutter der Karin von Grumme-Douglas Stiftung. Das Katzenfutter wird nicht nur für die zur Zeit ca. 100 Katzen der Protectora händeringend benötigt, sondern geht zum Teil auch an Organisationen, die Streunerkatzen an ausgewiesenen Futterplätzen versorgen. Alles wird dringend gebraucht und so freuen wir uns alle, dass wir den Tieren in Spanien das Überleben erstmal sichern konnten.


03.01.2026
Wir sind zurück in der Normalität der ersten Tage des neuen Jahres 2026. Gestern durften wir die letzten Spenden der Wünsche-Baum Aktion des Fressnapf in Rüsselsheim abholen. Wir haben für euch Bilder gemacht und wie ihr sehen könnt, war es nochmal ein ganzes Auto voll mit großartigen Spenden, für die wir uns ganz herzlich bedanken. Diese Weihnachtsaktion hat unsere Schützlinge in der Protectora Villena über den Winter gebracht und auch vielen anderen Tieren von Tierschutzvereinen in der Nähe von Alicante das Leben gerettet. Wir sind noch immer total überrascht, wieviele Tierfreunde gespendet haben, niemals hätten wir mit mehreren Paletten voll mit Futter, Leckerchen, Spielzeug, Decken, Körbchen und Liegeflächen gerechnet. Unsere spanischen Kollegen wissen noch nicht, dass nochmal fast zwei Paletten voll bepackt mit lebenswichtigen Dingen bei uns in der Garage auf sie warten. Es passt noch etwas oben drauf und so warten wir mit dem Versenden, bis auch die letzte Palette wirklich ganz voll ist.
Wir bedanken uns auch im Namen von unseren spanischen Kollegen ganz herzlich bei allen Spendern! Diese Weihnachtsaktion war der Hammer! Ihr seid einfach großartig! Danke für eure Hilfe!

Mit dem Jahresanfang kommt natürlich auch das Resumee der Silvesterknallerei. Bei uns war das Schlimmste nach ca. 30 min. vorbei, in anderen Gegenden wurde bis um 3 Uhr geböllert. Dass die Tiere schrecklich unter dem Geknalle leiden, wissen mittlerweile wohl alle. Dass man darauf keine Rücksicht nimmt, ist meiner Meinung nach unsagbar ignorant und entsetzlich dumm.
Auch diesen Silvester gab es wieder Tote und schwerverletzte Menschen. Jugendliche, die sich das Gesicht weggeschossen haben und Kinder, die jetzt ohne Finger oder Hände leben müssen. Es ist wohl immer das Gleiche - andere Länder machen uns vor, wie es geht und Deutschland kann sich wieder nicht entscheiden. Die Niederlande haben die private Böllerei ab 2026 abgeschafft, man tut das zum Schutz der Menschen, Tiere und der Umwelt. Wieso kann man bei uns nicht genauso argumentieren? Warum muss man unsere Polizeikräfte erst durch die Straßen einiger Großstädte jagen, um wildgewordene Trottel mit Waffen und Kugelbomben einzufangen?
Ehrlich gesagt, stört es mich gewaltig, dass ein Silvester, bei dem man früher die Geister vertrieb, heute oft ein Wettkampf von Idioten geworden ist, die sich super aggressiv gegenüberstehen und es nur noch um die Frage geht, wer die Straße dominiert, wer den lautesten Böller hat und wer am meisten Angst und Schrecken verbreitet. Im Kopf dieser Leute scheint es nur gähnende Leere zu geben. In unseren Straßen haben die normalen Menschen Angst verletzt zu werden, sie trauen sich nicht mehr raus, weil Böller als Waffen gegen Passanten eingesetzt werden und selbst in den Wohnungen ist man nicht mehr sicher, weil irgendwelche Deppen mit Raketen in die Fenster zielen und aus Spaß Wohnungsbrände verursachen.
Was uns schon zum Zittern bringt, ist der blanke Horror für unsere Haustiere. Die Wildtiere sehen wir meistens nicht, aber für sie bedeutet unser Silvester oft den Tod. Am ersten Tag des Jahres sind schon 15 % der jährlichen Feinstaubbelastung in die Luft geblasen worden, die Straßen liegen voller nicht recycelbarem Müll. Das Geld der Gemeinschaft aller wird dafür ausgegeben, diesen Dreck zu beseitigen und die Verletzten zu behandeln. Geld, mit dem man viele vernünftige Dinge hätte tun können. Man hätte Menschen und Tieren helfen können, statt das neue Jahr mit einem Hoch an Dummheit zu beginnen. Die Unschuldigen leiden darunter, dass Idioten versuchen, sich in den Mittelpunkt zu sprengen. Woran liegt es, dass unseren Politikern offensichtlich der Mut fehlt, dieses Treiben zu beenden? Eine von der Gewerkschaft der Polizei gestartete Petition für ein bundesweites Böllerverbot hatte bis Dienstagabend 2,8 Millionen Unterzeichner!!!
Auch die Deutsche Umwelthilfe hat einen offenen Brief an den Bundesinnenminister Alexander Dobrindt veröffentlicht, der mit einer Unterschriftenaktion für ein Böllerverbot gekoppelt ist. Wer unterschreiben mag, kann das hier gerne tun:
zur Petition der Deutschen Polizeigewerkschaft
zur Petition der Deutschen Umwelthilfe
Ich hoffe, dass diesen Silvester der letzte in dieser Form war. Wir brauchen keine Böller, um das neue Jahr gebührend zu feiern. Wir fänden es großartig, wenn wir und unsere Tiere keine Angst mehr haben müssten, wenn wir mit unseren Nachbarn auf der Straße anstoßen könnten, ohne befürchten zu müssen, von einem aus dem Nichts auftauchenden Böller getroffen zu werden.
Bitte schreibt mal in den Kommentar, wie es an Silvester bei euch war und ob ihr ein Böllerverbot unterstützen würdet.
Hier geht’s zum Tagebuch-Archiv!
aktualisiert am 18.01.2026